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Dirk Nowitzki holte gegen die Wolves neben 24 Punkten auch 13 Rebounds © getty

Gegen Minnesota liegt Dallas mit 29 Punkten zurück, ehe Terry den Turbo zündet. Nowitzki macht die nächste schmerzhafte Erfahrung.

Von Julian Meißner

München - Gerade noch einmal gut gegangen: Die Dallas Mavericks haben vor heimischem Publikum eine fast unglaubliche Aufholjagd hingelegt und eine peinliche Schlappe vermieden.

Das Team von Dirk Nowitzki, der nach seiner Sperre wieder eingreifen durfte, drehte einen 29-Punkte-Rückstand gegen die Minnesota Timberwolves mit einem historischen Kraftakt noch in einen Sieg um.

Matchwinner beim 107:100 war Guard Jason Terry, der 24 seiner 29 Punkte in der zweiten Hälfte erzielte.

Nowitzki, der sich bei einem Zusammenprall mit Minnesotas Craig Smith eine blutige Nase holte, kam auf 24 Zähler und war damit zweitbester Werfer auf Seiten Dallas'.

"Hässliche" Halbzeit

"Die erste Hälfte war einfach hässlich", analysierte "Dirkules": "Sie konnten machen was sie wollten, weil unsere Deckung so schwach war. Es hat uns eine Menge Energie gekostet, zurückzukommen."

Der deutsche Power Forward hatte nach einer Tätlichkeit im Spiel gegen die Utah Jazz zuletzt beim souveränen Sieg bei den L.A. Clippers zusehen müssen. (Souveräner Sieg ohne Dirk)

Feldverweis für Carlisle

Gegen Minnesota, das zweitschlechteste Team der Western Conference, lagen die Gastgeber nach dem ersten Viertel mit sieben, zur Halbzeit dann bereits mit 22 Punkten in Rückstand. (Alle Tabellen)

Zu allem Überfluss musste Mavericks-Coach Rick Carlisle auch noch vor der Pause seinen Arbeitsplatz an der Seitenlinie nach einem Disput mit dem Schiedsrichter räumen.

Casey gegen die Vergangenheit

Das Coaching übernahm fortan Assistenztrainer Dwane Casey, der einst die Timberwolves unter seinem Kommando hatte.

Für Carlisle war es der erste Feldverweis, seit er im Sommer Dallas übernommen hatte.

Historische Wende

Beim scheinbar aussichtslosen Stand von 41:70 Anfang des dritten Viertels starteten seine Mavericks dann die historische Aufholjagd - noch nie hatte Dallas einen solchen Rückstand gedreht.

Grundstein für die Wende war ein 22:2-Run. Mit Beginn des letzten Abschnitts drehte Terry dann richtig auf: Mit zwölf Zählern in dieser Phase war der Guard maßgeblich am Erfolg beteiligt.

Kidd mit 16 Vorlagen

Überragend auf Seiten der Texaner war auch Spielmacher Jason Kidd mit 14 Punkten, 16 Assists, 7 Rebounds und 4 Steals. "Alle waren heiß, zu spielen", meinte Kidd: "Das ist es, was man braucht, wenn man am Boden liegt."

Bei den Gästen war Center Al Jefferson mit 21 Punkten erfolgreichster Werfer.

Für die Mavericks geht es nun in der Nacht auf Samstag mit einem erneuten Heimspiel gegen die Philadelphia 76ers weiter. (Der Spielpan der Mavs)

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