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LeBron James (l.) wurde 2009 und 2010 zum wertvollsten Spieler der NBA gewählt © getty

James und die Heat machen in Cleveland kurzen Prozess. Verhandelt LBJ mit Gilbert? Hornets beenden Lins Serie. Bryant glänzt.

Von Eric Böhm

München - LeBron James hat mit seinem ehemaligen Team kurzen Prozess gemacht.

Bei seinem dritten Gastspiel bei den Cleveland Cavaliers seit dem vieldiskutierten Wechsel im Sommer 2010 führte er die Miami Heat zu einem lockeren 111:87 (63:38)-Erfolg (519003DIASHOW: Die 8. Woche der NBA).

James, der bei jedem Ballkontakt gnadenlos ausgebuht wurde, war mit 28 Punkten Topscorer der Partie. Die Heat erspielten sich bereits im ersten Viertel einen Vorsprung von 23 Zählern.

"Er spielt auf dem Level eines MVP. Ich habe ihn in seiner Karriere noch nie stärker gesehen. Keiner in der Liga trumpft aktuell besser auf", lobte Miamis Trainer Erik Spoelstra.

Historische Auswärtsserie

Dwyane Wade steuerte zum fünften Erfolg des Vize-Meisters in Folge 22 Punkte bei. Chris Bosh gelangen 16 Zähler und zwölf Rebounds.

Die Heat sind zudem das erste Team seit 1979/1980, das an drei aufeinanderfolgenden Tagen gewann und dominierten die letzten fünf Auswärtsspiele mit durchschnittlich 18,8 Punkten Vorsprung.

"Das ist beeindruckend. Dabei haben wir in einigen schwierigen Umgebungen gewonnen", freute sich James, der sich das gesamte Schlussviertel von der Bank aus ansehen konnte.

Cavs haben Angst

Miami führte im dritten Viertel zeitweise mit 34 Zählern und bleibt in der Eastern Conference Spitzenreiter Chicago auf den Fersen. Cleveland ist Zehnter (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Coach Byron Scott war mit der Einstellung seiner Cavs nicht einverstanden: "Mir geht nicht in den Kopf, wie man vor einem einzelnen Mann Angst haben kann."

Tatsächlich wirkte seine Truppe von der ersten Minute an eingeschüchtert. James ließ sein altes Team erstarren und unterhielt sich sogar mit Fans hinter der Heat-Bank.

Was läuft mit Gilbert?

Bereits einen Tag zuvor hatte er sich auf Schmusekurs mit seinen ehemaligen Anhängern begeben und Spekulationen über eine Rückkehr angeheizt (AKTUELL: James denkt an Cleveland-Heimkehr).

"Yahoo! Sports" berichtete sogar, James habe über Dritte Kontakt zu Gilbert aufgenommen, um 2014 wieder nach Cleveland kommen zu können - dann greift seine Ausstiegsklausel.

Aktuell muss sich Cleveland jedoch mit Kyrie Irving begnügen. Der Rookie ließ sich fast als einziger nicht den Schneid abkaufen und sammelte 17 Punkte.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

New York Knicks - New Orleans Hornets 85:89

Die New Orleans Hornets beendeten durch ihr 89:85 (43:39) die sieben Spiele andauernde Siegesserie der New York Knicks.

New Yorks "Wunderknabe" Jeremy Lin gelangen zwar ebenso wie Amare Stoudemire 26 Punkte, allerdings stellte der Point Guard mit neun Ballverlusten auch den Saisonrekord der NBA ein.

"Ich nehme die Niederlage auf meine Kappe. Ich muss den Ball besser behaupten. Neun Turnovers sind deutlich zu viel", übte Lin Selbstkritik (SERVICE: Die Tagesbesten).

Mit 49 Ballverlusten in seinen ersten sieben Starts stellte Lins einen einsamen Rekord auf. Glen "Big Dog" Robinson folgt mit 38.

Kaman stark

Trevor Ariza erzielte für die Hornets 25 Zähler. New Orleans feierte nach dem katastrophalen Saisonstart den dritten Sieg in Folge.

Der deutsche Nationalspieler Chris Kaman sammelte zwölf Punkte, acht Rebounds sowie sechs Assists.

Trotz einer schwachen Vorstellung - sie verfehlten 20 ihrer 24 Dreierversuche - kamen die Knicks 66 Sekunden vor Schluss auf 80:82 heran.

Die Hornets antworteten durch Gustavo Ayon und machten den Sack von der Freiwurflinie zu. "Uns hat teilweise die Konzentration gefehlt, aber die Verteidigung hat uns gerettet", meinte Coach Monty Williams.

Los Angeles Lakers - Phoenix Suns 111:99

Die Los Angeles Lakers schlugen die Phoenix Suns mit 111:99 (57:48) und bewiesen einmal mehr ihre Heimstärke.

Kobe Bryant war dank 36 Punkten, neun Rebounds, sechs Assists und vier Steals der herausragende Akteur auf dem Parkett.

"Es ist hier immer dasselbe. Wenn ich Grant (Hill, Anm. der Red.) rausnehme, explodiert Kobe. Die anderen Jungs können ihn einfach nicht bremsen", haderte Suns-Trainer Alvin Gentry.

Allein im dritten Viertel gelangen Bryant 16 Zähler. Damit brachte er den Lakers fast im Alleingang die vorentscheidende 83:63-Führung.

Bynum als Lückenfüller

In einer Spanne von fünf Tagen kassierten die Suns vier Pleiten und verlieren die Playoff-Plätze in der Western Conference immer mehr aus den Augen.

Marcin Gortats übliches Double-Double (21 Punkte, 16 Rebounds) und Steve Nashs 17 Assists konnten die Schwächen der Gäste von außen - sie trafen nur acht von 26 Dreiern - nicht überdecken.

Die Lakers bleiben dank ihres 13. Heimsieges hinter Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks Fünfter.

"Offensichtlich hatte Kobe einen ganz starken Tag. Der Rest von uns hat nur die Lücken gefüllt", sagte Andrew Bynum (17 Zähler, 14 Rebounds).

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