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Kämpfen um jeden Zentimeter: Bostons E'Twaun Moore (r.) und Kyrie Irving © getty

Wieder blasen die Celtics gegen die "Cavs" einen riesen Vorsprung in den Wind. Garnett bleibt cool. Knicks und Lakers siegen klar.

Von Björn Seitner

München - Die Boston Celtics sind noch einmal mit dem Schrecken davongekommen.

Nach der 87:88-Heimpleite gegen die Cleveland Cavaliers zwei Tage zuvor, musste das Team von Coach Doc Rivers im direkten Rematch erneut bis zum Schluss zittern, brachte diesmal aber einen 22-Punkte-Vorsprung ins Ziel und gewann mit 93:90 (51:39).

Dennoch machten es die "Cavs" erneut spannend und kämpften sich in der Schlussphase bis auf zwei Zähler ran - was Ray Allen gar nicht glücklich stimmte:

"Ich hasse es! Wir haben gewonnen, aber ich sehe das als Niederlage an. Ich will, dass wir wieder alle vier Viertel gut spielen."

Schreckgespenst Irving

Am Montag konnten die Celtics eine Elf-Punkte-Führung 4:25 Minuten vor Schluss nicht über die Zeit retten.

Diesmal waren es zu Beginn des letzten Spielabschnitts sogar 18 Zähler, die die Cavaliers beinahe aufgeholt hätten (513398DIASHOW: Die 6. Woche der NBA).

Mit 32:17 entschied Cleveland das letzte Viertel für sich. 77 Sekunden vor Ende der Partie kam das Team durch einen Korbleger von Kyrie Irving auf zwei Zähler heran.

Schon im ersten Duell war der Rookie (ingesamt 21 Punkte) das Schreckgespenst, das zwei Sekunden vor Schluss die entscheidenden Punkte zum Sieg verwertete.

Garnett mit der Entscheidung

Boston-Forward Kevin Garnett behielt diesmal jedoch die Nerven und traf einen Sprungwurf aus der Drehung, der noch vom Ring ans Brett abprallte, dann aber doch durchs Netz fiel.

"Ich habe mit meinen Würfen ein bisschen gerungen", sagte der 35-jährige Routinier, der insgesamt 13 Punkte verbuchen konnte: "Aber den entscheidenden habe ich getroffen." (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Da diesmal die Cavaliers das Nervenflattern bekamen und in der letzten Spielminute zwei Versuche durch Irving und Anderson Varejao nicht trafen, konnte Paul Pierce von der Freiwurflinie den zehnten Saisonsieg eintüten.

Bester Mann der "Cavs" war Anderson Varejao, der ein Double-Double aus 20 Punkten und 20 Rebounds verbuchte. (SERVICE: Die Tagesbesten)

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

New York Knicks - Detroit Pistons 113:86

Bei der Rückkehr von Carmelo Anthony haben die New York Knicks ihre Serie von drei Niederlagen in Folge beendet.

Im Madison Square Garden gewann das Team von Coach Mike D'Antoni deutlich mit 113:86 (57:45) gegen die Detroit Pistons.

Anthony kehrte nach sechs Tagen Pause zurück auf das Parkett, erzielte 25 Punkte und gab sechs Assists.

"Ich fühlte mich richtig frisch", erklärte "Melo": "Die Auszeit hat mir gut getan. Meine Explosivität ist wieder da."

Beste Trefferquote der Saison

Das starke Comeback beflügelte auch Anthonys Teamkollegen. Insgesamt trafen die Knicks so gut wie noch nie in dieser Saison:

42 von 70 Versuchen landeten im Korb. Bisher kam das Team nie über eine Trefferquote von 50 Prozent - im Durchschnitt trafen die Knicks sogar nur 41,4 Prozent und standen bis dato auf dem vorletzten Platz in dieser Statistik.

"Viel davon ist auf Melo zurückzuführen. Er zieht viel Aufmerksamkeit auf sich und macht es für die anderen dadurch einfacher", analysierte D'Antoni.

Auch Landry Fields (18 Punkte), Tyson Chandler (17) und Amare Stoudemire (15) zeigten eine starke Leistung.

Detroit-Coach schämt sich

Bei den Pistons, für die es die sechste Pleite in Folge war, erzielte Jonas Jerebko mit 15 Zählern von der Bank die meisten Punkte.

"Wir schämen uns alle dafür, dass es nicht besser läuft. Wir müssen uns alle an der Nase packe und darüber nachdenken, wie wir uns verbessern können", sagte Detroits Coach Lawrence Frank.

Los Angeles Lakers - Charlotte Bobcats 106:73

Die Los Angeles Lakers hatten mit den Charlotte Bobcats ebenso wenig Probleme und gewannen ihre Partie im Staples Center mit 106:73 (60:36).

Andrew Bynum (20) und Kobe Bryant (24 Zähler) waren erneut die entscheidenden Faktoren bei Los Angeles, auch wenn der Superstar die Reservisten hervorhob:

"Sie haben sehr gut gespielt. Sie müssen das Spiel machen, denn wenn sie das nicht tun, müssen Andrew, Pau und ich früh zurückkommen", so Bryant, der sich durch die Pausenführung von 24 Punkten früh ausruhen konnte und insgesamt nur 28 Minuten auf dem Parkett stand.

Mit Troy Murphy (12 Punkte), Andrew Goudelock (12) und Matt Barnes (10) trafen drei Spieler von der Bank zweistellig.

Bryant gespannt auf Auswärtsspiele

"Wir müssen einfach unseren Job machen", erklärte Bryant zu den Auswärtsspielen die sein Team nun vor der Brust hat.

Vor eigenem Publikum zeigen die Lakers mit elf Siegen bei zwei Niederlagen kaum Schwächen - in der Fremde sieht es mit zwei Siegen und sieben Pleiten dagegen weniger gut aus.

Bei den Bobcats, für die es erst die vierte Pleite der letzten zwölf Partien gegen Los Angeles war, traf Gerald Henderson am besten (14 Punkte).

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