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Center Andris Biedrins (r.) steuerte sieben Punkte zum Erfolg der Warriors bei © getty

Zur Halbzeit sieht Boston bei den Golden State Warriors schon wie der sichere Sieger aus. Dann folgt ein unglaublicher Lauf.

Von Julian Ignatowitsch

München - Jetzt ist es passiert. Zum ersten Mal in dieser Saison haben die Boston Celtics zwei Spiele in Folge verloren.

Nach der Niederlage bei den L.A. Lakers musste sich das Team aus Massachusetts überraschend auch den Golden State Warriors mit 89:99 geschlagen geben (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Damit kassierten die Celtics die vierte Pleite im 31. Spiel. Kein Beinbruch. Doch die Art und Weise gibt zu denken.

Rivers: "Hatte die ganze Zeit ein schlechtes Gefühl"

Denn zunächst sah alles, wie erwartet aus. Mit 51:39 aus Sicht der Gäste ging es in die Kabine.

"Irgendwie hatte ich aber die ganze Zeit ein schlechtes Gefühl", räumte Celtics-Coach Doc Rivers ein.

"Wir waren zwar zwölf Punkte vorne, trafen 56 Prozent aus dem Feld, der Gegner nur 39. Trotzdem war ich besorgt. Wenn die Warriors einmal heiß laufen, sind sie nicht zu stoppen." Und genauso kam es dann auch.

Warriors plötzlich in Führung

Angeführt von Rückkehrer Stephen Jackson, der sich nach seiner verletzungsbedingten Pause mit 28 Punkten und sieben Rebounds eindrucksvoll zurückmeldete, drehte Golden State vor allem im Schlussviertel so richtig auf.

Ein Dreier von Kelenna Azubuike (10 Punkte) zum 74:76 brachte die Gastgeber gut siebe Minuten vor dem Ende erstmals wieder auf Schlagdistanz.

Nach acht Punkten in Folge von Jackson führten die Warriors plötzlich mit 82:78.

Celtics völlig von der Rolle

Die Celtics waren völlig von der Rolle, trafen ihre Würfe nicht mehr und gaben den sichergeglaubten Sieg leichtfertig aus der Hand.

"Ein unglaublicher Schlussspurt", staunte Celtic Leon Powe. "Sie haben uns damit einfach überrannt."

"Die Saison ist bislang enttäuschend verlaufen. Aber das könnte die Initialzündung gewesen sein", hoffte dagegen Jackson nach dem erst neunten Sieg seines Teams.

Detroit Pistons - Oklahoma City Thunder 90:88

Besser als Boston machten es die Detroit Pistons. Gegen die Oklahoma City Thunder behielt der Fünfte der Eastern Conference die Nerven und siegte mit 90:88.

Nachdem die Gäste in den letzten zwei Minuten einen fünf Punkte Rückstand aufgeholt hatten, sorgte Allen Iverson, der mit 22 Punkte bester Schütze war, für die Entscheidung 0,3 Sekunden vor dem Ende.

"Ich sollte die Zeit runterspielen und versuchen zum Korb zu kommen. Es hat perfekt geklappt", freute sich der Matchwinner.

New Orleans Hornets - Houston Rockets 88:79

Im Spitzenspiel der Western Conference besiegten die New Orleans Hornets die Houston Rockets mit 88:79.

Chris Paul avancierte mit 26 Punkten und zehn Assists zum Mann des Abends. Tracy McGrady traf dagegen nur 18 Prozent seiner Würfe aus dem Feld und enttäuschte mit 11 Punkten.

"Unsere Treffsicherheit haben wir wohl in Houston gelassen", ärgerte sich McGrady.

New Orleans zieht damit in der Southwest Division an Houston vorbei.

Alle weiteren Ergebnisse:

Miami Heat - Chicago Bulls 90:78Beste Werfer: Dwyane Wade 28 Punkte - Ben Gordon 15 Punkte

New York Knicks - Minnesota Timberwolves 107:120Beste Werfer: Nate Robinson und Al Harrington je 26 Punkte - Rashad McCants 23 Punkte

New Jersey Nets - Charlotte Bobcats 87:95Beste Werfer: Vince Carter 19 Punkte - Raymond Felton 22 Punkte

Memphis Grizzlies - Indiana Pacers 108:105Beste Werfer: Hakim Warrick 21 Punkte - Marquis Daniels 28 Punkte

Denver Nuggets - Philadelphia 76ers 105:101Beste Werfer: J.R. Smith 27 Punkte - Andre Iguodala 24 Punkte

Sacramento Kings - Toronto Raptors 101:107Beste Werfer: Brad Miller und John Salmons je 20 Punkte - Jermaine O'Neal 36 Punkte

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