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Raymond Felton (l., gegen Pierce) kam auf 25 Punkte und 8 Assists © getty

Auch dumme Sprüche in Richtung Charlottes Rookie verhelfen den Celtics nicht aus der Krise. In Los Angeles reißt eine Serie.

Von Jessica Pulter

München - Seit dem Ende ihres 19-Siege-Laufes sind die Boston Celtics nicht mehr richtig auf die Beine gekommen.

Der amtierende Meister kassierte bereits die fünfte Niederlage im siebten Spiel - und das ausgerechnet beim Außenseiter, den Charlotte Bobcats.

Boston verlor nach Verlängerung mit 106:114.

Doch auch in der Western Conference strauchelte die Spitzenmannschaft.

Mentale Stärke fehlt

"Für unsere Gegner ist jedes Spiel gegen uns wie ein entscheidendes Playoff-Spiel", suchte Bostons Trainer Doc Rivers nach einer Erklärung für die Niederlage gegen den Klub von Mitbesitzer Michael Jordan.

"An manchen Tagen sind wir dafür einfach nicht mental eingestellt, dann brauchen wir auch Glück und müssen über uns hinauswachsen, um zu gewinnen."

Augustin dreht auf

Doch vor allem ein Bobcats wuchs in der entscheidenden Phase über sich hinaus.

Nachdem sich die Celtics drei Sekunden vor Schluss durch Paul Pierce in die Verlängerung gerettet hatten (97:97), war es D.J. Augustin, der bei den Gastgebern aufdrehte.

Der Bankspieler erzielte 11 seiner insgesamt 20 Zähler in der Overtime und warf damit allein mehr Punkte als die gesamte Celtics-Mannschaft.

Trash-Talk mit dem Rookie

Boston versuchte noch den Rookie mit Sprüchen zu verunsichern.

"Sie kommen auf dich zu und wollen dich einschüchtern", sagte Augustin. "Doch wenn man sich davon nicht beeindrucken lässt, dann werden sie auch ganz schnell wieder still."

Boston bleibt vorn

Die Celtics haben trotz der siebten Saisonniederlage in der Eastern Conference (29:7) noch ein halbes Spiel Vorsprung auf die Cleveland Cavaliers (27:6), auch wenn die Cavs mittlerweile die bessere Bilanz vorweisen.(DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Den Bobcats (13:22) fehlen immer noch mindestens vier Siege auf einen Playoff-Platz.

Los Angeles Lakers - New Orleans Hornets

Auch der Spitzenreiter der Western Conference hat eine Niederlage kassiert. Die L.A. Lakers unterlagen in eigener Halle den New Orleans Hornets mit 105:116.

Für die Kalifornier war es die erste Pleite nach zuletzt 15-Heimsiegen in Folge.

15:0-Lauf im Schlussviertel

Bis ins Schlussviertel hinein war die Partie völlig ausgeglichen, keine Mannschaft konnte sich mehr als neun Punkte absetzen.

Doch dann legten die Hornets angeführt von David West einen 15:0-Lauf aufs Parkett.

Der Forward machte 15 seiner 40 Zähler im letzten Viertel, neun davon während des entscheidenden Laufs, und führte so sein Team zum 21. Saisonsieg.

"Wir brauchten den Sieg"

"Wir waren ziemlich sicher, dass wenn wir Kobe Bryant etwas aus dem Spiel nehmen könnten, wir eine gute Chance auf den Sieg hätten", erklärte West.

"Und wir brauchten den Sieg, denn vorher haben uns die Lakers zwei Mal abgefertigt."

Bryant allein reicht nicht

Ganz aus dem Spiel konnten sie Bryant aber dann doch nicht nehmen. Dem Guard gelangen immerhin 39 Punkte und 7 Assists.

Doch dafür blieben die anderen Lakers blass. Pau Gasol machte nur zehn Punkte, Andrew Bynum kam nicht über sieben Zähler. Lediglich Derek Fisher erreichte mit 19 Punkten einen guten Schnitt.

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