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Dirk Nowitzki (l.) stand bereits viermal im All-NBA First Team © getty

Dallas findet dank Dirkules zurück in die Erfolgsspur und beendet in Denver zwei Durststrecken. Die Nuggets vermissen zwei Stars.

Von Eric Böhm

München/Denver - Die Dallas Mavericks haben ihre dreitägige Ruhepause offenbar gut genutzt.

Dirk Nowitzkis Meisterteam gewann bei den Denver Nuggets 105:95 (64:53) und beendete damit die drei Spiele andauernde Negativserie (516116DIASHOW: Die 7. Woche der NBA).

Nowitzki war mit 25 Punkten sowie neun Rebounds einmal mehr der beste Akteur der Mavericks und hat offenbar auch seine persönliche Krise endgültig überwunden.

"Es war ein dringend benötigter Sieg. Wir haben zuletzt hart an unserem Defensivverhalten gearbeitet. Heute haben wir uns dafür belohnt", sagte der 33-Jährige.

Nowitzki macht Deckel drauf

Der Finals-MVP von 2011 verwandelte neun Minuten vor Schluss einen seiner unwiderstehlichen Sprungwürfe zum 91:80. Die Nuggets kamen daraufhin nie näher als auf neun Punkte heran.

Abgesehen von seiner ausbaufähigen Dreierquote - er traf nur einen seiner sechs Versuche - zeigte Nowitzki wieder seine gewohnte Treffsicherheit.

Den Schlüssel zum Erfolg sah er aber an den Brettern. "Wir haben sie nicht ins Laufen kommen lassen und uns auswärts einen deutlichen Rebound-Vorteil (46:38, Anm. der Red.) erkämpft", analysierte Nowitzki.

Kidd fehlt weiter

Vince Carter steuerte zum ersten Erfolg gegen Denver nach vier Pleiten in Folge 17 Zähler sowie starke acht Assists bei.

Dallas musste weiterhin ohne Point Guard Jason Kidd auskommen, der nach wie vor an einer schweren Wadenzerrung laboriert.

Roddy Beaubois (13 Punkte), Delonte West und Carter kompensierten das Fehlen des Routiniers jedoch.

"In diesem Spiel ging es um unsere Herangehensweise und die Einstellung. Wir wollten das Niveau der guten ersten Hälfte halten. Das haben wir geschafft", freute sich Coach Rick Carlisle.

Mavs spielbestimmend

Die Mavs hatten das Geschehen in der Tat von Anfang an im Griff. Durch zwei Dreier hatte Carter den Vorsprung Mitte des dritten Viertels schon auf 81:64 ausgedehnt.

Lediglich der folgende 12:4-Lauf der Gastgeber ging als Aufbäumen durch, doch Dallas ließ sich nicht beeindrucken (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Karl ratlos

Nowitzki raubte den Nuggets frühzeitig alle Hoffnungen auf einen Comeback-Sieg. Auch Jason Terrys schwacher Tag - nur eins von neun aus dem Feld - fiel nicht ins Gewicht.

Denn Shawn Marion (13 Punkte) sowie Brandan Wright (10) komplettierten die ausgeglichene Teamleistung des Titelverteidigers.

"Sie haben zu viele Scorer. Wenn du Fehler machst, bestrafen sie dich sofort. Was ich nicht verstehe ist, dass wir Nowitzki frei stehen lassen", haderte Denvers Cheftrainer George Karl.

Fernandez kritisiert Einstellung

Für die Gastgeber, die ohne Topscorer Danilo Galinari und Timofey Mozgov (beide Sprunggelenksprobleme) auskommen mussten, gelangen Ty Lawson (16 Zähler, zehn Assists) und Center Nene (16 Punkte, zehn Rebounds) jeweils Double-Doubles.

Den Reservisten Rudy Fernandez - in der Offseason gehörte er kurzzeitig zum Mavericks-Kader - und Al Harrington markierten jeweils 17 Zähler.

"Wir konnten keine Schnellangriffe starten. Trotzdem waren wir auf acht Punkte dran, sind aber rumgelaufen als wären es 20", kritisierte Fernandez.

Nowitzki in Topform

Die Mavs liegen nun gleichauf mit Denver und den Houston Rockets auf Rang vier der Western Conference.

Nowitzki lieferte sein 437. NBA-Spiel mit mindestens 25 Punkten. In seinen vergangenen drei Partien kommt er im Durchschnitt auf 26,3 Zähler.

"Mir haben viele Dinge heute sehr gut gefallen. Diesen Rhythmus müssen wir beibehalten", forderte der 33-Jährige.

Gelegenheit dazu bekommt Dallas in der Nacht auf Samstag bei den Minnesota Timberwolves (ab 2 Uhr LIVESCORES).

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