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Lakers-Spieler Derek Fisher ist seit 2006 Präsident der Spielergewerkschaft © getty

Sollte die nächsten Verhandlungen scheitern, wollen die Spieler ihre Gewerkschaft auflösen. Fisher stärkt Hunter den Rücken.

New York - In die festgefahrenen Verhandlungen um ein Ende des Lockouts in der NBA scheint ein wenig Bewegung zu kommen.

Für Samstag ist ein weiteres Treffen zwischen den Besitzern und Vertretern der Spielergewerkschaft NBPA angesetzt worden.

Derweil erwägen einige Profis laut "New York Times" eine Auflösung der Gewerkschaft, sollte die nächste Verhandlungsrunde ebenfalls scheitern oder zu einem schlechten Deal führen.

Die Gruppe, die rund 50 Spieler umfasst und zu der angeblich auch mehrfache All-Stars gehören, soll am Donnerstag in einer Telefonkonferenz die Vor- und Nachteile einer Auflösung mit einem Anwalt diskutiert haben.

Auflösung könnte langen Rechtsstreit entfachen

Für eine Auflösung müssten 30 Prozent der NBA-Profis zunächst einen Antrag unterschreiben, danach wäre in einer Abstimmung eine einfache Mehrheit für eine Auflösung nötig.

Dass bereits Gespräche zu dem Thema stattgefunden haben, könnte den Spielervertretern in den Verhandlungen mit den Ligaverantwortlichen einen Vorteil verschaffen.

Denn im Falle einer Auflösung könnte eine enorme Prozesswelle auf die NBA zurollen und einen langen Rechtsstreit entfachen.

Fisher und Hunter sind sich einig

Zwischenzeitlich kamen Gerüchte auf, NBPA-Präsident Derek Fisher von den Los Angeles Lakers wäre Billy Hunter, dem Geschäftsführer der Gewerkschaft, in den Rücken gefallen um einen persönlichen Deal auszuhandeln.

Fisher und NBA-Comissioner David Stern würden sich auf die von den Besitzern geforderte 50:50-Aufteilung der Gesamteinnahmen einigen, hieß es.

In Wahrheit will die Gewerkschaft aber knapp 52 Prozent, wobei es sich um etwa 72 Millionen Dollar Unterschied handelt. Dabei soll es auch bleiben: Fisher bestritt, mit Stern geheimen Kontakt zu haben.

Bei den letzten Verhandlungen umarmten sich Fisher und Hunter symbolisch. "Es gibt keine Differenzen zwischen uns, das ist die Wahrheit", sagte Hunter.

Keine Spiel im November

Zuletzt hatte Stern alle Spiele im November gestrichen.

Die Saison hätte eigentlich am 1. November mit der Partie zwischen Champion Dallas Mavericks und den Chicago Bulls beginnen sollen (BERICHT: Saison verkürzt! Keine Spiele im November).

Damit war klar, dass selbst im Fall einer kurzfristigen Einigung zwischen Liga und Spielervertretern keine Mannschaft mehr die kompletten 82 Partien der Regular Season bestreiten kann.

Eine Milliarde Dollar Verlust

Der Lockout war zum 1. Juli in Kraft getreten, weil sich die beiden Parteien nicht auf einen neuen Tarifvertrag einigen konnten.

Stern fordert nach wie vor eine Reduzierung der Gehälter um insgesamt 800 Millionen Dollar (560 Millionen Euro).

Die Klubs sollen seit Inkrafttreten der letzten Tarif-Vereinbarung im Jahr 2005 mehr als eine Milliarde Dollar Verlust gemacht haben.

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