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Serge Ibaka (oben) blockte die Mavericks insgesamt zehn Mal © getty

Der Meister erwischt gegen Oklahoma City einen schwarzen Tag, Nowitzki geht unter. Mavs-Coach Carlisle sorgt für einen Eklat.

Von Björn Seitner

München/Dallas - Die insgesamt neunte Pleite, ein Aufreger um Rick Carlisle und ein Rückschlag für Dirk Nowitzki.

Nach zuletzt neun Siegen in zehn Spielen im American Airlines Center unterlagen die angeschlagenen Dallas Mavericks, bei denen Brendan Haywood (Rückenprobleme), Jason Kidd (Wade) und Lamar Odom (Erkältung) fehlten, den Oklahoma City Thunder mit 86:95 (52:49).

Von Dallas' Startern punktete nur Shawn Marion zweistellig (12 Zähler). Nowitzki ging in der dritten Partie nach seiner Verletzungspause mit acht Punkten und nur zwei von 15 Treffern aus dem Feld völlig unter.

"Wir haben endlich herausgefunden, dass er ein menschliches Wesen ist", sagte Oklahomas Trainer Scott Brooks, überrascht von der dürftigen Darbietung des nach seiner Spielpause sichtlich strauchelnden deutschen Basketballstars.

"Bedauernswerte Situation"

Dallas' Coach Carlisle war gut zehn Minuten vor Schluss so sauer, dass er die Nerven verlor und nach einem Dunk von Russell Westbrook den Spielball mit dem Fuß ins Publikum kickte.

Sein Schuss traf eine Frau unvorbereitet am Hinterkopf. Carlisle entschuldigte sich sofort, wurde mit zwei technischen Fouls in nur zwei Minuten dafür aber trotzdem in die Kabine geschickt.

"Das kann passieren, auch wenn ich den Ball nicht in die Zuschauerränge hauen wollte", rechtfertigte sich der 52-Jährige: "Ich wollte ihn eigentlich zum Schiedsrichter schießen - eine unglückliche Situation."

Carlisles Ausraster war der Höhepunkt eines schwarzen Tages für die Texaner (513398DIASHOW: Die 6. Woche der NBA).

Unterirdische Trefferquote

Dabei begann der Meister stark und ging mit einer Drei-Punkte-Führung in die Halbzeitpause.

Wie ausgewechselt kamen die Mavs wieder auf das Parkett - allerdings im negativen Sinne. In den zweiten 24 Minuten traf Dallas nur unterirdische acht von 38 Würfen aus dem Feld.

Nowitzki hat weiter Probleme

Insgesamt konnte das Team zudem nur vier von 19 Dreiern verbuchen. Die Hälfte davon ging auf das Konto von Jason Terry, der mit 25 Punkten als einziger Maverick auf normalem Level spielte.

Nowitzki entschuldigte seine Leistung mit fehlendem Vertrauen in seine Bewegungen. Das angeschlagene Knie scheint dem Würzburger noch einige Probleme zu bereiten (SERVICE: Der SPORT1-Nowitzki-Watch).

Zehn Blocks von Ibaka

Die Thunder dagegen kamen im dritten Spielabschnitt erst richtig ins Rollen.

Vor allem in der Defensive zeigte Serge Ibaka eine überragende Leistung. Der Power Forward blockte die Mavs insgesamt zehn Mal und stellte damit eine neue persönliche Bestleistung auf.

"Er war einfach unglaublich", lobte Oklahoma Citys Coach Scoot Brooks seinen Schützling, der auch elf Rebounds holte: "Er hat in acht der letzten neun Spiele eine tolle Verteidigung gespielt."

Auch Carlisle sah in Ibakas Blocks "den Unterschied im Spiel".

Westbrook und "Durantula" nicht zu stoppen

Im Angriff war das Star-Duo Russell Westbrook und Kevin Durant nicht zu stoppen:

Westbrook steuerte 33 Zähler zum 17. Sieg des derzeit besten Teams der Liga bei, "Durantula" kam auf 23 Punkte und 13 Rebounds (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

In der Schlussphase zeigten die beiden mit Sprungwürfen aus dem Feld keine Nerven, 35 Sekunden vor Ende machte Westbrook mit einem Dreier zum 92:85 den Sack zu.

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