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Dirk Nowitzki ist einer der 20 besten NBA-Spieler aller Zeiten © getty

Nowitzki überholt beim klaren Sieg über Bostons Rumpftruppe "The Chief" in der ewigen Scorer-Liste. Kidd übertrumpft Jordan.

Von Björn Seitner

München - Erfolgreicher Abschluss der ersten Saisonhälfte für die Dallas Mavericks:

Die Texaner haben sich vor heimischem Publikum im American Airlines Center klar gegen die Boston Celtics durchgesetzt, und Dirk Nowitzki durfte gleich zwei neue Topmarken feiern.

Mit 26 Punkten und der Saisonbestleistung von 16 Rebounds führte Dirkules den Meister zum ungefährdeten 89:73 (44:34)-Sieg über den angeschlagenen Rekordmeister, bei dem Kevin Garnett, Rajon Rondo und Brandon Bass fehlten.

Bereits nach 150 Sekunden machte der Würzburger gegen Avery Bradley als 80. NBA-Spieler den 1000. Block seiner Karriere (521171DIASHOW: Die 9. Woche der NBA).

Dirk besser als Parish

Zur Mitte des ersten Spielabschnitts überholte er zudem Hall-of-Famer Robert "The Chief" Parish (23.334 Punkte) und zog mit nun 23.354 Zählern in die Top 20 der ewigen Scorer-Liste ein (SERVICE: Der SPORT1-Nowitzki-Watch).

"Ich habe immer gesagt, so etwas ist toll, wenn man später auf seine Karriere zurückblickt. Aber die Hauptsache ist, dass es seit meiner einwöchigen Pause wieder viel besser läuft", bekräftigte Nowitzki noch einmal die Richtigkeit der Entscheidung vom Januar, vier Spiele auszusetzen.

Lobende Worte für den Finals-MVP fand auch Mavs-Coach Rick Carlisle: "Diese Marke ist für alle Leute, die ihm nie zugetraut hatten, einer des besten 20 Spieler zu werden."

Kidd besser als Jordan

Auch Teamkollege Jason Kidd setzte einen Meilenstein und hatte Grund zu feiern:

Der Routinier überholte Michael Jordan in der ewigen Bestenliste der Steals und rückte mit 2517 Steals auf Rang zwei vor. Besser ist nur noch John Stockton mit 3265 Steals (SERVICE: Die Tagesbesten).

"Jason Kidds Karriere ist unglaublich", so Carlisle über den 38-Jährigen, der seine Laufbahn 1994 in Dallas begann: "Die ganze Mannschaft ist wie ein Legenden-Team. Hier werden jede Woche Rekorde gebrochen."

Rondo fehlt gesperrt

Dass Boston an diesem Abend ein dankbarer Gegner für die zahlreichen Mavs-Jubiläen war, lag vor allem am Verletzungspech der Celtics - und an deren Undiszipliniertheit:

Weil Rondo bei der Niederlage in Detroit einem Offiziellen den Ball entgegenschleuderte, wurde der Point Guard für zwei Spiele gesperrt.

Gegen die Mavs verlor Boston zudem auch noch die beiden Starter Jermaine O'Neal (Handgelenk) und Chris Wilcox (Adduktoren) im dritten Viertel.

"Wir haben in letzter Zeit sehr viel Pech. Das ist wirklich hart", trauerte Paul Pierce den Ausfällen nach.

Vierte Boston-Pleite in Folge

Zum Zeitpunkt der neuerlichen Verletzungen lagen die Celtics jedoch schon mit 24 Punkten zurück und konnten ihre vierte Pleite in Folge nicht mehr verhindern.

"Wir müssen zusehen, dass die Jungs wieder fit werden. Zwischenzeitlich hatte ich fünf Guards auf dem Feld", erklärte Boston-Coach Doc Rivers.

Er habe sogar richtig Angst, mit der medizinischen Abteilung zu reden, da er ohnehin nur schlechte Neuigkeiten bekomme, so Rivers.

"Jet" stark von der Bank

Pierce war mit 20 Punkten bester Werfer der Celtics, die sich mit 16 Ballverlusten doppelt so viele wie die Mavs leisteten. Auch Bradley (12) und Ray Allen (15) punkteten zweistellig.

Bei Dallas überzeugte neben dem überragenden Nowitzki vor allem Jason Terry mit 16 Zählern von der Bank (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Der Meister eroberte nach dem 21. Saisonsieg Rang drei im Westen hinter Oklahoma City und San Antonio.

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