vergrößernverkleinern
Im Derby gegen die New Jersey Nets kam Marbury im Oktober zuletzt zum Einsatz © getty

Die Celtics wollen offenbar Stephon Marbury verpflichten. Der Unruhestifter ist derzeit teuerster "Bankdrücker" der Knicks.

Von Liane Killmann

München - "Bad Boy" Stephon Marbury ist bei den Boston Celtics im Gespräch.

Nach einem Bericht von "ESPN" sind sowohl der Ex-All-Star als auch der NBA-Champion an der Verpflichtung interessiert.

In Boston würde der Guard auf Kevin Garnett treffen, mit dem er bereits bei den Minnesota Timberwolves spielte.

Und die Signale für den Trade werden stärker: "Es wird geschehen", wird eine nicht näher benannte, angeblich gut informierte, Quelle im Umfeld der Celtics zitiert.

Nächster Star für Celtics?

Boston trifft am Sonntag in New York auf die Knicks. Der Meister hatte zuletzt in Portland die dritte Niederlage aus den letzten vier Spielen kassiert.

Erst an Weihnachten hatten die L.A. Lakers Bostons Rekordserie von 19 Siegen in Folge beendet.

Jetzt könnte nach dem Top-Trio Garnett, Paul Pierce und Ray Allen der nächste Star nach Boston kommen.

Millionenvertrag steht im Weg

Doch dazu müsste der 21-Millionen-Dollar-Vertrag Marburys mit den Knicks erst einmal zur Auflösung gebracht werden. In den letzten Wochen waren sämtliche Gespräche in dieser Angelegenheit gescheitert.

Bislang hatte sich Marbury geweigert, auch nur auf eine Million seines Jahresgehalts zu verzichten. Die Knicks verlangen allerdings, "Starbury" solle drei der 21 Millionen aufgeben, dann könne er sich seinen nächsten Verein aussuchen.

Schon in der Saisonvorbereitung hatte Knicks-Coach Mike D'Antoni deutlich gemacht, weiter ohne "Troublemaker" Marbury zu planen (Die Besten der Besten) .

"All mein Geld"

Zu diesem Zeitpunkt hatte der 31-Jährige Verhandlungen über einen Wechsel noch strikt abgelehnt und stattdessen den Klub aufgefordert, ihm "all sein Geld" zu geben.

Marbury war in dieser Saison bereits mit den Mavericks in Verbindung gebracht worden. Ein Gespräch mit Dallas-Manager Donnie Nelson war jedoch ohne Ergebnis geblieben.

Das ist keine große Überraschung: Der Ex-All-Star ist der teuerste Spieler im Kader der Knicks. Doch sein Marktwert sinkt mit jedem Tag.

Teuerer Bankdrücker

Schon fast ein Jahr sitzt Marbury in New York auf der Bank.

Im Dezember hatte der Verein dem Profi sogar Geld geboten, um den 21-Millionen-Dollar-Vertrag aufzulösen, doch Marbury brach die Verhandlungen mit Knicks-Präsident Donnie Walsh nach 15 Minuten ab.

Zuletzt mehrten sich Stimmen, der Klub verzögere eine Vertragsauflösung absichtlich, um Marburys Auflaufen bei einem Konkurrenten in der Atlantic Division zu verhindern.

Dort belegen die Knicks momentan nur Rang vier, während Boston die Tabelle deutlich anführt.

Marbury ein Arbeitsverweigerer?

Die Knickerbockers werfen dem zweimaligen All-Star unter anderem vor, sich einer Einwechselung im Spiel gegen die Detroit Pistons Ende November widersetzt zu haben. Sie sperrten Marbury für zwei Spiele und wiesen den Guard an, sich vom Team fernzuhalten.

Marbury hatte in der "New York Post" den Vorgang abgestritten: "Ich habe dem Coach nie gesagt, ich würde nicht spielen. Das wäre ja Ungehorsamkeit."

Bislang haben sich die Vereine nicht gerade um den Unruhestifter gerissen. Bostons Team-Hierarchie um den zehnfachen All-Star Garnett scheint aber gefestigt genug, um "Starbury" zu verkraften.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel