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Dirk Nowitzki und Mithat Demirel gewannen gemeinsam WM-Bronze 2002 © dapd

Umdenken bei Nowitzki: Der NBA-Champ schließt einen Wechsel in die BBL nicht mehr aus. Er werde die Option in Betracht ziehen.

Von Eric Böhm

München - Die deutschen Basketball-Fans dürfen wieder auf ein Engagement von Dirk Nowitzki in der heimischen Liga hoffen.

Bisher hatte der Superstar der Dallas Mavericks immer betont, er wolle nur ungern in die BEKO BBL wechseln, da er die anderen Teams nicht verärgern wolle.

Der Stillstand bei den Tarifverhandlungen mit der NBA und die immer wahrscheinlicher werdende Absage der kompletten Saison, haben ihn offenbar zum Umdenken bewogen. (Bericht)

Im Gespräch mit "ESPN.com" sagte Dirkules, dass ein Wechsel in die Heimat, dem Sport einen immensen Schub verleihen könnte. Eine Entscheidung werde "bald" fallen.

Drei Teams buhlen

Realistisch erscheinen dabei nur drei Optionen. Die Brose Baskets Bamberg sind die stärkste Mannschaft der Liga, spielen in der Euroleague und bieten die räumliche Nähe zu Nowitzkis Heimatstadt Würzburg.

ALBA Berlin setzt auf die Tradition und Teammanager Mithat Demirel, der mit dem wertvollsten Spieler der NBA-Finals seit langem gut befreundet ist.

Da ist aber auch noch der FC Bayern München. Der Aufsteiger hat die nötige Finanzkraft, das Prestige des großen Namens und wird von Nowitzki-Intimus Dirk Bauermann trainiert.

Bamberg träumt von Nowitzki

Alle drei Klubs haben immer wieder betont, dass sie interessiert wären, wenn Nowitzki nach Europa kommen wolle.

"Grundsätzlich können wir uns vorstellen, Dirk Nowitzki zu uns zu holen. Das ist ein Wunsch, das ist eine Vision", hatte beispielsweise Bambergs Manager Wolfgang Heyder gegenüber der "dpa" erklärt.

Optionen offenhalten

Sollte der Lockout die NBA 2011/2012 lahmlegen, könnte Nowitzki im Januar bei seinem neuen Arbeitgeber einsteigen - zu diesem Zeitpunkt wird die Absage der kompletten Spielzeit erwartet.

"Die Situation ist verfahren, also musst du dir jede Option offenhalten. Ich kann kein komplettes Jahr aussetzen", bestätigt Nowitzki.

Nowitzki heiß auf Basketball

Nach der enttäuschenden EM hatte der 33-Jährige zuletzt zwei Monate ausgespannt und absolviert seit kurzem sein gewohntes Aufbautraining mit Holger Geschwindner.

"Diese Zeit habe ich gebraucht. Ich werde einige Wochen benötigen, um in Form zu kommen. Ich kann es kaum erwarten, wieder zu spielen", erzählt Nowitzki.

Sein langjähriger Mentor hatte die Spekulationen um die kurzfristige Zukunft seines Schützlings angeheizt.

"Dirk hat seit dem Ende der Europameisterschaft im September keinen Basketball mehr in der Hand gehabt. Ich schließe Nichts aus", wird Geschwindner in der "WAZ/NRZ" zitiert. (BERICHT: Geschwindner schließt Nowitzkis Blitz-Wechsel aus)

Real zeigt Interesse

Auch das zuletzt kolportierte Interesse von Real Madrid hat der wertvollste NBA-Akteur von 2007 registriert. (BERICHT: Nowitzki feilgeboten: Dirkules nach Madrid?)

"Es ist ein großartiger Klub mit großartiger Tradition. Wenn Interesse besteht, dann muss man sich damit beschäftigen", gab der Forward zu.

Duell mit Durant in der BBL?

Die Hoffnung auf ein zeitnahes Ende des Lockouts und eine große Feier - inklusive der Empfangnahme der Meisterschaftsringe - beim ersten Mavericks-Heimspiel hat er trotzdem noch nicht aufgegeben.

"Es ist enttäuschend und frustrierend. Wir können aktuell nichts dagegen unternehmen. Ich kann immer noch nicht glauben, dass wir nicht spielen", erklärt der zehnmalige All Star.

Vielleicht kommt es aber auch auf ungewohntem Terrain zum Duell mit anderen NBA-Stars wie Kevin Durant.

Oklahoma Citys Topscorer steckt nach wie vor in Verhandlungen mit dem BBC Bayreuth. Eine persönliche Revanche für die Finalserie der Western Conference würde ganz Deutschland elektrisieren.

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