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Karl Malone spielte zwischen 1985 und 2003 bei den Utah Jazz © getty

Utah Ex-Superstar erhebt öffentlich schwere Vorwürfe gegen die sportliche Leitung des Vereins - und wird als Lügner beschimpft.

Von Barnabas Szöcs

München - Ausgerechnet ihr ehemaliger Superstar sorgt bei den Utah Jazz für mächtig Unruhe.

Mit seiner anhaltenden Kritik an Jazz-Besitzer Greg Miller hat NBA-Legende Karl Malone eine wahre Medien-Schlammschlacht entfacht, die nun einen neuen Höhepunkt erreicht.

"Hey Karl, du bist ein Lügner", schrieb Miller via "Twitter" an den "Mailman": "Du hast meine Nummer. Wenn du das nächste Mal Karten für ein Jazz-Spiel benötigst, ruf mich an. Dann bekommst du meine."

Karten vom Schwarzmarkt

Was war passiert? Malone, 14-maliger All-Star und zweimaliger MVP, hatte sich in einem Zeitungsartikel beschwert, nur über den Schwarzmarkt Karten für ein Spiel seines früheren Teams bekommen zu haben.

Diese bizarren, fast schon kindisch anmutenden Beschuldigungen sind aber nur die Spitze des Eisbergs - der Streit zwischen Malone und Miller gründet auf einer Reihe von Aussagen des Hall of Famers über den ehemaligen Jazz-Coach Jerry Sloan.

Schwere Vorwürfe des "Mailman"

Malone wirft der sportlichen Führung Utahs vor, dem damaligen Jazz-Superstar Deron Williams (mittlerweile bei den New Jersey Nets) in der vergangegen Saison zu viel Macht zugestanden zu haben - auf Kosten von Sloan. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

"Ich weiß ganz sicher, dass Sloans Entscheidungen oftmals überstimmt wurden, weil sich Deron Williams an den General Manager Kevin O'Connor gewendet hat", so Malone: "Ich habe mich nie an Larry Miller (im Jahr 2009 verstorbener, ehemaliger Mitbesitzer der Utah Jazz; Anm. d. Redaktion) gerichtet, um über Trainer Sloan zu sprechen."

Sloan widerspricht Malone

Sloan jedoch widerspricht den Ausführungen Malones: "Ich habe den Verein aus freiem Willen verlassen. Es entspricht nicht der Wahrheit, dass die Millers meine Autorität untergraben haben."

Der "Mailman", zwischen 1988 und 2003 Spieler unter Sloan, bleibt bei seinen Aussagen: "Ich bedauere nicht, was ich gesagt habe", so Malone: "Als es darum ging, Sloans Rücken zu stärken, hielt das Management zu Deron Williams. Dann sagte Sloan: 'Wir sollten getrennte Wege gehen.'"

Malone "zu instabil"

Nun schlug Greg Miller in einem Blog zurück, bezeichnete Malone als "zu unverlässlich und instabil", um der Mannschaft als Assistant Coach zu helfen (513398DIASHOW: Die 6. Woche der NBA).

Die Antwort des "Mailman" dürfte nicht lange auf sich warten lassen.

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