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David Stern (r.) ist seit 1984 Commissioner der National Basketball Association © getty

Die Klubeigener bieten den Profis bis zu 51 Prozent. Die NBPA findet dies "nicht akzeptabel". Die Alternative ist schlechter.

New York - Für Champion Dirk Nowitzki und die Superstars um Kobe Bryant und LeBron James geht die Zwangspause in der NBA weiter.

Im zähen Ringen um ein Ende des Lockouts wird der Ton aber rauer.

Nach erneut ergebnislosen Gesprächen in der Nacht zu Sonntag in New York setzte NBA-Boss David Stern den Profis ein Ultimatum, das neue Angebot der Liga bis Mittwoch anzunehmen.

Andernfalls werden die Besitzer eine härtere Linie fahren, kündigte Stern an. Das Angebot sieht vor, dass die Spieler 49 bis 51 Prozent der Klubeinnahmen erhalten (BERICHT: Lockout: Die NBA zestört ihren eigenen Erfolg).

"Heute ist ein trauriger Tag"

Sollte die Spielergewerkschaft den Vorschlag nicht annehmen, wollen die Besitzer auf ihr Ursprungsangebot von 47 Prozent zurückgehen. Die Spielervertretung NBPA reagierte stur.

"Wir werden dieses Angebot auf keinen Fall annehmen, weil es nicht fair ist. Das ist nicht akzeptabel für uns", sagte Präsident Derek Fisher.

Die Gewerkschaft fordert für ihre Profis eine 52,5-Prozent-Beteiligung.

"Heute ist ein sehr trauriger Tag für unsere Fans. Wir waren sehr zuversichtlich, eine Lösung zu finden. Jetzt sind wir nur ratlos und frustriert", so Fisher weiter.

Prozesswelle droht

Die Fronten haben sich weiter verhärtet, zumal die Spieler zuletzt den Druck erhöht und eine Auflösung der Gewerkschaft im Falle erneut gescheiterter Verhandlungen in Betracht gezogen hatten. Dies meldete die "New York Times" vor der Gesprächsrunde.

Im Falle einer Auflösung würde eine Prozesswelle auf die Liga zurollen. Der NBA droht also nicht nur das vorzeitige Saisonaus, sondern auch ein monatelanger Rechtsstreit.

Beide Parteien scheinen von einer Lösung weit entfernt zu sein.

Streitpunkt: 800 Millionen Dollar

Zuletzt hatte NBA-Commissioner Stern alle Spiele im November gestrichen.

Die Saison hätte eigentlich am 1. November mit der Partie zwischen Champion Dallas und den Chicago Bulls beginnen sollen (BERICHT: Saison verkürzt! Keine Spiele im November).

Der Lockout war zum 1. Juli in Kraft getreten, weil sich die beiden Parteien nicht auf einen neuen Tarifvertrag hatten einigen können. Stern fordert nach wie vor eine Reduzierung der Gehälter um insgesamt 800 Millionen Dollar (560 Millionen Euro).

Die Klubs sollen seit Inkrafttreten der letzten Tarif-Vereinbarung im Jahr 2005 mehr als eine Milliarde Dollar Verlust gemacht haben.

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