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Tony Parker (M.) wechselte 2001 von Paris Basket Racing zu den San Antonio Spurs © getty

Tony Parker führt die Spurs gegen die Clippers mit einer Gala zum zehnten Sieg in Folge. Die Bulls vermissen Rose und patzen.

Von Jakob Gajdzik

München - Superstar Tony Parker hat die Siegesserie der San Antonio Spurs mit einer überragenden Leistung fortgesetzt.

Beim 103:100 nach Overtime im Spitzenspiel bei den Los Angeles Clippers glänzte der Franzose mit einem Double-Double aus 30 Punkten und 10 Assists. (SERVICE: Die Tagesbesten)

Die Texaner feierten somit ihren zehnten Erfolg in Serie und festigten ihrer Spitzenposition in der Southwest Division vor Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Neal: Erst Flutschfinger, dann Retter

Dass es dabei überhaupt zur Verlängerung kam, verdankten die Spurs Gary Neal, der 5,7 Sekunden vor Ende des Spiels einen Dreier in den Ring feuerte und auf 95:95 ausglich. (519003DIASHOW: Die 8. Woche der NBA)

Nur wenige Sekunden vorher wäre er fast zum Sündenbock der Partie abgestempelt worden, als er einen Pass von Parker aus den Fingern flutschen ließ und somit beinahe die Niederlage besiegelt hätte.

"Am Anfang wollte ich ihn erwürgen, weil ich nicht wusste, was passiert war", sagte Parker über den Ballverlust von Neal. "Dass er ihn verloren hat, kann jedem passieren. Wir haben weitergespielt und den Ball zurückbekommen. Dann hat er einen großen Dreier gelandet, so kennt man ihn."

Paul patzt und bekennt sich schuldig

Große Ernüchterung dagegen bei Clippers-Point-Guard Chris Paul, der mit seinem Fehlpass den Ausgleich einleitete.

"Das war wohl das schlechteste Spiel, seitdem ich in der NBA bin", zeigte sich Paul nach dem Spiel reumütig.

"Ich Trottel wollte ein Rückspiel vermeiden und habe den Ball genau zu Gary Neal geworfen. Das war der Knackpunkt für die Niederlage", nahm der 26-Jährige, der die letzten zehn Punkte seines Team in der regulären Spielzeit erzielte, die Schuld auf sich, um noch zu ergänzen: "Wir müssen Spiele wie diese gewinnen".

Spurs-Coach Gregg Popovich lobte die Moral und Kampfstärke seiner Jungs: "Es hat schwach für uns angefangen, aber sie haben die Köpfe nicht hängen lassen und sich gegenseitig vertraut."

Griffins Double-Double zu wenig

Die Clippers haben nach zuletzt zwei Siegen in Serie wieder einen Dämpfer erhalten, da half auch das Double-Double von Blake Griffin (22 Punkte, 20 Rebounds) nichts.

Der Power Forward versuchte das Beste aus der 20. Niederlage in den letzte 21 Spielen gegen San Antonio herauszuziehen: "Es sollte wehtun und wir sollten dieses Gefühl morgen ins Training mitnehmen. Es ist enttäuschend, aber wir können darauf aufbauen."

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

Chicago Bulls - New Jersey Nets 85:97

Ohne Superstar Derrick Rose verloren die Chicago Bulls ihr Heimspiel gegen die New Jersey Nets mit 85:97. Der MVP der Regular Season 2011 verpasste wegen Rückenproblemen nun bereits sein fünftes Spiel in Folge.

Für die Nets, die in Deron Williams ihren besten Werfer hatten (29 Punkte), endete somit eine Serie von acht Niederlagen in Folge.

"Es ist schon etwas her, seitdem ich uns das letzte Mal so stark an beiden Enden des Courts gesehen habe", lobte Nets-Coach Avery Johnson sowohl die Offense- als auch die Defense-Leistung seines Teams.

Memphis Grizzlies - Golden State Warriors 104:103

Mit einem Tip Shot fünf Sekunden vor dem Ende machte Tony Allen den hauchdünnen Sieg der Grizzlies gegen die Warriors perfekt.

Davor hatte der starke Rudy Gay seine Punkte 20 und 21 verpasst, war aber dennoch bester Werfer seines Teams vor Marc Gasol (17).

Memphis feierte seinen vierten Sieg in Folge und hofft weiter auf die Playoffs.

Für die Gäste feierte Stephen Curry mit 36 Punkten seine Saison-Bestmarke, konnte die Warriors-Pleite aber nicht verhindern.

Portland Trail Blazers - Atlanta Hawks 97:77

Raymond Felton hat beim deutlichen Sieg der Trail Blazers gegen die Hawks einen Schritt aus seiner persönlichen Krise gemacht.

Der Portland-Guard erzielte gegen die Falken 14 Punkte und acht Vorlagen und stoppte so eine Serie von vier Pleiten in Folge.

Ein weiterer wichtiger Faktor war die Rückker von LaMarcus Aldridge, der zuvor wegen einer Knöchelblessur zwei Spiele zuschauen musste.

Aldridge, der am kommenden Wochenende sein erstes All-Star-Game bestreiten wird, steuerte zum Sieg seiner Mannschaft ein Double-Double aus 19 Punkten und 10 Rebounds hinzu.

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