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Verzweiflung bei Houstons Yao Ming: Sein Team verliert unglücklich in Atlanta © getty

Während Dallas spielfrei hat, fehlt den direkten Rivalen das Glück. Heimlicher Gewinner sind damit Dirk Nowitzki und Co..

Von Julian Ignatowitsch

München - Nicht gespielt und trotzdem gepunktet. Auch wenn die Dallas Mavericks in der Nacht auf Sonntag spielfrei hatten, erscheinen sie beim Blick auf die anderen Ergebnisse als der heimliche Gewinner.

Denn zwei direkte Konkurrenten der Mavs mussten unglückliche Niederlagen hinnehmen.

Die Houston Rockets verloren bei den Atlanta Hawks mit 100:103. Die New Orleans Hornets unterlagen bei den Denver Nuggets mit 100:105.

Bei beiden Partien fiel die Entscheidung erst in der Schlussminute.

Bibbys Buzzer-Beater

In Atlanta war sogar ein Buzzer-Beater von Mike Bibby ausschlaggebend.

"Wir haben alles gegeben, hart gekämpft", stellte Rockets-Coach Rick Adelman fest. "Dass es am Ende nicht gereicht hat, ist umso ärgerlicher. Ich fühle mit meinen Spieler."

Die verletzungsgebeutelten Rockets mussten einmal mehr ohne ihre beiden Sorgenkinder Tracy McGrady (Knie) und Ron Artest (Sprunggelenk) antreten. Auch wenn die Ersatzspieler die prominenten Ausfälle gut vertraten - alle Spieler in der Starting Five punkteten zweistellig - reichte es schließlich nicht.

Genugtuung bei den Hawks

Genugtuung empfanden dagegen die Hawks, die in der Nacht zuvor beim Spiel bei den New Jersey Nets selbst noch Opfer eines Last-Minute-Treffers des Gegners geworden waren.

"Es gleicht sich eben doch aus", meinte Trainer Mike Woodson. Josh Smith war mit 29 Punkten bester Schütze der Gastgeber.

Während Atlanta im Osten Rang vier belegt, rutscht Houston im Westen auf Platz acht ab und verliert Boden auf Division-Konkurrent Dallas.

Abstand der Hornets schmilzt

Vor Dirk Nowitzki und seinen Mavericks rangieren zwar weiterhin die New Orleans Hornets. Doch der Abstand schmilzt.

Bei der Niederlage in Denver fehlte den Hornets in der Schlussphase die letzte Konsequenz.

Das Team um Chris Paul, der mit 30 Punkten und elf Assists überzeugte, holte erst einen 26-Punkte-Rückstand auf, geriet dann aber doch wieder in Rückstand.

Matchwinner Anthony

"Wir haben gekämpft, aber ein moralischer Sieg zählt letztendlich nichts", ärgerte sich Paul.

Zum Matchwinner für die Nuggets avancierte Carmelo Anthony, der 22 Zähler verbuchte und mit einem ganz wichtigen Korb 56 Sekunden vor Schluss die Aufholjagd der Gäste stoppte.

"Ein weiterer Tag im Büro - mit dem besseren Ende für uns", flachste Anthony. "Meinetwegen kann das immer so laufen."

Spurs profitieren

Von den Pleiten der Rockets und der Hornets profitierten auch die San Antonio Spurs.

Die Texaner siegten gegen die Philadelphia 76ers mit 108:106 und behaupteten die Spitzenposition in der Southwest Division.

Der Franzose Tony Parker traf dabei in letzter Sekunde zum Sieg.

Situation im Westen eng

Die Tabellensituation in der Western Conference bleibt damit äußerst eng.

Zwischen den zweitplatzierten Spurs (22:11) und den Utah Jazz (19:15) auf Platz neun liegen nur wenige Siege.

Da darf man sich schon mal über die Niederlage der Konkurrenten freuen, oder Dallas?

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