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Udonis Haslem (r.) spielt bereits seit 2003 für die Miami Heat © getty

Miami gewinnt in Indiana das dritte Auswärtsspiel in drei Tagen. New Yorks Lin stellt gegen Toronto ebenfalls einen Rekord auf.

Von Björn Seitner

München - Miami ist in Rekord-Form.

Mit dem 105:90 (68:39) bei den Indiana Pacers knackten die Heat eine mehr als 40 Jahre alte Bestmarke.

Drei Auswärtssiege an drei aufeinanderfolgenden Abenden schafften zuletzt die Phoenix Suns zwischen dem 21. und 23. Dezember 1979.

Doch das Kunststück, diese drei Siege in der Fremde auch noch mit jeweils zweistelligem Punkteabstand zu gewinnen, gelang zuletzt den Milwaukee Bucks zwischen dem 20. und 22. November 1970.

Ganz nebenbei egalisierten die Heat auch ihren Klubrekord von 23 Siegen bei nur sieben Niederlagen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

James verpasst Triple-Double knapp

"Meine Jungs wollten diese Aufgabe schaffen, denn sie wussten, dass der Rekord seit mehr als 40 Jahren bestand hatte", erklärte Heat-Coach Erik Spoelstra zur Motivation seines Teams.

Und auch LeBron James, der mit 23 Punkten, 9 Rebounds und 7 Assists der beste Mann auf dem Parkett war und sein erstes Triple-Double seit elf Monaten nur knapp verpasste, lobte den Zusammenhalt: "Gerade in Sachen Mannschaftsleistung haben wir uns jeden Abend gesteigert."

Die Pacers dagegen hatten sich in ihrer zweitägigen Pause offensichtlich zu sehr ausgeruht, denn sie waren von Beginn an unterlegen.

Pacers ohne Chance

Indiana verfehlte im ersten Viertel der Partie 17 seiner 23 Würfe aus dem Feld, während Miami-Guard Dwyane Wade (16 Punkte) seine ersten fünf Versuche traf.

Auch "King" James sorgte mit neun Zählern und sechs Assists in den ersten 14 Minuten für eine kompfortable 20-Punkte-Führung (519003DIASHOW: Die 8. Woche der NBA).

Bis zur Halbzeit bauten die Heat diese auf 29 Zähler aus, und der Abend war gelaufen. Von der Bank überzeugte Point Guard Norris Cole mit seiner Saisonbestleistung von 20 Punkten.

Granger verletzt sich früh

"Ziemlich peinlich", befand auch Indiana-Center Roy Hibbert, der nur auf zehn Zähler kam: "Sie haben uns zu Beginn überrollt, und wir konnten uns davon nicht erholen. Keiner von uns war heute richtig vorbereitet."

43 ihrer 76 Würfe aus dem Feld setzten die Pacers daneben und trafen nur zwei von 15 Dreiern.

Zu allem Übel verletzte sich auch noch Danny Granger, Indianas bester Schütze, kurz vor Ende des ersten Viertels am Sprunggelenk und wird wohl für das Spiel bei den Cleveland Cavaliers (ab 1.30 Uhr LIVESCORES) ausfallen.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

Toronto Raptors - New York Knicks 87:90

Auch für Jeremy Lin von den New York Knicks war der 90:87 (36:47)-Sieg bei den Toronto Reptors ein denkwürdiger Abend.

Beim Stand von 87:87 ließ der Shootingstar die Uhr herunterlaufen um eine halbe Sekunde vor Schluss direkt vor Torontos Jose Calderon den entscheidenen Dreier zu verwandeln.

"Ich danke meinem Coach und meinen Mannschaftskameraden für ihr Vertrauen, mir am Ende des Spiels den Ball zu geben. Ich mag das", erklärte Lin.

Lin besser als Shaq

Der Point Guard kam auf 27 Punkte und 11 Assists und knackte mit insgesamt 136 Punkten in seinen ersten fünf Spielen als Starter einen NBA-Rekord. Er übertrumpfte dabei keinen geringeren als Shaquille O'Neal, der die bisherige Bestmarke mit 129 Zählern für die Orlando Magic hielt (SERVICE: Die Tagesbesten).

"Ich glaube, es ist ein Wunder. Es hat wohl niemand damit gerechnet, dass es so laufen wird", so Lin sichtlich beeindruckt von seinem Triumphzug.

Einziger Wermutstropfen: Seine 30 Turnover in diesen fünf Spielen sind ein Negativ-Rekord.

Calderon dennoch bester Raptor

Nach dem 14. Saisonsieg befand Lin vor allem, dass die Knicks als Team immer mehr zusammenrücken würden.

Amare Stoudemire kam für New York auf 21 Punkte, Ex-Maverick Tyson Chandler steuerte 13 Zähler bei.

Bei den Raptors, die ihre 21. Niederlage einstecken mussten, war Calderon mit 25 Punkten und neun Assists bester Mann.

Los Angeles Lakers - Atlanta Hawks 86:78

Die Los Angeles Lakers haben sich mit Mühe im heimischen Staples Center gegen die Atlanta Hawks durchgesetzt.

Vor allem dank des starken Pau Gasol, der sieben seiner insgesamt 20 Punkte in den letzten fünf Minuten erzielte, gewannen die Lakers mit 86:78 (42:41).

Andrew Bynum steuerte 15 Zähler und 15 Rebounds bei, Superstar Kobe Bryant dagegen enttäuschte mit zehn Punkten bei nur fünf von 18 Treffern aus dem Feld.

Hawks mit schwacher Quote

Dennoch analysierte Lakers-Coach Mike Brown: "Ich denke, wir haben einen anständigen Job gemacht und das Tempo kontrolliert."

Die Hawks trafen allerdings auch nur 34 Prozent ihrer Würfe und setzten zudem 20 von 27 Dreiern daneben.

Bester "Falke" mit 18 Punkten war Jeff Teague. Joe Johnson und Josh Smith kamen bei Atlantas elfter Pleite auf jeweils 15 Zähler.

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