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Nur den Korb im Auge: Shaquille O'Neal war von Kevin Durant (r.) und Co. nicht aufzuhalten © getty

In Oklahoma City überholt O'Neal Dominique Wilkins in der ewigen Korbjägerliste. Doch Nashs Ausfall trübt die Freude der Suns.

Von Michael Spandern

München - Seit Weihnachten ist Shaquille O'Neal der Spieler mit den zweitmeisten verworfenen Freiwürfen aller Zeiten. Wenige Tage später hat er wieder einen erfreulicheren Meilenstein gesetzt.

"Shaq" fand beim 110:102 (60:55)-Sieg seiner Phoenix Suns bei den Oklahoma City Thunder sein altes, dominantes Ich wieder und hievte sich mit 28 Punkten an die neunte Stelle der ewigen Korbjäger-Liste der NBA.

Mit nun 26.691 Zählern hat der Center, der am Montag zudem zwölf Rebounds holte, Dominique Wilkins überholt. Der "Human Highlight Film", die längste Zeit bei den Atlanta Hawks unter Vertrag, hatte 26.668 Punkte geworfen.

Nash mit Rückenkrämpfen raus

Doch die Suns beklagen den Ausfall von Steve Nash: Der Regisseur spielte nur neun Minuten, bevor Rückenkrämpfe den zweimaligen MVP lahmlegten. Zudem geriet All-Star Amare Stoudemire früh in Foulprobleme.

"Danach wurde Shaq zeitweise unser Spielmacher und Scorer'", sagte Coach Terry Porter. "Wir haben den Ball einfach zu ihm geworfen und sind zur Seite gegangen."

O'Neal, in dieser Spielzeit wieder weitaus durchschlagskräftiger als in der vorigen, tat sich leicht, gegen das NBA-Schlusslicht zu seinem vierten Double-Double der Saison zu kommen.

"Gerade wegen der Freiwürfe?"

"Ich erzähle meinen Teamkollegen doch schon das ganze Jahr: 'Wenn ihr mir den Ball gebt und mich mein Zeug machen lasst, verbuche ich noch immer diese Zahlen'", sah sich "The Most Dominant Ever" bestätigt.

"Ich mache das doch meine gesamte Karriere hinweg, und ich denke, so sollte dieses Team spielen, gerade wenn man sieht, wie ich nun Freiwürfe werfe'', prahlte der Koloss, nachdem er von der Linie acht von zwölf Versuchen versenkte.

Die Thunder, die weiterhin auf den 2,13-Meter-Center Nenad Krstic (zuletzt Triumph Moskau) hoffen, hatten in Rookie Russell Westbrook (Karrierehöchstwert von 31 Punkten) und Jeff Green (22 Punkte) ihre besten Werfer.

Stoudemires Serie reißt

Doch in den ersten fünf Minuten des Schlussviertels blieb das aus Seattle umgezogene Team ohne Korberfolg und ließ den Gast von 92:87 auf 99:87 enteilen. "Wir hatten uns eine Siegchance erarbeitet, dann aber nicht mehr auf den Ball aufgepasst", sah Thunder-Coach Scott Brooks die acht Ballverluste im letzten Abschnitt als entscheidend an.

Die Suns dagegen verwandelten wie bei ihrem vorigen Gastspiel in Oklahoma einen zweistelligen Rückstand (13:23, 7. Min.) noch in einen Sieg.

Neben O'Neal trugen auch Jason Richardson (20 Punkte) und Matt Barnes (19) maßgeblich dazu bei. Stoudemire, der in den vergangenen elf Partien jeweils die 20-Punkte-Marke geknackt hatte, musste sich diesmal mit 14 begnügen. In der zweiten Hälfte spielte er nur sieben Minuten, bis er mit sechs Fouls vom Platz musste.

Nash ist sich nicht sicher, ob sein Rücken einen Einsatz beim Spiel in Memphis in der Nacht auf Silvester zulässt.

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