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Einer von vier Blocks: Dwyane Wade (l.) gegen Brook Lopez © getty

Gegen New Jersey entfacht der MVP-Kandidat ein regelrechtes Feuerwerk und führt Miami zum Sieg. Seine Kollegen scherzen.

Von Julian Ignatowitsch

München - Wie ein außer Kontrolle geratener Brand wütete Dwyane Wade über den Court - holte Rebounds, stopfte Dunks und blockte Würfe des Gegners.

Beim 101:96-Overtime-Sieg seiner Miami Heat gegen die New Jersey Nets entfachte er eine regelrechte Hitzewelle und führte sein Team quasi im Alleingang zum Sieg..

Wade erzielte 29 Punkte, acht Rebounds und vier Blocks, gab dazu sechs Assists und holte drei Steals.

Darüber hinaus sorgte er dafür, dass die Heat einen 16-Punkte-Rückstand doch noch in einen Sieg nach Verlängerung ummünzten.

Heißer Anwärter auf den MVP-Titel

"Er ist einfach unglaublich, mehr noch fantastisch", erkante Gegenspieler Keyon Dooling neidlos an. "Er hat seine ganze Dominanz demonstriert."

In dieser Form ist Wade ohne Zweifel ein heißer Anwärter auf den MVP-Titel.

Besonders beeindruckend stellte er an diesem Abend seine Blocking-Qualitäten unter Beweis: Gleich zweimal düpierte er den rund 20 Zenitmeter größeren Rookie Brook Lopez bei dessen Dunking-Versuchen. Zudem brachte er Vince Carter (20 Zähler) bei dessen Distanzwürfen zum Verzweifeln.

"Wade ist ihr Alptraum"

"Lopez wird heute Abend von Wade träumen", prophezeite Yakhouba Diawara, der 19 Zähler beisteuerte, lachend: "Er ist ihr Alptraum."

Auch Heat-Coach Erik Spoelstra scherzte nach dem Spiel entspannt: "Unser Plan war ganz einfach. Dwyane sollte vorne die Körbe machen und hinten alles blocken. Seine Aufgabe war es einfach den ganzen Platz abzudecken. Und kaum zu glauben - er hat es geschafft!"

Harris fehlt verletzungsbedingt

Bei den Nets fehlte Top-Scorer Devin Harris verletzungsbedingt. Keyon Dooling vertrat den Spielmacher mit 23 Punkten und sieben Assists aber gut.

"Insgesamt haben wir zu viele Möglichkeiten ausgelassen", ärgerte sich Nets-Trainer Lawrence Frank. "Ich hoffe, die Mannschaft hat aus diesem Spiel gelernt."

Miami (18:14) festigt durch den Erfolg Rang sechs in der Eastern Conference und liegt dank Wade voll auf Playoff-Kurs. New Jersey (16:18) rangiert einen Platz dahinter.

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