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LeBron James punktet in den Startvierteln durchschnittlich wie kein anderer (9,1 Zähler) © getty

Miami geht gegen Toronto fast die Luft aus, bis LeBron auftrumpft. Garnett lässt Boston weiter siegen. Pierce kratzt an Bird.

Von Michael Spandern

München - Er kann es also doch. Als die Heat gegen die Toronto Raptors dabei waren, einen 15-Punkte-Vorsprung zu verspielen, hat LeBron James Miami zum Sieg getragen.

Während der zweimalige MVP in den NBA-Finals gegen die Dallas Mavericks in der Crunch Time, wenn es um Alles oder Nichts ging, stets abtauchte und die Spötter auf den Plan rief, zeigte er beim 95:89 (53:48) den nötigen Biss.

Jerryd Bayless hatte gerade den 12:0-Zwischenspurt der Raptors zum 82:85 abgeschlossen, einen Dreier zum Ausgleich allerdings verfehlt, als James die wichtigsten seiner 30 Punkte erzielte. (SERVICE: Die Tagesbesten)

Zunächst ließ er sich durch ein hartes Foul von James Johnson nicht beirren, verwandelte die fälligen Freiwürfe und demonstrierte auch gestisch Stärke. Dann stahl er Toronto den Ball und hämmerte ihn per Dunking durch den Ring.

Bosh gegen sein Ex-Team schwach

Mit dem zehnten Sieg aus den letzten zwölf Partien setzten die Heat (18 Siege - 6 Niederlagen) ihre Jagd auf Ost-Spitzenreiter Chicago Bulls, der zwei Partien und Siege mehr aufweist, fort. (513398DIASHOW: Die 6. Woche der NBA)

Während Dwyane Wade auf 25 Punkte kam, gelangen Chris Bosh gegen sein altes Team in 37 Minuten nur zwölf, da er 10 seiner 13 Würfe verfehlte.

Die Raptors, für die DeMar DeRozan 25 Punkte erzielte, rutschten auf den zwölften Platz im Osten ab. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Celtics siegen mit Dreier-Ass Garnett

Auf dem Vormarsch ist dagegen Altmeister Boston, auch dank Oldie Kevin Garnett.

Der 35-Jährige führte die Celtics zum vierten Sieg in Serie. Garnett stellte beim 98:80 (43:35) gegen die Memphis Grizzlies seine Saisonbestleistung von 24 Punkten ein und holte neun Rebounds.

Erstaunlich: Nachdem der 14-malige All-Star in den ersten 20 Matches keinen einzigen Dreier versuchte, probierte er es in den zurückliegenden drei Partien je einmal - und das mit hundertprozentigem Erfolg.

"Das verschafft uns am Spielende eine zusätzliche Option - aber sagt ihm das nicht", scherzte Coach Doc Rivers.

Allerdings weiß Garnett längst: "Ich kann Dreier werfen. Jeder benimmt sich, als sei ich 50 und liefe auf einem Bein. Wir haben einen der besten Dreierschützen aller Zeiten", verwies er auf Ray Allen. "Es ist nicht mein Job, aber ich kann Dreier werfen!"

Pierce kratzt an Birds Marke

Paul Pierce sprang ihm mit 21 Zählern zur Seite und dürfte im nächsten Spiel Larry Bird als zweitbesten Celtics-Punktesammler aller Zeiten ablösen.

"Larry Legend" liegt mit 21.761 Punkten nur neun vor "The Truth", nur John Havlicek, ebenfalls Mitglied der NBA-Ruhmeshalle, bleibt mit 26.395 wohl unerreicht.

Boston zog mit einem 21:7-Run im Schlussviertel entscheidend davon und festigte den siebten Platz im Osten.

Fast-Breaks "der Schlüssel" gegen Memphis

Die Grizzlies, für die Rudy Gay mit 21 Punkten am erfolgreichsten war, versäumten es, bis auf einen Sieg an die im Westen achtplatzierten Dallas Mavericks heranzurücken.

"Der Schlüssel war, dass wir nicht rechtzeitig zurück zur Verteidigung waren. Sie haben uns 26 Fast-Break-Punkte eingeschenkt - das ist gewaltig - und sie haben die Bretter kontrolliert", analysierte Memphis-Coach Lionel Hollins said.

Den Grizzlies gelangen nur zehn Punkte nach Schnellangriffen, zudem holten sie sieben Rebounds weniger als Boston.

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