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Dirk Nowitzki spielt seit 1998 für die Dallas Mavericks in der NBA © getty

Mit dem Boston-Spiel geht die erste Saisonhälfte zu Ende. Nowitzki erlebt eine Achterbahnfahrt und macht "eine neue Erfahrung".

Von Björn Seitner

München - Es war eine Achterbahnfahrt, wie Dirk Nowitzki sie wohl noch nie erlebt hat.

Mit dem 89:73-Sieg gegen die Boston Celtics ging für die Dallas Mavericks die erste Hälfte der von 82 auf 66 Spiele verkürzten NBA-Saison zu Ende.

Einer Saison, die für den amtierenden Meister, vor allem aber für Dirkules, schon alles zu bieten hatte - sogar eine "neue Erfahrung" (521171DIASHOW: Die 9. Woche der NBA).

SPORT1 zieht Bilanz und blickt zurück auf die ersten 32 Spiele 2011/12:

Auftaktpleite gegen die Heat

Aufgrund des Lockouts begann die Spielzeit nach verkürzter Vorbeitungsphase erst am 25. Dezember mit der Neuauflage des Finals-Duells mit den Miami Heat - und der ersten Niederlage für die Texaner.

Vor eigenem Publikum gab es für Nowitzki trotz ordentlicher 21 Punkte nichts zu holen.

Erst im vierten Spiel, kurz vor Silvester, konnte Dallas gegen die Toronto Raptors den ersten Saisonsieg einfahren. Nowitzki steuerte immerhin 18 Zähler bei. (SERVICE: Der SPORT1-Nowitzki-Watch)

Rekord-Start vor dem Einbruch

Das neue Jahr begann für den elfmaligen All-Star gleich mit zwei Jubiläen: Gegen die Oklahoma City Thunder erzielte er seinen 8000. Korb, zwei Tage später ließ er das 1000. Spiel seiner Karriere folgen.

Dass Nowitzkis Finals-Form durch die Querelen der 149 Tage andauernden Verhandlungen zwischen Liga und Spielern deutlich litt, offenbarte sich erst in der Partie bei den San Antonio Spurs am 5. Januar.

Trotz 24 Minuten Einsatzzeit kam er nur auf sechs Punkte. Am 18. Dezember 2009 verbuchte Nowitzki beim Spiel gegen Houston zuletzt nur fünf Zähler - wurde damals aber früh wegen einer Verletzung ausgewechselt.

"Die Pause war nötig"

Und eine Verletzung bahnte sich auch in dieser Saison an: Acht weitere Spiele quälte sich Dirkules, erzielte gegen die Milwaukee Bucks zwar seinen 23.000 Punkt, blieb aber jedes Mal unter seinem Karriere-Schnitt von 22,9 Zählern.

Nach dem Sieg bei den Utah Jazz am 19. Januar, bei dem Nowitzki in 37 Minuten auf nur zwölf Punkte kam, fiel die Entscheidung, dem Superstar eine schöpferische Auszeit zu gönnen.

"Die Pause war nötig. Ich hatte ständig geschwollene Knie und konnte nicht mehr richtig spielen", erklärt der 33-Jährige, dem vor allem das rechte Knie Probleme bereitete: "Es war eine neue Erfahrung für mich. Ich bin halt keine 20 mehr."

Fünf oder sechs Partien in der Woche seien ihm einfach zu viel, so Nowitzki.

Nowitzki kommt ins Rollen

Doch nach leichten Anlaufschwierigkeiten im Anschluss seiner einwöchigen Pause scheint der Power Forward wieder in Top-Form.

In den letzten neun Partien kam er auf 25,4 Zähler und 8,0 Rebounds pro Spiel - zwei überdurchschnittliche Werte (SERVICE: Die Tagesbesten).

Gegen die Celtics zog der Würzburger zudem in den erlauchten Kreis der Spieler mit 1000 Blocks ein und überholte Celtics-Legende Robert "The Chief" Parish in der All-Time-Scorer-Liste, in der er jetzt den 20. Platz belegt.

Vorfreude auf stressiges All-Star Wochenende

Und auch für das All-Star Game am 26. Februar fühlt er sich mittlerweile fit: "Jeder weiß: Wenn ich gesund bin, bin ich ein Allstar. Es gibt sicher einige, die es auch verdient gehabt hätten, aber es freut mich sehr, dass die Coaches so viel Vertrauen und Respekt in mich haben."

Das Wochenende in Orlando werde zwar stressig, glaubt Nowitzki, hofft aber, "etwas Abstand gewinnen und runterkommen" zu können.

Sogar für die Mission Titelverteidigung sieht er sich und die Mavs gewappnet: "Jeder kann jeden schlagen. Aber wir sind oben mit dabei und müssen uns vor niemandem verstecken." (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Privates Glück

Kraft und Motivation für die zweite Saisonhälfte schöpft Nowitzki sicher auch aus seinem Privatleben.

Gerade erst hat er sich mit seiner Freundin, der schwedischen Galeristin Jessica Olsson, verlobt.

"Außerhalb des Spielfelds will ich mal Familie und Kinder haben. Drei oder vier wären gut", kündigte Nowitzki bereits an.

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