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Pual Pierce liegt in der ewigen Scorer-Liste der NBA nun auf Rang 28 © getty

Pierce überholt beim Celtics-Sieg gegen Charlotte Larry Bird in der ewigen Scorer-Liste. "King James" besiegt erneut sein Ex-Team.

Von Björn Seitner

München - Nach gut eineinhalb Minuten im dritten Viertel war es endlich soweit:

Bei Bostons 94:84 (45:38)-Sieg über die Charlotte Bobcats zog Paul Pierce mit einem Dreier an Larry Bird in der ewigen Scorer-Liste der Celtics vorbei.

"Es war eine Befreiung", erklärte Pierce, dem der Druck fast über den Kopf gewachsen wäre: "Es wurde so viel geredet in den letzten Tagen, und ich habe mir selbst zu viele Gedanken gemacht."

Mit "Larry Legend" in einem Atemzug genannt zu werden, sei eine große Ehre, gab der Small Forward zu, der nun bei insgesamt 21.797 Punkten steht. Bird kam in seinen 13 Jahren (1979 bis 1992) auf 21.791 Punkte.

"Hondo" noch weit weg

Besser als Pierce ist nun nur noch John Havlicek. Bis zum achtmaligen NBA-Champion ist es aber noch ein weiter weg: "Hondo" erzielte in seiner Karriere 26.395 Zähler für Boston.

Daran wollte Pierce aber noch gar nicht denken: "Ich glaube, die Fans würde es mehr freuen, wenn wir noch eine Meisterschaft holen." (516116DIASHOW: Die 7. Woche der NBA)

Die Nervosität vor dem großen Moment war "The Truth" aber deutlich anzumerken. In der ersten Halbzeit verfehlte er sieben seiner zehn Würfe und kam nur auf sieben Punkte.

Standing Ovations für Pierce

Als es kurz nach der Halbzeitpause so weit war, feierten ihn die Celtics-Anhänger im Garden mit Standing Ovations - Pierce dankte es den Anhängern mit Handküssen aus dem Mittelkreis.

Insgesamt kam der 34-Jährige an diesem Abend auf 15 Punkte, neun Assists und acht Rebounds.

Kevin Garnett verbuchte 22 Zähler und sieben Rebounds, Ray Allen steuerte 17 Punkte zum fünften Sieg in Serie bei - Saisonbestleistung für Boston.

Bobcats bleiben ganz unten

Obwohl Reggie Williams 21 Punkte für die Bobcats erzielte und Derrick Brown sogar alle seine zehn Würfe traf (20 Zähler), bleibt Charlotte nach der Pleite das schlechteste Team der Liga.

Von den insgesamt 22 Niederlagen mussten sich die Bobcats in der Fremde 14 Mal geschlagen geben - bei nur einem Sieg (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Für Coach Paul Silas wird die Luft immer dünner. Seine Durchhalteparolen wirken auch nicht wirklich überzeugend: "Wir müssen einfach weiter kämpfen."

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

Miami Heat - Cleveland Cavaliers 107:91

LeBron James hat mit den Miami Heat zum fünften Mal in sechs Duellen sein Ex-Team, die Cleveland Cavaliers, besiegt:

Die Heat gewannen vor eigenem Publikum klar mit 107:91 (54:48) und fuhren ihren elften Sieg aus den letzten 13 Spielen ein.

Mit 19 Erfolgen bei sechs Niederlagen, dem besten Saisonstart der Klub-Geschichte, rangiert Miami insgesamt auf Rang drei in der Liga.

Schwache Bank der "Cavs"

Vor allem die Defensive des Vizemeisters überzeugte in der entscheidenden Phase. "Das war auch nötig", befand James, der 24 Punkte erzielte: "So müssen wir die Spiele beenden."

Bei nur noch einem Zähler Vorsprung gegen Ende des dritten Viertels zwangen die Heat die Cavs zu 17 von 19 Fehlwürfen aus dem Feld.

"Wir waren eigentlich gut im Spiel. Im Schlussviertel gingen unsere Würfe aber einfach nicht mehr rein. Das kann vorkommen", erklärte Clevelands Point Guard Kyrie Irving, der auf 16 Punkte kam. Teamkollege Antawn Jamison verbuchte 25 Zähler.

Einen enttäuschenden Auftritt legten jedoch die Bankspieler der Cavs auf das Parkett, die zusammen nur vier von 23 Würfen aus dem Feld trafen.

James freut sich auf Auswärtsspiele

Die Heat, bei denen Dwyane Wade mit 26 Zählern bester Werfer war, gehen nun für sechs Partien auf Reisen.

James freut sich bereits auf die Auswärtsspiele: "Wir lieben diese Road-Trips. Sie bringen uns näher zusammen."

Golden State Warriors - Oklahoma City Thunder 116:119

Die Oklahoma City Thunder bleiben nach einem harten Kampf das beste Team der Liga.

Bei den Golden State Warriors setzten sich die Thunder mit 119:116 (59:57) durch - trotz der Karriere-Bestleistung von Monta Ellis.

Der Warriors-Shooting-Guard erzielte 48 Punkte und egalisierte die Saison-Bestmarke von Kobe Bryant (SERVICE: Die Tagesbesten).

Rushs Buzzer Beater geht daneben

Wieder einmal stärker als der Gegner war jedoch das Duo Kevin Durant und Russell Westbrook.

Letzterer erzielte 31 Zähler und gab sieben Assists. "Durantula" kam auf 33 Punkte und traf 14 Sekunden vor Schluss zudem einen wichtige Sprungwurf mit Brett zum 117:115.

Brandon Rushs Buzzer Beater von der Dreier-Linie ging daneben.

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