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Russell Westbrook wurde 2011 erstmals zum All-Star Game eingeladen © getty

Durant hält sich zurück, aber Oklahoma City bleibt ungeschlagen. "Melo" trägt die Knicks. Coach "Pop" schafft einen Meilenstein.

Von Eric Böhm

München - Die Oklahoma City Thunder haben ihre Erfolgsserie fortgesetzt.

Der Vizemeister der Western Conference schlug die Phoenix Suns 107:97 (60:48) und bleibt auch nach fünf Spielen ungeschlagen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Aufbauspieler Russell Westbrook war mit 18 Punkten Topscorer der Thunder. Superstar Kevin Durant begnügte sich in 26 Minuten mit zwölf Zählern und sechs Rebounds.

"Das neue Jahr musst du doch mit einem Sieg einläuten. Hoffentlich können wir diesen Schwung mitnehmen", sagte Westbrook.

Cook im Dreier-Rausch

Die überforderten Gäste aus Arizona konnten nur zu Beginn effizienten Widerstand leisten.

Oklahomas Bankspieler Daequan Cook verwandelte im zweiten Viertel innerhalb von fünf Minuten vier Dreier und hatte damit entscheidenden Anteil am 22:6-Lauf, der den Gastgebern einen komfortablen 54:35-Vorsprung einbrachte.

Den Thunder gelang somit problemlos der beste Saisonstart seit 1998/1999. Damals trat der Klub noch als Seattle SuperSonics an, und die Saison war ebenfalls aufgrund eines Lockouts verkürzt.

Durant verfehlt Jordan-Rekord

Im letzten Viertel konnten die Gastgeber ihrer Starter komplett schonen. So verpasste es Durant, als erster Spieler seit Michael Jordan in den ersten fünf Begegnungen einer Spielzeit jeweils mehr als 30 Punkte zu sammeln.

Bei der beinharten Abwehrleistung - bisher kamen vier von fünf Kontrahenten nicht über eine Feldwurfquote von 40 Prozent - spielte das jedoch keine Rolle 499837(DIASHOW: Die Bilder der 1. Woche).

"Wir arbeiten sehr gut. Jeder hängt sich in der Verteidigung besonders rein und hilft den Kollegen", lobte der Schweizer Thabo Sefolosha (zwölf Zähler).

Gentry sauer

Für Phoenix - nur ein Sieg aus den ersten vier Spielen - markierte Rookie Markieff Morris 15 Punkte. Point Guard Steve Nash kam lediglich auf acht Zähler sowie sechs Assists und leistete sich drei Ballverluste.

"Wir kommen im Angriff nicht zum Zug. Uns fehlt einfach die Trainingszeit", kritisierte Suns-Coach Alvin Gentry die Mini-Vorbereitung.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

Sacramento Kings - New York Knicks

Die New York Knicks feierten beim 114:92 (56:42) in Sacramento ihren ersten Auswärtssieg der Saison.

Flügelspieler Carmelo Anthony war mit 23 Zählern bester Schütze der Gäste. Ex-Maverick Tyson Chandler steuerte 22 Punkte, sieben Rebounds und drei Blocks bei.

Trotz des kurzfristigen Ausfalls von Power Forward Amare Stoudemire (Knöchelverstauchung) hatten die Gäste nur wenig Mühe mit den Kings.

"Wir haben den Ball sehr gut laufen lassen. So können wir im Angriff sehr erfolgreich und gefährlich sein", bezog sich Guard Landry Fields auf die starken 26 Assists seines Teams.

Thornton mit schwacher Quote

Gegen die ausgeglichene Leistung der New Yorker - sechs Spieler punkteten zweistellig - fanden die Gastgeber kein Mittel.

Topscorer Marcus Thornton (14 Zähler) traf nur fünf seiner 13 Würfe und konnte die dritte Pleite in Folge nicht verhindern.

"Sie haben uns mit ihren Dreiern gleich kalt erwischt. Davon haben wir uns über das gesamte Spiel hinweg nicht erholt", analysierte Sacramentos Trainer Paul Westphal.

San Antonio Spurs - Utah Jazz

Die San Antonio Spurs bescherten Coach Gregg Popovich mit dem 104:89 (54:39) gegen die Utah Jazz den 800. Sieg seiner Karriere.

Von den aktiven Trainern liegen nur George Karl (1.038) und Minnesotas Rick Adelman (945) vor ihm.

"Diese Zahl zeigt, dass du eine lange Zeit in der NBA überlebt hast und viele gute Spieler und ein gutes Management hatest. Es sind eigentlich 800 Siege für uns alle", gab sich Coach "Pop" bescheiden.

Ginobili läuft heiß

Der Argentinier Manu Ginobili (23 Zähler) schwang sich mit fünf Dreiern zum Matchwinner auf. DeJuan Blair gelang mit 17 Punkten sowie zehn Rebounds ein Double-Double.

Nach einem 22:10-Zwischenspurt im zweiten Viertel war Utah praktisch schon geschlagen.

Bei den Jazz überzeugte lediglich Center Al Jefferson (21 Punkte, elf Rebounds). Die vier anderen Starter erreichten keine zweistellige Ausbeute.

"Es war keine gute Vorstellung. Wir haben Einsatz vermissen lassen und ihnen zu viele offene Würfe gestattet. Das ist enttäuschend", fasste Gäste-Trainer Tyrone Corbin zusammen.

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