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Dirk Nowitzki (l.) wurde im Juni als zweiter Europäer zum MVP der Finals ernannt © getty

Der Superstar führt Dallas zur besten Saisonleistung und fügt den Thunder die erste Pleite zu. Cuban motzt gegen die Liga.

Von Eric Böhm

München/Dallas - Die Dallas Mavericks können es also doch noch.

Der amtierende Meister meldete sich nach schwachem Saisonstart beim 100:87 (54:47) gegen Oklahoma City eindrucksvoll zurück und fügte den Thunder die erste Niederlage zu (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Superstar Dirk Nowitzki markierte zehn seiner 26 Punkte im dritten Viertel und verhalf den Mavericks damit zu einem komfortablen 78:65-Vorsprung, den sein Team souverän nach Hause brachte.

"Dieses Team wird sich von Monat zu Monat steigern. Im März und April sollten wir richtig gut sein, trotzdem müssen wir natürlich jetzt schon Wege finden, um zu siegen", erklärte Nowitzki im Anschluss.

Nowitzki kommt in Schwung

Deutschlands Sportler des Jahres erinnerte mit seiner starken Leistung an die Playoffs 2011 als Dallas die Thunder in den Finals der Western Conference ausschaltete.

Er traf neun seiner elf Würfe aus dem Zwei-Punkte-Bereich und sammelte zudem sechs Rebounds 502050(DIASHOW: Die 2. Woche der NBA).

"Ich muss genau wie alle anderen weiter an mir arbeiten. Langsam komme ich auch konditionell besser in Fahrt, die Beine werden immer stärker", meinte der MVP von 2007.

Haudegen trumpfen auf

Unterstützt wurde er von Shawn Marion (17 Zähler) sowie den starken Reservisten Jason Terry (15) und Vince Carter (14).

Die zuletzt viel kritisierten Veteranen zeigten in ihrem vierten Auftritt in fünf Tagen gerade gegen die junge Truppe aus Oklahoma City eine starke Reaktion.

"Dieses Team hat viel Potenzial. Wir haben viele erfahrene Scorer, die wissen, wie man erfolgreich spielt. Wir können für jeden Gegner sehr gefährlich sein", analysierte Nowitzki.

Carlisle noch skeptisch

Auch in der Abwehr zeigten sich die Texaner bei ihrem erst zweiten Sieg im sechsten Saisonspiel stark verbessert.

Abgesehen von ihren Topleuten Kevin Durant (27 Punkte), Russell Westbrook - er benötigte für seine 18 Zähler aber 20 Versuche aus dem Feld - und James Harden (16) erzielten die Thunder mickrige 26 Punkte.

"Wir erarbeiten uns etwas Momentum. Das war aber auch in der letzten Woche so - bis zum Patzer in Minnesota", bezog sich Coach Rick Carlisle auf die Pleite bei den Timberwolves (Bericht).

Durant gibt sich die Schuld

Diesmal ließen sich die Mavs von einem schwachen Start - sie verfehlten neun ihrer ersten elf Würfe - nicht aus der Ruhe bringen 499837(DIASHOW: Die Bilder der 1. Woche).

Die Thunder konnten sich nicht absetzen und wirkten speziell in der zweiten Hälfte deutlich müder. Im dritten Viertel gelangen ihnen ganz 18 Pünktchen.

"Wir hatten heute kaum Energie. Ich weiß nicht woran es lag. Jeder orientiert sich an mir, alos muss ich besser starten", übte Durant Selbstkritik.

"Nicht das Ende der Welt"

Sein Coach war da deutlich nachsichtiger.

"Im sechsten Spiel erstmals zu verlieren, ist nicht das Ende der Welt. Sie haben deutlich besser gespielt als wir. Das muss man akzeptieren", bilanzierte Scott Brooks.

Meilenstein für Nowitzki

Während Oklahoma gegen Portland (ab 2 Uhr LIVESCORES) gleich Gelegenheit zur Wiedergutmachung hat, freuen sich die Mavericks auf einen seltenen freien Tag.

"Du musst dir die Kräfte in dieser kurzen Saison sehr gut einteilen. Da ist jeder spielfreie Tag besonders wichtig", erklärte Aufbauspieler Jason Kidd, der ohne Punkt blieb, aber auch nur einen Wurf nahm.

Nowitzki wurde nebenbei noch zum 31. Spieler der NBA-Geschichte mit 8000 Körben. Von den aktiven Spielern liegen nur Kobe Bryant, Kevin Garnett und Tim Duncan vor ihm.

Cuban teilt wieder aus

Derweil brachte den neuerdings sehr zurückhaltenden Eigentümer Mark Cuban die NBA auf die Palme.

Seine Mannschaft wird in der nächsten Woche zum traditionellen Besuch des Meisters beim Präsidenten aufbrechen.

Dass Dallas diesen Besuch nicht mit einem Auswärtsspiel bei den Wizards verbinden kann, erzürnt den Boss. Aufgrund der verkürzten Saison treffen die Teams nur einmal in Dallas aufeinander.

"Wie kann man so dämlich sein? Du musst mit der Software zur Erstellung des Spielplans bei Washington gegen Dallas nur 'ja' anklicken", echauffierte sich Cuban.

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