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LeBron James wurde mit den USA 2008 in Peking Olympiasieger © getty

Miamis Startruppe feiert kein Silvester und verteidigt die weiße Weste. Paul rettet die Clippers. Kobe schreibt Geschichte.

Von Eric Böhm

München - Die Miami Heat bleiben aktuell das Maß der Dinge in der NBA.

Der Vizemeister überrollte im fünften Saisonspiel die Charlotte Bobcats mit 129:90 (65:37) und bleibt weiterhin ungeschlagen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Chris Bosh markierte 20 seiner 24 Punkte in der ersten Hälfte und sammelte zusätzlich zehn Rebounds. Dwyane Wade (22 Zähler) und LeBron James (16) konnten sich angesichts der frühzeitigen Führung zurückhalten.

"Alle Jungs haben Silvester sehr verantwortungsbewusst verbracht und hatten frische Beine. Dann ist so eine Leistung möglich", erklärte James die Explosion.

Offensive ist Trumpf

Nach dieser derben Abreibung dürfte bei den Gästen ein heftiger Kater zurückbleiben.

Am Ende stand für die Heat die beste Punktausbeute der jungen NBA-Saison und der dritthöchste Sieg der Teamgeschichte.

Im Hinspiel brauchte Miami noch einen Treffer in letzter Sekunde, um ungeschlagen zu bleiben, diesmal war die Messe schon nach einem Viertel gesungen.

"Wir wollten ein komplettes Spiel abliefern. Das ist uns gelungen. Wir ergänzen uns jetzt deutlich besser als in der vergangenen Saison", lobte Bosh.

Jubiläum für Wade

In der Tat spielt das Starensemble starken Teambasketball und hat mit dem erneut groß auftrumpfenden Rookie Norris Cole (16 Punkte) einen weiteren Playmaker gefunden.

Gegen Charlotte gab es mittlerweile seit sieben Spielen keine Schlappe mehr. Zudem wurde D-Wade zum 25. Spieler der NBA-Historie mit 14.000 Zählern 499837(DIASHOW: Die Bilder der 1. Woche).

Für die bedauernswerten Bobcats überzeugten lediglich D.J. White (21 Punkte) sowie Rookie Kemba Walker (17).

"Das war heute einfach nicht unser Tag. Wir konnten zu keinem Zeitpunkt dagegenhalten", bilanzierte Routinier Corey Maggette.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

Los Angeles Clippers - Portland Trail Blazers 93:88

Den Los Angeles Clippers gelang gegen die Portland Trail Blazers beim 93:88 (44:36) der erste Sieg im zweiten Heimspiel.

Dabei hätten die Kalifornier fast noch einen komfortablen Vorsprung im Schlussviertel verspielt, ehe Neuzugang Chris Paul (17 Punkte, sieben Assists) seinen Wert unterstrich.

Der Point Guard traf neun Sekunden vor Schluss selbst per Korbleger zum 92:88, gewann dann einen Sprungball gegen Jamal Crawford und klaute dem Blazers-Guard kurz darauf auch noch den Ball.

"Mir ist es sehr wichtig, am Ende das Spiel zu kontrollieren. In den letzten zwei, drei Minuten muss der Point Guard das Spiel managen. Das ist mein Job", meinte "CP3".

Griffin lobt Einsatz

Superstar Blake Griffin steuerte mit 20 Zählern und zehn Rebounds ein Double-Double bei. Ex-Maverick Caron Butler kommt nach seiner langen Verletzungspause immer besser in Fahrt und verbuchte 19 Punkte.

"Wir haben gekämpft, Steals gesammelt und uns auf der Jagd nach freien Bällen auf den Boden geschmissen. Diese Einstellung brauchen wir immer", jubelte Griffin.

Portland schaffte erstmals in dieser Saison keine 100 Punkte und kassierte trotz guter Leistung die erste Saisonniederlage.

Neuzugang Crawford (23 Zähler in 28 Minuten) war bis zu den beiden entscheidenden Fehlern gegen Paul der beste Blazers-Akteur.

Denver Nuggets - Los Angeles Lakers 99:90

Die Los Angeles Lakers verpassten den "Mini-Sweep" und verloren bei den Denver Nuggets 90:99 (36:47).

Einen Tag zuvor hattes es im heimischen Staples Center noch zu einem Erfolg gereicht (Bericht). Immerhin durchbrach Kobe Bryant als sechster Spieler die Schallmauer von 28.000 Punkten.

"Ich glaube, Müdigkeit hatte viel mit der Niederlage zu tun. Wir haben viele Fehler gemacht. Einige Würfe blieben zu kurz", analysierte Center Andrew Bynum.

Brown kritisiert Würfe

An seinem historischen Abend wirkte auch die "Black Mamba" ziemlich ausgelaugt. Bryant (16 Punkte) traf nur sechs seiner 28 Würfe aus dem Feld.

"Kobe versucht noch, seinen Wurf zu finden. Als Team nehmen wir zu viele Sprungwürfe. Wir müssen den Ball mehr in die Zone bringen", forderte der neue Cheftrainer Mike Brown.

Für Denver wurde Ty Lawson (17 Zähler, zehn Assists) in der umkämpften Partie mit seinem Layup zum 94:90 zum Matchwinner.

"Wir haben speziell gegen Kobe gut verteidigt. Unsere Kraftreserven haben den Ausschlag gegeben. Nach dem Rückschlag gestern war diese Reaktion wichtig", sagte der Spielmacher.

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