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Nowitzki und Mavs-Besitzer Cuban durften während des Lockouts nicht miteinander reden © getty

Nach erneuten Verhandlungen einigen sich Spieler und Klubs vorläufig. An Weihnachten soll der Spielbetrieb aufgenommen werden.

Von Rainer Nachtwey

München/New York - Aufatmen bei den NBA-Fans auf der ganzen Welt: Die NBA-Saison ist gerettet.

Klub-Besitzer und Spieler einigten sich per Handschlag auf einen neuen Tarifvertrag, der eine NBA-Saison mit 66 Spielen pro Team ermöglicht.

"Wir haben eine vorläufige Einigung erzielt", sagte NBA-Commissioner David Stern nach einer 15-stündigen Verhandlung zwischen beiden Parteien.

"Es sind noch zahlreiche Zustimmungen erforderlich, aber ich bin optimistisch, dass wir dies alles klären, und die Saison damit am 25. Dezember beginnen kann."

Den Auftakt sollen am 1. Weihnachtsfeiertag Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks und die Miami Heat mit der Finalrevanche bestreiten. Zudem treffen die Chicago Bulls um MVP Derrick Rose auf Kobe Bryants Los Angeles Lakers und Rekordmeister Boston Celtics gastiert im Madison Square Garden bei den New York Knicks.

Beiderseitiges Interesse

Spieler und Besitzer müssen der Einigung noch zustimmen, dabei benötigen beide Seiten eine einfache Mehrheit.

Voraussetzung für eine Einigung ist eine Neubildung der Spielergewerkschaft NBPA, die sich nach den gescheiterten Verhandlungen Mitte November aufgelöst hatte.

"Es war in beiderseitigem Interesse, eine Einigung zu erzielen und die Saison zu retten", sagte Gewerkschaftsboss Billy Hunter.

Holt vertritt die Klubbesitzer

Neben Hunter nahmen auf Seiten der Spieler Derek Fisher als Präsident der Spielervertretung und Fishers Stellvertreter Maurice Evans an den Verhandlungen teil. Die Klub-Besitzer vertrat San Antonios Peter Holt, Stern und Vize-Commissioner Adam Silver die Liga.

Dabei soll es bei der Verteilung der Klubeinnahmen zu einer Einigung gekommen sein. Demnach gaben sich die Spieler mit 49 Prozent zufrieden.

Freudentränen bei Durant

Die Spieler zeigten sich begeistert von der Einigung. "Ist das wirklich wahr?", twitterte Kevin Love von den Minnesota Timberwolves. 484167(DIASHOW: Die 20 besten NBA-Spieler)

"Alles was ich dazu sagen kann, ist: 'endlich'", meinte Miamis Dwyane Wade.

Und NBA-Scoring-Champion Kevin Durant, der mit dem BBC Bayreuth in Verhandlungen um ein Kurzzeit-Engagement stand, ließ verlauten: "Wenn das stimmt, wecke ich meine Mutter und meine Großmutter, ziehe einen Anzug an, setzte eine Thunder-Kappe auf und weine."

Indianas Danny Granger ist überzeugt, dass einer positiven Abstimmung nichts im Wege steht: "Am Samstag oder Sonntag wird es beschlossen. Da bin ich mir sicher."

Free Agency startet am 9. Dezember

Am 9. Dezember sollen die Trainingscamps öffnen. Ab dann dürfen auch Free Agents unter Vertrag genommen werden.

Der Lockout war zum 1. Juli in Kraft getreten, weil sich die Klubvertreter und die NBPA nicht auf einen neuen Tarifvertrag einigen konnten.

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