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LeBron James (r.) war schon zweimal wertvollster Spieler des All-Star Games © getty

Der All-Star beschert den Heat mit einem Endspurt den Sieg beim Überraschungsteam in Philadelphia. Die Lakers erobern Denver.

Von Eric Böhm

München - Die Miami Heat haben den Höhenflug eines der Überraschungsteams der Saison vorerst gestoppt.

Bei den Philadelphia 76ers gelang dem Vizemeister ein 99:79 (51:47)-Erfolg. Für die Sixers war es die erste Pleite nach zuvor vier Siegen in Serie (513398DIASHOW: Die 6. Woche der NBA).

Die Entscheidung fiel erst durch einen 15:0-Lauf der Heat im letzten Viertel. LeBron James (19 Punkte, zwölf Rebounds) war daran mit einem Dreier und vier Assists entscheidend beteiligt.

"Heute waren wir kompromisslos. Das war von Anfang bis Ende unser bestes Spiel. Wir stellen uns dem Championship-Standard. Dem müssen wir immer gerecht werden", sagte James.

Richtige Reaktion

Nach der überraschenden Niederlage in Milwaukee (Bericht) war bei dem Starensemble im Training richtig Feuer drin. Eine aggressive Spielweise gegen die Sixers war die Folge.

Dwyane Wade (26 Punkte) war bester Schütze der Heat, die auch die unterdurchschnittliche Leistung von Chris Bosh (zwölf Zähler, fünf Rebounds) kompensierten.

"Mit LeBron auf dem Court weiß jeder, was er zu tun hat. Er macht aus uns ein dynamisches Team", lobte D-Wade.

"Sie haben uns überrollt"

Philadelphia verlangte den Gästen trotzdem alles ab. Über drei Viertel hielten sie dagegen. Miami führte nie deutlicher als mit sieben Punkten.

"Sie haben uns wirklich gefordert. Speziell das dritte Viertel war extrem hart", betonte Wade.

Erst am Ende gaben die athletischen Vorteile der Heat den Ausschlag. Bei Philadelphia erzielte Sixth Man Thaddeus Young 16 Punkte.

"Sie haben uns im vierten Viertel überrollt. Wir konnten uns nicht mehr wehren. Das muss man anerkennen", meinte Coach Doug Collins.

Durch die Niederlage verloren die 76ers ihren zweiten Rang in der Eastern Conference an die Heat und fielen auf den vierten Platz zurück (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

Denver Nuggets - Los Angeles Lakers 89:93

Die Los Angeles Lakers gewannen bei den starken Denver Nuggets 93:89 (44:41) und brachten den Gastgebern ihre vierte Heimniederlage bei.

Andrew Bynum war mit 22 Punkten bester Schütze der Lakers. Topscorer Kobe Bryant steuerte 20 Zähler bei.

"Was für ein schreckliches Spiel! Unsere Abwehr hat uns in einer schwierigen Umgebung den Sieg gesichert", bilanzierte Lakers-Coach Mike Brown.

Harrington verpasst Wende

Denvers stärkster Akteur Al Harrington (24 Punkte) verpasste in der spannenden Partie zwei Sekunden vor dem Ende einen Dreier zur Führung. Matt Barnes stellte den Endstand her.

Die Lakers taten sich in der Höhe der Rocky Mountains erneut sehr schwer. Fünf der vergangenen sechs Gastspiele hatten sie verloren.

"Ich musste einen kleinen Schritt zurück machen. Das ist eigentlich mein Lieblingswurf. Ich dachte, er geht rein", beschrieb Harrington seinen Fehlwurf.

Mozgov verletzt

Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Center Timofey Mozgov am Knöchel. Topscorer Danilo Galinari wurde von Metta World Peace unabsichtlich am Auge getroffen und verfehlte insgesamt acht seiner neun Würfe.

"Es könnte besser sein", meinte Mozgov, der möglicherweise einige Tage aussetzen muss. Allerdings sind Bänder und Knochen nicht beschädigt.

Boston Celtics - New York Knicks

Die Boston Celtics besiegten die New York Knicks 91:89 (49:55) und verlängerten die Talfahrt des einstigen Geheimfavoriten.

Für die Knicks war es die elfte Schlappe in den vergangenen 13 Spielen. Da halfen auch die 26 Punkte von Carmelo Anthony nicht.

"Es fühlt sich definitiv nicht sehr gut an. Du spielst, um zu gewinnen. Mit unserer jetzigen Situation komme ich nur schwer klar", haderte Amare Stoudemire.

Knicks fehlt Nervenstärke

Wie so oft in den vergangenen Wochen hatte New York am Ende wieder den Killerinstinkt vermissen lassen.

Zwischenzeitlich führten sie 67:55, ehe sich die Celtics zurückkämpften. 85 Sekunden vor Schluss lagen dann die Gastgeber 90:89 in Front.

Die Knicks vergaben daraufhin insgesamt viermal die Chance zur Führung. Den letzten Verzweiflungswurf setzte Steve Novak mit der Sirene daneben.

"Wir sind immer ganz nah dran, bringen es aber einfach nicht zu Ende. Das ist frustrierend", sagte Landry Fields.

Rivers glücklich

Bei den Celtics war die Gefühlslage nach dem siebten Sieg aus den vergangenen acht Partien naturgemäß völlig anders.

"Ich habe den Jungs gesagt, dass die Verteidigung uns gerettet hat. Normalerweise klaust du dem Gegner in einem Heimspiel nicht den Sieg, aber so fühlt es sich an", bekannte Celtics-Trainer Doc Rivers.

Paul Pierce markierte 30 Zähler (SERVICE: Die Tagesbesten). Kevin Garnett steuerte 15 Punkte sowie acht Rebounds bei. Damit durchbrach der Forward die Schalmmauer von 10.000 Defensiv-Rebounds. Nur Karl Malone (11.406) und Robert Parish (10.117) liegen noch vor dem 35-Jährigen.

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