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Dirk Nowitzki gelangen als einzigem Spieler 100 Blocks und 150 Dreier in einer Saison © getty

Die All-Star-Serie geht weiter: Dirk Nowitzki "ist wieder der Alte" und fordert er Jason Terry heraus - ein gutes Omen?

Von Eric Böhm

München - Jetzt geht es richtig los: Dirk Nowitzki ist mit siebenwöchiger Verspätung in der Saison angekommen.

Der Titelgewinn, das EM-Desaster, der Lockout, die extrem kurze Vorbereitung und der unterdurchschnittliche Saisonstart samt Spielpause sind abgehakt.

Dieser Tage präsentiert sich der Finals-MVP von 2011 auf und neben dem Court fast schon wieder in gewohnter Form.

Das erkennen auch die NBA-Trainer an, die Nowitzki zu seinem elften All-Star Game in Folge schicken (514330DIASHOW: Die All-Stars 2012).

"Es war ein harter Weg zurück zu vollständiger Fitness. Ich fühle mich geehrt, wieder ein All-Star zu sein. Es war ein Privileg, die Mavericks über die letzten zehn Jahr zu vertreten. Ich freue mich darauf, das auch in Orlando zu tun", sagt der 33-Jährige.

Nowitzki schließt zu Magic auf

Damit steht Nowitzki nun auf einer Stufe mit Kareem Abdul-Jabbar, Magic Johnson, Allen Iverson und Charles Barkley, die alle ebenfalls elfmal hintereinander am Auswahlspiel der NBA teilnahmen.

In den vergangenen drei Partien erreichte "Dirkules" endlich auch wieder das spielerische Niveau, das ihn in die Sphären dieser und anderer Legenden gebracht hat.

Im Durchschnitt markierte er 26,3 Punkte und traf 61,4 Prozent seiner Würfe - für die gesamte Saison dümpelt er noch bei unter 18 Zählern pro Partie herum.

"Eine All-Star-Leistung, oder nicht? Er findet seinen Biss und ist wieder der Alte", lobte Coach Rick Carlisle nach dem Sieg in Denver (Bericht).

Feuer ist zurück

Abgesehen von der neuen Stabilität des "Problemknies" gab mental sicher auch die heftige Kritik - vor allem von Barkley - den letzten Kick in die richtige Richtung.

Das Feuer des unbedingten Siegeswillens scheint in dem unfassbar ehrgeizigen Wettkampftypen wieder entfacht worden zu sein (516116DIASHOW: Die 7. Woche der NBA).

Beim Auswärtserfolg in Denver war das deutlich zu spüren. Nach drei Niederlagen in Serie knöpfte sich Nowitzki seinen alten Weggefährten Jason Terry vor.

"Jetzt mach schon Jet! Worauf wartest du?", brach es aus dem Kapitän der Mavericks während einer Auszeit heraus.

"Dirk hält mich an der kurzen Leine"

Anlass war Terrys nach wie vor andauernde Wurfschwäche in Auswärtsspielen. Der Sixth Man kommt im Schnitt in der Fremde nur auf 11,6 Zähler und eine Quote von 33,6 Prozent.

Daheim trifft Terry mehr als die Hälfte seiner Versuche aus dem Feld und verbucht sechs Punkte mehr.

"Dirk hält mich schon an der kurzen Leine. Das Gute ist, wenn der große Mann etwas sagt, spornt mich das unglaublich an", bestätigt Terry den kleinen Ausbruch.

Das letzte Mal nahm Nowitzki den Guard im Übrigen während der NBA-Finals so in die Pflicht. Damals lieferte Terry drei starke Spiele und die Mavs gewannen gegen Miami den Titel (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Kidd gibt Comeback

Unterdessen könnte Jason Kidds Rückkehr dem Titelverteidiger einen weiteren Impuls geben

Kidd verpasste die vergangenen sechs Partien wegen einer hartnäckigen Wadenzerrung, lieferte aber beim Sieg in Minnesota mit acht Punkten sowie zehn Assists eine gute Leistung ab.

"Ich fühle mich gut. Wir wollten nur sicherstellen, dass ich bei 100 Prozent bin, wenn ich zurückkomme", betont der 38-Jährige.

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