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Brandon Jennings (r.) ist einen Handgriff schneller als Mario Chalmers © getty

James stellt im ersten viertel eine Saison-Bestmarke auf, Jennings bringt Milwaukee jedoch zurück. Die Bulls unterliegen den 76ers.

Von Björn Seitner

München - Trotz der Saison-Bestleistung von LeBron James mussten die Miami Heat gegen die Milwaukee Bucks schon zum zweiten Mal in dieser Saison eine Niederlage einstecken.

Beim 97:105 (60:47) fingen die Heat sensationell an und erzielten 40 Punkte im ersten Viertel. Alleine James kam auf 24 Punkte, was vor ihm in einem Viertel in dieser Spielzeit noch niemand schaffte.

"In der ersten Halbzeit dachte ich, er macht heute 60 Punkte oder sowas", sagte Brandon Jennings über "King James", mit dem er sich ein persönliches Duell lieferte:

"LeBron und ich haben uns angeschaut. Ich sagte: '40?' - er sagte: 'Du hast immerhin 31.'" (513398DIASHOW: Die 6. Woche der NBA)

Jennings cool von der Dreier-Linie

Obwohl Milwaukees Point Guard neun Zähler weniger erzielte, wurde Jennings in der Schlussphase zum Matchwinner (SERVICE: Die Tagesbesten).

Mit einem Dreier sorgte er bei noch 6:40 Minuten auf der Uhr für den 90:82-Vorsprung, nachdem die Bucks die Partie gedreht hatten.

Dwyane Wade, der an diesem Abend auf 23 Punkte kam, vergab im Anschluss einen Korbleger - Jennings konterte per Dreier.

James setzte einen Sprungwurf daneben - Jennings traf den Dreier.

Den 82:98-Rückstand konnten die Heat schließlich nicht mehr aufholen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

"King James" zeigt Respekt

"Man muss dem Gegner Respekt zollen, wenn es angebracht ist", gab sich James einsichtig: "Sie haben mit einigen guten Würfen zurück ins Spiel gefunden. Wir haben so lange wie möglich dagegengehalten."

Zuvor sah es noch ganz nach Miamis 17. Saisonsieg aus: Mit 13 Punkten Vorsprung ging das Team von Coach Eric Spoelstra ins dritte Viertel.

"Wir haben guten Basketball gespielt", erklärte Spoelstra, analysierte aber auch das Problem der sechsten Niederlage: "Uns fehlt die Konstanz. In dieser Liga kann es ganz schnell in die andere Richtung gehen. Es gibt noch einiges für uns zu tun."

Häme von den Bucks-Anhängern

Die Glamourtruppe der Heat, bei der Chris Bosh nur auf neun Punkte kam, zog sich kurz vor Schluss auch noch die Häme des Publikums zu.

Als die Partie entschieden war, riefen die Bucks-Fans den Gästen nur noch ein Wort entgegen: "Überbewertet!"

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

Philadelphia 76ers - Chicago Bulls 98:82

Die Philadelphia 76ers haben die Bulls deutlich mit 98:82 (49:44) besiegt und liegen bei zwei Spielen weniger hinter Chicago im Osten auf Rang zwei.

Entscheidend für den 16. Saisonsieg der 76ers waren dabei zwei Faktoren: Die Defensive und die starken Bankspieler.

Thaddeus Young (19 Punkte), Lavoy Allen (15) und Lou Williams (14) spielten groß auf. Von den Startern punkteten Jrue Holiday (17) und Andre Iguodala (19) zweistellig.

Starke 76ers-Defensive

In der Verteidigung gewann "Philly" das Duell an den Brettern mit 43:37. Iguodala holte neun Rebounds, Elton Brand acht.

Vor allem setzten die 76ers ihre Gegenspieler früh unter Druck. Joakim Noah traf keinen seiner 3 Versuche (2 Punkte), Carlos Boozer nur 4 von 11 (9) und auch Derrick Rose - der MVP von 2011 kam auf 18 Punkte - nur 8 von 17 aus dem Feld.

"Sie sind ein sehr gutes Team", musste sich "D-Rose" eingestehen.

Lob für Iguodala

Im dritten Spielabschnitt kamen die Bulls nur auf elf Zähler, während alleine Iguodala neun Punkte verbuchen konnte.

"Wenn er diese großartigen Zwischenspurts einlegt, ist er für uns nicht zu ersetzen", lobte Philadelphias Coach seinen Small Forward.

Der Höhenflug der 76ers geht weiter, auch wenn Iguodala bemängelt, dass sein Team noch nicht den Respekt der Liga bekäme, den es verdient hätte.

Portland Trail Blazers - Charlotte Bobcats 112:68

Die Charlotte Bobcats mussten beim 68:112 (35:61) bei den Portland Trail Blazers die höchste Niederlage ihrer Klub-Geschichte einstecken.

Die Pleite toppte sogar die 80:120-Niederlage gegen die Denver Nuggets am 2. März 2011.

"Wir sind jetzt an einem Punkt, wo das alles nur noch peinlich ist", sagte der enttäuschte Gerald Henderson, der mit 16 Punkten noch bester Bobcat war, die Partie im dritten Viertel aber mit einer Oberschenkelverletzung beenden musste:

"Ich liebe dieses Spiel, aber im Moment würde ich am liebsten alles hinschmeißen. Es ist nur noch eine Sache der Ehre."

Starkes Blazers-Trio

Charlotte traf lediglich 26 von 80 Würfen aus dem Feld. Es war die zehnte Pleite in Serie und schon die insgesamt 20. bei nur drei Siegen.

Die Blazers feierten dagegen ihren zehnten Heimsieg bei nur einer Niederlage - vor allem dank eines starken Trios:

Jamal Crawford erzielte 24 Punkte, Gerald Wallace 23, LaMarcus Aldridge 22.

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