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Oklahoma-City-Forward Kevin Durant (l.) ist derzeit der drittbeste Scorer der Liga © getty

Durant bricht beim Overtime-Sieg gegen Denver mit einer unglaublichen Leistung zwei Rekorde. Miami gewinnt das Florida-Duell.

Von Björn Seitner

München - Nun hat es auch Kevin Durant geschafft.

Beim 124:118 (53:48, 13:7)-Sieg nach Verlängerung gegen die Denver Nuggets erzielte der Thunder-Forward 51 Zähler und knackte zum ersten Mal in seiner Karriere die 50-Punkte-Marke.

"Durantula" verbesserte zudem den bisherigen Saisonrekord (48 Punkte) von Kobe Bryant und Monta Ellis (SERVICE: Die Tagesbesten).

"Um ehrlich zu sein hätte ich nicht gedacht, dass ich das in diesem jungen Alter schaffe", erklärte der 23-Jährige: "Alles ging so schnell bei mir. 51 Punkte sind ziemlich cool. Von so etwas träumt man als Kind."

Erstes Triple-Double für Ibaka

Russell Westbrook (40 Punkte, 9 Assists) und Serge Ibaka (14 Punkte, 15 Rebounds und 11 Blocks) komplettierten die starke Leistung der Thunder.

"I-block-a" erzielte sein erstes Triple-Double überhaupt, und stellte mit seinen elf Blocks ebenfalls eine Saisonbestmarke auf (521171DIASHOW: Die 9. Woche der NBA) .

Zudem schaffte es nach Michael Jordan und Scottie Pippen (1996 für die Chicago Bulls) kein Duo mehr jeweils mindestens 40 Punkte zu erzielen.

Denver kurz vor dem Sieg

Bis kurz vor Schluss lieferten sich beide Teams ein Duell auf Augenhöhe.

Die Nuggets, bei denen vor allem die Bank überzeugte - vier von fünf Spieler punkteten zweistellig -, hatten sogar 43 Sekunden vor Schluss beste Karten auf den Sieg.

Al Harrington brachte Denver mit zwei Freiwürfen mit 111:106 in Front.

"Durantula" schlägt zu

Doch dann holte Durant noch einmal alles aus sich heraus, traf einen Dreier und glich per Dunking vier Sekunden vor dem Ende aus.

In der Verlängerung konnte Denver nicht mehr mithalten. Westbrook mit sieben Zählern und Durant mit sechs Punkten brachten den 24. Saisonsieg der Thunder unter Dach und Fach (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

"Das ist absolut verrückt. Das war ein episches Spiel", konnte es Westbrook kaum fassen.

Karl ist dennoch zufrieden

Neben der starken Bank überzeugte bei Denver vor allem Arron Afflalo mit 27 Punkten.

Die achte Pleite aus den vergangenen zehn Spielen war für Nuggets-Coach George Karl aber kein Grund zur Unzufriedenheit: "Sie (Oklahoma City, Anm. d. Red.) haben eine der besten Mannschaft und wir haben sie in die Verlängerung gezwungen."

Und weiter: "Auch wenn die Anzeigetafel sagt, dass wir verloren haben, nehmen wir doch einige positive Dinge mit."

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

Miami Heat - Orlando Magic 90:78

Die Heat haben das Florida-Duell gegen die Orlando Magic deutlich gewonnen.

Vor den Augen von Ex-Präsident Bill Clinton, der ein Miami-Trikot mit der Nummer 42 erhielt - Clinton war der 42. Präsident der USA -, siegten die Heat klar mit 90:78 (43:31).

Die All-Stars Dwyane Wade (27 Punkte, 6 Rebounds) und LeBron James (25 Zähler, 11 Rebounds, 8 Vorlagen) waren die Garanten des sechsten Heat-Erfolgs in Serie.

"Superman" ohne Chance

Bei den Magic rutschte J.J. Redick kurz vor Spielbeginn für Jason Richardson, der wegen Magenproblemen passen musste, in die Startformation. Der Shooting Guard erzielte 17 Punkte.

Dwight Howard zeigte unter den Brettern mit 15 Rebounds eine starke Leistung, konnte aber im Angriff mit nur zwölf Zählern nicht überzeugen.

"Miami hat mich immer wieder dazu gezwungen, den Ball raus zu spielen. Ihre Defensive war wirklich stark", erklärte "Superman".

Miami allein an der Spitze

Zu Beginn des Schlussviertels erhöhte Chris Bosh (8 Punkte, 9 Rebounds) mit einem Sprungwurf die Heat-Führung auf 20 Punkte.

Während Miami sich mit dem 25. Sieg allein an die Spitze der NBA setzte, bleibt Orlando auf dem vierten Platz im Osten.

Phoenix Suns - Los Angeles Lakers 102:90

Die Los Angeles Lakers haben ihr Gastspiel bei den Phoenix Suns mit 90:102 (40:63) verloren.

Superstar Kobe Bryant war mit 32 Punkten zwar bester Werfer auf dem Parkett, leistete sich mit zehn Ballverlusten aber einen negativen Saisonrekord.

Im dritten Viertel lagen die Lakers bereits mit 27 Punkten zurück, ehe sie im Schlussabschnitt noch einmal auf zehn Zähler herankamen.

Nur Nash nicht zweistellig

Zum Sieg sollte die Aufholjagd aber nicht mehr reichen. Bei den Suns punkteten vier Starter zweistellig.

Lediglich Steve Nash kam auf nur acht Zähler, steuerte aber 14 Assists bei. Bester Werfer der Hausherren war Jared Dudley mit 25 Punkten.

Phoenix bleibt im Westen auf Rang zwölf, Los Angeles auf Platz fünf.

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