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Dirk Nowitzki erzielte 16 seiner 31 Punkte gegen Philadelphia im Schlussviertel © getty

Gegen Philadelphia gelingt den Mavericks erneut eine spektakuläre Aufholjagd. Ein Fan rüttelt das Team zur Halbzeit wach.

Von Julian Ignatowitsch

München - Nichts für schwache Nerven: Die Dallas Mavericks lagen gegen die Philadelphia 76ers erneut lange in Rückstand, bevor sie in einem furiosen Schlussspurt das Spiel doch noch mit 96:86 für sich entschieden.

Wer hätte das zu Saisonbeginn gedacht? Die Mavs als Meister des späten Comebacks.

Gaben die Texaner vor nicht allzu langer Zeit noch viel zu häufig eine Führung in den Schlussminuten aus der Hand, haben sie den Spieß mittlerweile einfach umgedreht.

Nowitzki führt Mavs an

Drei Tage nachdem Dallas gegen Minnesota (Dallas' irre Aufholjagd) einen 29-Punkte-Rückstand in einen Sieg drehte, was ihnen in ihrer Klubgeschichte noch nie gelungen war, kam das Team aus Texas auch in der Nacht auf Samstag gerade noch rechtzeitig zurück, um den 20. Saisonsieg zu feiern.

Angeführt von Dirk Nowitzki, der 16 seiner 31 Punkte (zum Sport1.de-Nowitzki-Watch) im Schlussviertel erzielte, machten die Mavericks zumindest in den letzten zwölf Minuten Ernst.

"Lange Zeit hat uns die Energie gefehlt", analysierte Nowitzki: "Aber es ist ja noch mal gut gegangen. Jeden Abend kannst du so einen Spielverlauf aber nicht hinlegen."

Fan: "Jet, was ist los?"

Schon zur Halbzeit lagen die Mavericks mit 40:44 in Rückstand, ehe sie zu Beginn des dritten Viertels völlig den Faden verloren und sich plötzlich einem Spielstand von 42:54 gegenüber sahen.

"Ich habe einen Fan hinter mir sagen hören: 'Jet, was ist los? Wir bauen auf dich'", erzählte Jason Terry (21 Zähler), der in der ersten Hälfte nur einen seiner neun Würfe traf.

"Ich weiß nicht, was es war. Aber plötzlich lief es dann", so Terry.

Entscheidender Lauf

Dallas kam bis zum Ende des dritten Viertels auf zwei Punkte heran. Fünf Minuten vor Schluss stand es 78:78, als die Gastgeber den spielentscheidenden Lauf starteten.

Zwei Punkte von Terry, ein Spielzug für drei Punkte von Nowitzki und ein weiterer Korb von Terry sorgten für die Vorentscheidung.

"Wir haben hinten nicht mehr konsequent verteidigt und vorne leichte Würfe vergeben", ärgerte sich 76ers-Coach Tony DiLeo.

Zwei Plätze nach vorne

Das Schlussviertel ging mit 32:20 an die Mavericks, die damit den sechsten Sieg in den vergangenen sieben Spielen verbuchten.

"Trotzdem müssen wir in Zukunft mit mehr Schwung beginnen", mahnte Nowitzki: "So ist das ein Tanz auf der Rasierklinge - das brauche ich nicht jeden Abend."

Durch den Erfolg verbessert sich Dallas in der Western Conference (DATENCENTER: Alle Ergebnisse) um zwei Plätze und liegt nun auf Rang fünf.

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