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Andrew Bynum spielt seit 2005 für die Lakers und gewann bereits zwei Meisterschaften © getty

Der Center feiert nach abgesessener Sperre ein tolles Saisondebüt und erledigt Denver. Bryant hat eine Schallmauer vor Augen.

Von Eric Böhm

München/Los Angeles - Ein besseres Comeback hätten sie sich in der "Stadt der Engel" kaum wünschen können.

Andrew Bynum hat den Los Angeles Lakers bei seinem Saisondebüt zum dritten Sieg in Folge verholfen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Der Center war beim 92:89 (46:45) gegen die Denver Nuggets mit 29 Punkten, 13 Rebounds sowie zwei Blocks der herausragende Akteur auf dem Parkett.

"Ich hatte keine großen Erwartungen, aber mein Team hat mich sofort in die Offensive integriert. Ich wollte aggressiv sein. Das lief schon ganz gut", sagte der Matchwinner.

Bynum ringt nach Luft

Bynum war nach seinem rüden Foul gegen den damaligen Maverick J.J. Barea in den Playoffs 2011 zu vier Spielen Sperre verurteilt worden und konnte nur in den beiden Testspielen gegen die Los Angeles Clippers eingesetzt werden.

"Nach den ersten paar Minuten war ich völlig fertig. Es wird noch eine Weile dauern, bis ich in Topform bin", erklärte der Big Man, der im ersten Viertel gleich zehn Zähler markierte.

Denver bleibt gern gesehener Gast

Der 24-Jährige sorgte in der ausgeglichenen Partie knapp zwei Minuten vor dem Ende dann auch für die Vorentscheidung 499837(DIASHOW: Die Bilder der 1. Woche).

Zunächst blockte Bynum beim Stand von 89:89 einen Versuch von Denvers Nene, dann brachte er die Lakers auf der anderen Seite per Korbleger in Führung.

Die Nuggets hatten zwar noch einige Chancen, trafen aber nicht und konnten von den vergangenen 29 Auftritten bei den Lakers nur vier gewinnen.

"Wir sind alle froh, dass er wieder dabei ist. Speziell ohne Lamar (Odom, Anm. der Red.) brauchen wir diese Leistungen über die gesamte Saison", freute sich Kobe Bryant, dem der Verlust Odoms - er spielt inzwischen mit dirk Nowitzki in Dallas - offenbar immer noch zu schaffen macht.

Fisher im Dauereinsatz

Der mit Foulproblemen belastete Superstar unterstützte Bynum mit 17 Zählern, zehn Rebounds und neun Assists.

Point Guard Derek Fisher ermöglichte in seinem 500. Spiel in Folge den Sieg mit einem wichtigen Ballgewinn gegen Denvers Ty Lawson, kurz danach stellte Bryant den Ausgleich her.

"Es ist gut, dass ich dem Team mit der Aktion helfen konnte. Das Jubiläum interessiert mich eigentlich nicht", meinte D-Fish.

Zum NBA-Rekord ist es ohnehin noch ein weiter Weg. Ex-Laker A.C. Green brachte es einst auf 1.192 Partien. Seine Serie endete in der Saison 1999/2000.

Noch Sand im Getriebe

Die Lakers kommen nach ihren zwei Auftaktpleiten - schwächster Start seit 2002 - langsam in Fahrt.

Die miserable Dreierquote (zwei von 24) und 20 Ballverluste machen aber deutlich, dass noch viel Arbeit vor dem Ex-Meister liegt.

"Wir sind noch lange nicht auf dem Level, das wir uns vorstellen. Es liegt noch viel Arbeit vor uns", bestätigte Bryant, der noch sechs Punkte benötigt, um als sechster Spieler der NBA-Geschichte die Schallmauer von 28.000 Zählern zu durchbrechen.

Karl hadert

Die Nuggets haderten dagegen mit ihren einfachen Fehlen in der Endphase, schließlich führten sie fünfeinhalb Minuten vor der Schlusssirene noch mit fünf Zählern.

"Trotzdem hatten wir auch am Ende noch die Möglichkeit zum Sieg. Verpasste Layups, verpasste Freiwürfe, das kannst du dir nicht erlauben", kritisierte Cheftrainer George Karl.

Neben Ersatz-Forward Al Harrington (21 Punkte) überzeugte mit Abstrichen Center Nene (13 Zähler, acht Rebounds).

Gelegenheit zur Revanche gibt es im Übrigen schon in der Nacht. Dann steigt das Rematch (ab 2 Uhr LIVESCORES) in den Rocky Mountains.

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