vergrößernverkleinern
Dwight Howard wurde in den vergangenen drei Jahren jeweils zum Abwehrspieler gekürt © getty

Orlando ist für Miamis Startruppe selten eine Reise wert. Howard dominiert und spielt die Schützen frei. Parker trägt die Spurs.

Von Eric Böhm

München - Dwight Howards Glanzleistung hat Floridas Lokalduell überstrahlt.

Der Center führte die Orlando Magic mit 25 Punkten und 24 Rebounds zum 102:89 (53:50) gegen die Startruppe der Miami Heat.

"Superman" gelang sein 20. Double-Double der Saison (SERVICE: Die Tagesbesten). Als die Heat versuchten, ihn in der Zone zu stoppen, bekam Orlando Freiräume von draußen und versenkte insgesamt 17 Dreier.

Mit 42 Versuchen stellten die Magic einen Teamrekord auf. Power Foward Ryan Anderson (27 Zähler) war bester Werfer der Gastgeber (516116DIASHOW: Die 7. Woche der NBA).

"Wenn jemand heiß läuft, zieht er die gesamte Aufmerksamkeit auf sich. Dadurch bekommen unsere Schützen mehr Platz. Wir bewegen den Ball sehr uneigennützig", verriet Anderson das Erfolgsrezept.

Heat gehen nach der Pause ein

Die Entscheidung fiel im dritten Viertel. Dort verlor Miami völlig den Faden und markierte mickrige elf Pünktchen.

"Sie haben von Anfang an die Richtung vorgegeben. Wir waren im zweiten Viertel etwas aggressiver, aber ihre vielen Treffer haben uns ein wenig den Nerv geraubt", gab Heat-Coach Erik Spoelstra zu.

Wade glänzt nur eine Hälfte

Dwyane Wade gelangen zwar starke 33 Zähler, nur elf davon markierte der Guard jedoch nach der Pause. LeBron James verfehlte zehn seiner 15 Würfe und beendete die Partie mit 17 Punkten.

"Sie haben jede Menge Dreier getroffen. Den Rest hat der große Mann in der Mitte erledigt. Normalerweise musst du dir ein Übel aussuchen, wir haben heute beides zugelassen. So kannst du hier nicht gewinnen", sagte James.

Chris Bosh (zwölf Zähler) blieb ebenfalls unter seinen Möglichkeiten. Kein anderer Spieler kam auf eine zweistellige Ausbeute.

Orlando kein gutes Pflaster

Der Vize-Meister verlor erstmals nach zuvor drei Siegen hintereinander, bleibt aber Zweiter der Eastern Conference. Orlando liegt auf Rang sechs (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Die Magic machen mit dem vierten Sieg aus den vergangenen fünf Spielen aber Boden gut und trumpfen speziell gegen Miami immer groß auf - in Orlando verloren die Heat zuletzt neun von elf Partien.

"Wir hatten uns heute sehr gut im Griff. Niemand machte einen zögerlichen Eindruck. Wir haben unsere Linie durchgezogen. Das ist sehr ermutigend", freute sich Trainer Stan Van Gundy.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

Philadelphia 76ers - San Antonio Spurs 90:100

Die San Antonio Spurs gewannen 100:90 (48:45) bei den Philadelphia 76ers und bleiben das zweitbeste Team der Western Conference.

Dabei bestätigte Point Guard Tony Parker mit 37 Punkten sowie acht Assists seine momentane Topform.

"Es war eines dieser besonderen Spiele. Die Würfe haben sich gut angefühlt. Irgendwie hat alles geklappt", meinte der französische Vize-Europameister.

Collins lobt Popovich

Philadelphia kämpfte sich nach großem Rückstand knapp zwei Minuten vor Schluss auf 90:95 heran, ehe Parker eiskalt den Sack zu machte.

Gary Neal steuerte von der Bank 18 Zähler bei. Tim Duncan sammelte 16 Punkte sowie elf Rebounds.

Für die Sixers, die im Osten trotzdem Dritter bleiben, war Lou Williams (22 Zähler) bester Schütze.

"Dieses Team bestraft deine Fehler. Ich habe viel Hochachtung vor den Spurs. Coach Popovich ist einer der besten Trainer im Sport überhaupt", lobte 76ers-Trainer Doug Collins.

New Orleans Hornets - Chicago Bulls 67:90

Die Chicago Bulls ließen den New Orleans Hornets bei ihrem 90:67 (44:31)-Erfolg nicht den Hauch einer Chance.

Derrick Rose biss sich trotz schweren Rückenproblemen durch, erzielte aber nur sechs Punkte. Carlos Boozer (18 Zähler) sprang in die Bresche.

"Wir bleiben bescheiden und hungrig. Wir kommen über unsere starke Verteidigung. Mit unserem guten Angriff haben wir den Vorsprung dann vergrößert", bilanzierte Boozer.

"So spielt ein Meister"

Die Hornets blieben gegen Chicagos aggressive Spielweise viel zu harmlos und vermieden bei ihrer siebten Pleite in Folge einen Negativrekord nur, weil sie ihre letzten sechs Würfe trafen.

Einzig der schon ausgemusterte Nationalspieler Chris Kaman (17 Zähler, neun Rebounds) konnte sich in Szene setzen.

"Wir kamen gegen ihren Druck nicht an. So spielt ein Meister. Da können wir nicht mithalten", bekannte Coach Monty Williams.

Sein Team gewann nur zwei der vergangenen 24 Spiele. Vor allem in der Offensive drückt der Schuh. Point Guard Jarrett Jack (vier Punkte) kann Chris Paul nicht ersetzen.

Der nach wie vor verletzte Neuzugang Eric Gordon (Knieverletzung) fehlt an allen Ecken und Enden.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel