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Josh Childress (r.) spielte von 2004 - 2008 in Atlanta © getty

Nach der Flucht von Childress läuten in Atlanta Alarmglocken. Bei den Blazers sorgt die Rückkehr eines Rookies für Hoffnung.

Von Jan Happle

München - Die Atlanta Hawks haben bereits vor Beginn der Vorbereitung für die neue NBA-Saison mit einigem Ärger im eigenen Haus zu kämpfen.

Der überraschende Abgang des Nr. 6-Picks aus dem Jahr 2004, Josh Childress, zu Olympiakos Piräus hat beim Playoff-Teilnehmer der vergangenen Saison tiefe Wunden hinterlassen. Die Hawks haben derzeit lediglich acht Spieler unter Vertrag und der erwünschte Ersatz für Childress wurde noch nicht gefunden.

Düstere Aussichten also für den Klub aus Georgia, der derzeit mit einem äußerst dünnen Kader dasteht. Zwar hat Atlanta mit Othello Hunter und Thomas Gardner zuletzt zwei talentierte Hoffnungsträger verpflichten können, doch der richtige Star fehlt immer noch.

Smith bleibt für 58 Millionen

Zumindest konnte ein Trade des Power Forward Josh Smith zu den Memphis Grizzlies in letzter Sekunde verhindert werden.

Der 22-Jährige bleibt für 58 Millionen Dollar fünf weitere Jahre in Atlanta. "Die Besitzer, das Management und das Team sind glücklich darüber, dass wir Josh als Hawks-Mitglied halten konnten. Wir freuen uns nun auf das Trainigscamp im Oktober und wir werden uns nach zusätzlichen Möglichkeiten auf dem Markt umschauen, um unseren Kader weiter zu verbessern", sagte General Manager Rick Sund.

Die nächsten Monate werden entscheiden, ob Sund seine Versprechungen verwirklichen kann.

Sport1 fasst weitere News aus der NBA zusammen:

Blazers hoffen auf Oden

Bei den Portland Trail Blazers ist ein Hoffnungsträger auf dem Weg der Besserung. Der Nr. 1-Pick der letztjährigen NBA-Saison, Greg Oden, ist nach einer schweren Knie-Verletzung, die er sich im Oktober des letzten Jahres zuzog, die komplette Saison ausgefallen. Oden hat bisher nur zwei Spiele für die Blazers in der Vorbereitung gespielt.

"Ich fühle mich gut", sagte Oden nach einem öffentlichen Training mit seinen Teamkameraden Steve Blake, Channing Frye und Steven Hill. Er habe keine Schmerzen oder Probleme mit seinem Knie mehr, sagte der 20-jährige Center.

"Bin immer noch ein Rookie"

Der Hoffnungsträger will die Erwartungen aber zunächst nicht zu hoch ansetzten. "Ich bin immer noch ein Rookie, sagte Oden nach dem ersten Training, er müsse sich immer an diese Tatsache erinnern, um sich nicht von der hohen Erwartungshaltung erdrücken zu lassen.

Auch Teamkollege Channing Frye warnt vor zu hohen Erwartungen: "Er ist bis jetzt noch kein Spieler mit NBA-Erfahrung und hat in noch keinem NBA-Match gespielt. Der Druck wird für ihn größer sein, als für irgendjemand anderen im Team."

Bowen bleibt in New Orleans

Die New Orleans Hornets haben sich mit dem 32-jährigen Power Forward Ryan Bowen über einen Verbleib für ein weiteres Jahr geeinigt.

Bowen war für die Hornets in der letzten Saison bei 53 Spielen im Einsatz und konnte lediglich eine durchschnittliche Ausbeute von 2,2 Punkten und 1,9 Rebounds in 12,5 Minuten pro Spiel erreichen. Coach Byron Scott setzte den NBA-Routinier, der bereits in seine neunte Saison geht, vor allem für defensive Aufgaben ein.

Der größte Trade der Hornets in der Offseason war bisher die Verpflichtung von James Posey von den Boston Celtics.

Jazz-Besitzer überlebt Herzinfakt

Larry Miller, Besitzer der Utah Jazz, ist zwei Monate nach einer Herzattacke aus dem Krankenhaus entlassen worden. Die Ärzte kämpften nach einigen Komplikationen mehrere Male um das Leben des 64-jährigen Klubbesitzers. "Es ist einfach ein Klasse Gefühl, in das Auto vor dem Krankenhaus zu steigen und zu wissen, dass ich wieder nach Hause komme", sagte Miller erleichtert.

Miller, der durch eine Autovermietungskette reich wurde, kaufte Utah Jazz 1985 und ist für seine emotionalen Ausbrüche am Spielfeldrand bekannt. Während seines Aufenthalts hat der Workaholic einen neuen Business-Plan für das ihn behandelnde Krankenhaus aufgestellt.

Miller hofft, dass er zum Saisonstart wieder an der Seitenlinie sitzen kann, um sein Team zu unterstützen. Im täglichen Geschäft will er sich aber zurücknehmen. General Manager Kevin O'Connor und Team-Präsident Randy Rigby sollen mehr Kompetenzen erhalten.

Lakers vor Einigung mit Sun Yue

Die Los Angeles Lakers stehen mit dem chinesischen Guard Sun Yue, der derzeit bei den Olympischen Spielen in China für sein Land im Einsatz ist, vor einer Einigung um eine Vertragsverlängerung.

Der Zweitrunden-Draft der vergangenen Saison konnte sich in Los Angeles bisher nicht durchsetzen, bekommt nun aber wohl eine neue Chance. Die Einigung wird sich aber noch etwas hinauszögern: "Die Verhandlungen können noch Wochen dauern, können aber auch schon Morgen perfekt sein, sagte der Chinese gegenüber "ESPN".

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