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Nach seinem Feldverweis beschwerte sich Dirk Nowitzki lautstark bei den Referees © getty

Bei den Utah Jazz wird der Deutsche nach einer vermeintlichen Tätlichkeit des Feldes verwiesen. Die Mavericks verlieren.

Von Julian Ignatowitsch

München - Der Abend in Utah verlief für die Dallas Mavericks von Beginn an alles andere als planmäßig - und gipfelte in einem unschönen Ende.

Nicht nur, dass die Mavericks nach schwacher Leistung eine 88:97-Niederlage bei den Jazz (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen) hinnehmen mussten. Darüber hinaus verloren sie im Schlussviertel ihren Superstar Dirk Nowitzki nach einer vermeintlichen Tätlichkeit.

9:48 Minuten waren noch zu spielen, als der deutsche Vorzeigeprofi seinen Gegenspieler Matt Harpring unter dem Korb mit der Hand im Gesicht traf.

Die Schiedsrichter reagierten umgehend, entschieden auf Flagrant Foul und verwiesen Nowitzki des Spiels. Bis dahin hatte er 17 Punkte und acht Rebounds erzielt (zum Sport1.de-Nowitzki-Watch).

Carlisle: "Keine Absicht"

"Für mich war es keine Absicht", schilderte Trainer Rick Carlisle anschließend die Szene: "Aber die Referees haben es anders gesehen und gesagt, dass seine Faust geschlossen war. Das ist dann ein Flagrant-2."

Nowitzki protestierte lautstark, doch das Schiedsrichtergespann bestätigte seine Entscheidung auch, nachdem sie die Szene in der Wiederholung noch mal analysiert hatten.

"Dirk ist kein Typ für unsportliche Aktionen. Er wollte Harpring nicht angehen", stellte Carlisle klar.

Jazz nicht ganz unschuldig

"Er hat einen Treffer gegen mich gelandet. Was sollst du machen? Ich bin ruhig geblieben. Die Strafe war völlig berechtigt", meinte dagegen der Betroffene selbst.

Dabei waren auch die Jazz nicht ganz unschuldig: Im Spielzug, der der Aktion voraus ging, gingen zuerst Kyrylo Fesenko beim Offensiv-Rebound und dann auch Harpring den ehemaligen MVP hart an.

Der deutsche Riese verließ schließlich verärgert den Court in Richtung Kabine und wollte sich nach dem Spiel - zum ersten Mal seit mindestens sieben Jahren - nicht gegenüber den Medien äußern.

Ersatzgeschwächte Gastgeber

Auch wenn der Vorfall die Mavs sportlich noch mal wach rüttelte und das Team ohne Nowitzki den Rückstand von zwölf auf fünf Punkte verkleinerte, reichte es letztlich nicht.

Schon in der ersten Halbzeit lagen die Texaner gegen die stark ersatzgeschwächten Jazz, denen in Carlos Boozer, Mehmet Okur und Paul Millsap die drei Top-Scorer fehlten, früh zweistellig zurück.

"Wir haben nie zu unserem Spiel gefunden", analysierte Carlisle. "Schwach gestartet, schwach geendet", brachte es Jason Kidd, der auf sieben Punkte und neun Assists kam, auf den Punkt.

Mavs rutschen ab

Bei den Jazz kompensierten Rookie-Center Kosta Koufas mit einer Karrierebestleistung von 18 Zählern und Ronnie Brewer mit 21 Zählern die verletzungsbedingten Ausfälle.

"Sie haben massenweise Rebounds geholt und Würfe versenkt", lobte Andrej Kirilenko seine Teamkollegen. "Das war eine beeindruckende Leistung."

Während Utah durch den Erfolg auf Rang acht in der Western Conference vorrückt, verliert Dallas einen Platz und ist nun Siebter.

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