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Dirk Nowitzki verdient derzeit rund 18 Millionen Dollar pro Jahr © getty

Um in der Zukunft mit einem echten Superstar zusammenspielen zu können, erwägt der Deutsche ungewöhnliche Schritte.

Von Julian Ignatowitsch

Das findet nicht nur Mavericks-Eigner Mark Cuban "erste Klasse": Dirk Nowitzki würde auf Geld verzichten, um den Dallas Mavericks größeren Spielraum für den Free-Agent-Markt 2010 zu schaffen.

"Ich war MVP und habe viel erreicht. Ich liebe diesen Sport. Das einzige, was mir noch fehlt, ist ein Meistertitel", erklärt Nowitzki und ergänzt: "Wenn ich dafür auf Geld verzichten muss. Kein Problem!"

Auch wenn das Thema reine Zukunftsmusik ist, für den Würzburger klingt das ganze schon jetzt nach einer "runden Sache".

"King" James nach Dallas?

Sollte es für ihn und die Mavericks in den nächsten beiden Jahren wieder nicht zum Titelgewinn reichen, ist der Sommer 2010 - auch Nowitzkis Vertrag läuft in diesem Jahr aus - vielleicht die letzte Chance.

Mit einem weiteren Superstar an seiner Seite würden die Titelchancen des Deutschen rapide steigen.

Aktuell verdient Nowitzki rund 18 Millionen Dollar pro Jahr, in zwei Jahren hätte er sogar die Möglichkeit bis zu 21,5 Millionen Dollar einzustreichen.

Doch bei Namen wie LeBron James, Dwyane Wade, Chris Bosh und Amare Stoudemire wird Nowitzki bescheiden: "Ich habe das Glück in dieser Liga spielen zu dürfen, habe eine Menge Geld verdient, aber der Sport stand für mich immer an erster Stelle. Wenn sich die Möglichkeit bietet, bin ich bereit, Eingeständnisse zu machen."

Warten auf den "Supersommer 2010"

Teams wie die New York Knicks oder die Detroit Pistons haben in dieser Saison bereits Trades mit Blick auf den "Supersommer 2010" abgewickelt. Gerade im "Big Apple" rechnet man sich gute Chance auf eine Verpflichtung von Superstar James aus.

"Jedes Team will für 2010 gerüstet sein. Dann geht es um die ganz großen Spieler. Aber man braucht den nötigen finanziellen Freiraum, um sie zu bekommen", sagt Nowitzki.

Dank ihm gilt auch Dallas als erfolgversprechende Adresse.

Wie eine Basketball-Legende

Mit seiner Idee folgt er unter anderem dem Beispiel Michael Jordans.

Die Basketball-Legende verzichtete in den 90er Jahren auf eine Menge Geld, um den Chicago Bulls den nötigen finanziellen Spielraum für die Verpflichtung hoch bezahlter Spieler zu geben.

Für Jordan ein lohnendes Geschäft: Er gewann sechs Championship-Ringe in einem der dominantesten Teams der NBA-Geschichte.

"Noch keine Gespräche über meine Zukunft"

Trotz der reizvollen Aussichten, will Nowitzki aber erst einmal auf das hier und jetzt blicken.

"2010 ist noch weit weg. Bis jetzt gab es noch keine Gespräche über meine Zukunft. Wir haben in dieser Saison noch viel vor", stellt er klar.

"Ich fühle mich topfit und will die nächsten zwei Jahre nicht vergeuden. Wir haben eine schlagkräftige Truppe zusammen und können viel erreichen."

Mavs bisher nicht titelreif

Wie ein Kandidat auf den Titel wirken die Mavs bisher aber definitiv nicht.

Als Neunter der Western Conference (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen) stehen die Zeichen viel mehr auf Playoff- als auf Meisterschaftskampf. Mannschaften wie die Boston Celtics, Los Angeles Lakers und Cleveland Cavaliers dominieren die Liga.

Für Mavs-Besitzer Cuban dennoch kein Grund zur Resignation: "Mit einem Typen wie Dirk ist alles möglich. Er ist ein absoluter Musterprofi und ein echter Teamplayer." Und das vielleicht bald auch noch zum Spottpreis.

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