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Shawn Marion war zwischen 2003 und 2007 viermal beim All-Star Game dabei © getty

Shawn Marion zeigt seine Klasse und führt Dallas zum fünften Sieg in Serie. Nowitzki wird geschont. Jet fehlt, West fällt aus.

Von Eric Böhm

München/Dallas - Die Dallas Mavericks haben ihre Erfolgsserie in beeindruckender Manier fortgesetzt.

Das Heimspiel gegen die Denver Nuggets gewann Dirk Nowitzkis Team 102:84 (51:39) und sicherte sich den fünften Sieg in Folge (519003DIASHOW: Die 8. Woche der NBA).

Die einseitige Partie war schon früh im dritten Viertel entscheiden, sodass Nowitzki und die anderen Starter frühzeitig geschont wurden. Der MVP der Finals 2011 kam deshalb in 25 Minuten Spielzeit nur auf zwölf Punkte.

"Die Jungs haben das Spiel von Anfang an dominiert. Wir hatten in der Verteidigung das nötige Feuer und haben auch im Angriff früh die nötigen Akzente gesetzt", zeigte sich Coach Rick Carlisle sehr zufrieden.

Marion doppelt wichtig

Mit Abstand auffälligster Akteur war Shawn Marion. Der Flügelspieler sammelte 16 Zähler, zehn Rebounds sowie sechs Assists.

"Jeder der heute ein Trikot trug, steuerte seinen Teil zu dem Sieg bei. Wir haben sie sofort aggressiv attackiert und ins Schwimmen gebracht", bilanzierte Marion.

"The Matrix" entnervte zudem in der Abwehr Denvers pfeilschnellen Point Guard Ty Lawson, gegen den er immer wieder aushalf.

"Jeder in der Liga versucht, Lawson daran zu hindern, zum Korb zu ziehen. Marions Vielseitigkeit in der Abwehr war ein riesiger Vorteil für uns", lobte Carlisle.

Denvers Angriff lahmt

Lawson (13 Punkte) traf nur einen seiner acht Würfe aus dem Feld. Bei der bis dato stärksten Offense der NBA - durchschnittlich 104 Punkte pro Partie - ragte Center Kosta Koufos (14 Zähler, zwölf Rebounds) heraus.

Die Nuggets kamen mit knapp 36 Prozent auf ihre schlechteste Wurfquote der Spielzeit und ließen auf ihre schwächste Hälfte ein Viertel mit mageren 15 Punkten folgen - nie gelang ihnen 2011/2012 weniger.

"Wir hatten große Probleme, zu punkten. Dallas hat sich zu einem sehr abwehrstarken Team entwickelt. Das muss man anerkennen", gab Denvers Trainerlegende George Karl zu.

Terry fehlt

Doch auch offensiv wusste der Titelverteidiger mit seinem variablen Spiel zu überzeugen, obwohl mit Jason Terry (Muskelzerrung) und Roddy Beaubois - sein Vater war plötzlich verstorben - zwei wichtige Guards nicht dabei waren.

Insgesamt sechs Mavericks punkteten zweistellig. Darunter die Routiniers Lamar Odom (14) und Vince Carter (15).

"Jeder einzelne verbessert sich, spielerisch und im konditionellen Bereich. Wir haben Spaß auf dem Court", sagte Odom, der immer besser in Form kommt.

West erleidet Fingerbruch

Jason Kidd befeuerte mit zwei Dreiern einen 16:2-Zwischenspurt nach der Pause, der Dallas mit 72:49 in Führung brachte - die endgültige Entscheidung.

Einen Wermutstropfen musste Dallas aber dennoch verdauen. Backup-Guard Delonte West brach sich im zweiten Viertel den Ringfinger der rechten Hand.

"Er fällt vorläufig aus", erklärte Carlisle, der zudem ankündigte, dass Terry in Philadelphia (Sa., ab 2 Uhr LIVESCORES) aufgrund "persönlicher Gründe" noch nicht zurückkommen werde.

Nuggets vermissen Big Men

Die Nuggets sind auch nicht frei von personellen Sorgen. Ihnen fehlen weiterhin die beiden Center Timofey Mozgov (Knöchelprobleme) und Nene (Wadenzerrung) sowie Topscorer Danilo Galinari, der ebenfalls durch eine Knöchelverletzung behindert wird.

"Uns fehlen immer noch einige Big Men, aber sie waren heute das klar bessere Team. Das müssen wir anerkennen", meinte Forward Al Harrington.

Brewer wird gefeiert

Die Mavs bleiben auch nach dem Erfolg im Westen Vierter. Denver fiel dagegen auf Rang sechs zurück (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Nach Clippers-Flügelspieler Caron Butler zu Wochenbeginn (Bericht) erhielt am Rande des Spiels ein weiterer gewechselter Meisterspieler seinen Ring (511261DIASHOW: Die Mavericks bekommen ihre Meisterringe).

Diesmal durfte sich Nuggets-Backup Corey Brewer von den Fans im American Airlines Center feiern lassen.

"Es war wirklich schön, trotzdem hätte ich lieber das Spiel gewonnen, aber die Mavs haben uns den Schneid abgekauft", räumte Brewer (neun Punkte) ein.

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