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Andrew Bynum (l.) spielt seit 2005 bei den Los Angeles Lakers © getty

Zehn Mal wechselt die Führung in Dallas, bevor ein Lakers-Veteran die Mavs knackt. Dirkules' Double-Double reicht nicht.

Von Björn Seitner

München - Andrew Bynum grinste verschmitzt, als er mit einem öffnenden Pass auf Derek Fisher die entscheidende Szene des Spiels einleitete.

Der Lakers-Veteran traf rund vier Minuten vor Schluss einen wichtigen Dreier, Bynum legte per Alley-Oop-Dunk nach, und Los Angeles besiegte die Dallas Mavericks am Ende mit 96:91 (48:48).

Es war der zweite Sieg der Lakers gegen die Texaner in dieser Saison.

Die Mavs gehen trotz eines starken Double-Double von Dirk Nowitzki - der Würzburger erzielte 25 Punkte und holte 12 Rebounds - mit einer Pleite ins All-Star Wochenende (SERVICE: Der SPORT1-Nowitzki-Watch).

Die Lakers, bei denen Superstar Kobe Bryant (15 Zähler) einen schlechten Tag erwischte und nur 4 seiner 15 Würfe aus dem Feld traf, müssen dagegen noch zum Top-Spiel zu den Oklahoma City Thunder (ab 3.30 Uhr LIVESCORES).

Zehn Führungswechsel

In Dallas entwickelte sich eine wilde Partie:

Insgesamt zehn Führungswechsel gab es in der Neuauflage des NBA-Playoff-Viertelfinals von 2011, 13 Mal stand es unentschieden zwischen beiden Teams.

"Den Sweep von letztem Jahr hatten wir noch in unseren Köpfen", erklärte Bynum zu den vier Playoff-Partien, die die Lakers allesamt verloren.

Dafür drehte der Center dieses Mal richtig auf konnte ein Double-Double aus 19 Punkten und 14 Rebounds verbuchen (521171DIASHOW: Die 9. Woche der NBA).

Bynum eröffnet 9:0-Lauf

"Andrew war großartig", lobte Lakers-Coach Mike Brown "Bynumite" mit simplen Worten.

Der Knackpunkt des Spiels: Mit zwei Freiwürfen brachte Bynum sein Team mit 84:82 in Front.

Jason Kidd und Jason Terry vergaben zwei Versuche von der Dreier-Linie, ehe Fisher auf Pass von Bynum den Vorsprung der Lakers vergrößerte und mit einem Sprungwurf den 9:0-Lauf perfekte machte.

Krimi bis zum Schluss

Jason Terry und Nowitzki brachten Dallas in einer hektischen Schlussphase noch einmal auf zwei Punkte heran.

Beim Stand von 93:91 für Los Angeles vergaben Kobe Bryant und Pau Gasol, der von Brendan Haywood übel im Gesicht gefoult wurde, jeweils zwei Freiwürfe.

"Ich habe ein bisschen Übergewicht", erklärte Brown trotz der Fehlwürfe grinsend: "Aber ich bin noch zu jung, um einen Herzinfarkt zu bekommen."

"Ein wirklich großartiger Abend"

Am Ende sollte es für die Lakers dennoch reichen - Fisher machte den 20. Saisonsieg mit einem Sprungwurf perfekt.

Auch der 37-jährige Point Guard hatte die Playoff-Schmach noch nicht vergessen: "So wie die letzte Saison für uns zu Ende ging, war das ein wirklich großartiger Abend."

Mit 24 Zählern und neun Rebounds gab Gasol zudem eine klare Antwort auf die Trade-Gerüchte - das Lakers-Management ließ zuletzt offen, ob der Spanier auch nach der Trade-Deadline am 15. März in Los Angeles spielen wird (EXKLUSIV: Pau Gasol im SPORT1-Interview).

Bei den Gästen punkteten vier der fünf Starter zweistellig, bei den Mavs dagegen nur zwei (SERVICE: Die Tagesbesten).

Drei Mavs-Starter enttäuschen

Shooting Guard Vince Carter zeigte mit 20 Punkten neben Dirkules eine starke Leistung.

Auch Terry kam von der Bank am Ende auf gute 16 Zähler, die restlichen Starter enttäuschten jedoch:

Kidd (5 Punkte), Haywood (4) und Shawn Marion (8) erwischten einen ganz miesen Tag.

Odom fehlt gegen Ex-Team

"Ich bin nicht bestürzt, aber enttäuscht bin ich schon", erklärte Mavs-Coach Rick Carlisle: "Wir haben es versucht, aber der Bruch im Spiel kam zu einem ungünstigen Zeitpunkt."

Ex-Lakers-Forward Lamar Odom stand bei den Mavs wegen einer Familienangelegenheit nicht im Kader.

Los Angeles hat den Abstand im Westen verkürzt und liegt nun direkt hinter Dallas auf Rang fünf (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

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