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Ron Artest wurde vor der Saison aus Sacramento zu den Rockets getradet © getty

Bei Houston fällt ein Superstar verletzt aus. Im Spiel gegen Utah Jazz springt der angeschlagene Ron Artest in die Bresche.

Von Maximilian von Harsdorf

München - Am Ende war es Tracy McGrady zu verdanken, dass Houston den Sieg gegen Utah einfahren konnte - und das, obwohl der Guard wegen Knieproblemen überhaupt nicht am Spiel teilnahm.

Doch wegen seiner Absage, beschloss ein Anderer noch kurzfristig einzuspringen: Der ebenfalls angeschlagene Ron Artest.

"Ich dachte es wäre gut, dieses Spiel auszusetzen, aber dann hat Mac nicht gespielt", lieferte dieser die Erklärung für seinen überraschenden Einsatz.

Starkes Finish dank Artest

Rückblickend können die Rockets froh sein, dass es so gekommen ist.

Die reguläre Spielzeit brachte keine Entscheidung und auch nach dem Ende der ersten Overtime im Toyota Center stand noch kein Sieger fest.

Dann kam Artests großer Auftritt: Der "Bad Boy" erzielte zehn seiner insgesamt 28 Punkte in der zweite Overtime, die Houston mit 19:14 für sich entschied und somit das Spiel mit 120:115 (56:43, 96:96, 101:101) gewann.

"Du denkst an das Team, du denkst ans Gewinnen und wie du dazu beitragen kannst. Das passiert, wenn ich sage: 'Ich spiele'", kommentierte er seine Leistung.

Großer Rückstand vergeben

Doch auch Artest hätte sich wohl kaum beschwert, wenn seine Energieleistung gar nicht erst nötig gewesen wäre.

Genau danach sah es noch zu Anfang des dritten Viertels aus, als die Rockets nach einem Dreier von Shane Battier mit 59:43 führten.

Doch die Utah Jazz, die erneut ohne ihre drei verletzten Topscorer Paul Millsap, Carlos Boozer und Mehmet Okur antreten mussten, gaben sich nicht auf. Durch einen 10:2-Lauf kamen sie knapp zwei Minuten vor Spielende auf 90:91 heran. 13 Sekunden vor der Schlusssirene glich Deron Williams zum 96:96 aus.

"Wir sind in der zweiten Halbzeit zurückgekommen, aber wir haben dann das Spiel doch nicht für uns entscheiden können", zeigte sich Andrei Kirilenko über Utahs 14. Saisonniederlage enttäuscht.

"Besser spät als nie"

Und auch die Rockets, für die Center Yao Ming 26 Punkte und elf Rebounds zum Sieg beitrug, waren wegen des Einbruchs in der zweiten Spielhälfte trotz des Sieges nicht gänzlich zufrieden:

"Ich hätte das ganze Spiel über attackieren sollen, anstatt auf die zweite Overtime zu warten", zeigte sich Artest, der beste Werfer der Begegnung, selbstkritisch. "Aber besser spät als nie."

So feierte Houston, nach zuletzt zwei Niederlagen in Cleveland und New Orleans, den 20. Saisonsieg (DATENCENTER: Ergebnisse Tabelle). Utah, das in Ronnie Brewer (23 Punkte) und Deron Williams (14 Punkte, elf Assists) seine besten Akteure hatte, rutscht durch die 14. Niederlage auf den neunten Platz in der Western Conference.

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