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Bald wiedervereint? Die All-Stars Steve Nash and Dirk Nowitzki im Februar 2003 © getty

Vor dem All-Star Game keimt Hoffnung auf eine Rückkehr des zweimaligen MVP nach Dallas. Nash könnte zum Schnäppchen werden.

Aus Orlando berichtet Michael Spandern

Orlando - Allein in Orlando - als einziger Vertreter des NBA-Champions Dallas Mavericks ist Dirk Nowitzki zum All-Star Game ins schwüle Florida gereist.

Einsam allerdings dürfte es dem Würzburger beim dreitägigen Spektakel nicht werden. "Ich werde zu einigen Partys gehen, Freunde treffen und die Zeit genießen", sagte er vor seinem elften Auftritt in Folge.

Einen guten Freund trifft er auch auf dem Feld: Steve Nash, der Dirkules in dessen NBA-Anfangstagen unter seine Fittiche nahm, ist nach einem Jahr Pause wieder dabei.

Neue Hoffnung auf Nash-Rückkehr

Und mit dem Kanadier dürfte Nowitzki so einiges zu besprechen haben. Denn während sich die meisten Transfergerüchte weiterhin um Lokalmatador Dwight Howard und New Jerseys Deron Williams ranken, keimt neue Hoffnung auf eine Reunion von Nash und Dirkules in Dallas.

Experten sehen gute Chancen, dass die Mavericks nach siebeneinhalb Jahren ihren wohl größten Transferfehler revidieren und den 38-jährigen Spielmacher zurückholen können.

Und sie seien gut beraten, alles daranzusetzen, schreibt Insider Cameron McCauley im "Bleacherreport". Schließlich nage der Zahn der Zeit momentan viel schärfer an Jason Kidd, Dallas' derzeitiger Nummer 1 in der Regie.

Kidd auf dem absteigenden Ast

Kidd, knapp ein Jahr älter als Nash, fehlte in der aktuellen, wegen der Aussperrung komprimierten Saison bereits in zehn Partien. In den restlichen sanken seine Statistiken um durchschnittlich 2,8 Punkte auf 5,1 und um 2,7 Assists auf 5,5. Keine meisterlichen Zahlen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Nash hingegen erlebt seinen x-ten Frühling und trotzt der tristen Lage bei den Suns, die sich als Drittletzter im Westen kaum noch Playoff-Hoffnungen ausrechnen dürfen.

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Er verdiente sich seine achte All-Star-Nominierung mit 13,9 Punkten und 10,9 Assists - mit Abstand spitze in der NBA. Zudem liefert er wie gewohnt Fabelquoten bei Dreiern (43%), Zweiern (49%) und Freiwürfen (90%) ab.

Beaubois und Draftrechte als Gegenwert?

Und dem Vernehmen nach ist ein Deal für Dallas durchaus zu stemmen, da Nashs Vertrag in Phoenix ohnehin am Ende dieser Spielzeit ausläuft und die Suns daran interessiert sind, irgendeinen Gegenwert zu bekommen.

Das Team aus Arizona wäre wohl schon zufrieden, wenn es das ewige Playmaker-Talent Roddy Beaubois, den ein oder anderen Akteur mit auslaufendem Vertrag und das Erst- oder Zweitrunden-Draftrecht der Mavs für 2013 bekäme.

Dallas wiederum hätte den Vorteil, sich weiter alle Optionen für den kommenden Sommer offenzuhalten, wenn Howard und "D-Will" Free Agents werden.

Cuban will "massives Upgrade"

Mark Cuban, der umtriebige Besitzer der Mavs, liegt jedenfalls auf der Lauer, um rechtzeitig vor der Deadline für Trades Mitte März zuzuschlagen.

"Wir haben nicht vor, den Kader richtig umzukrempeln", sagt er zwar. Schließlich sei Dallas besser aufgestellt als vor zwei Jahren, als er kurz nach dem All-Star Game mit einem großen Tausch Caron Butler, Brendan Haywood und DeShawn Stevenson nach Texas holte.

"Aber es ist immer noch eine Menge Luft nach oben. Wenn uns jemand ein Angebot macht, das wir nicht ablehnen können und das uns auf ein höheres Level bringt, sind wir dabei." Doch es brauche "ein massives Upgrade", um seine Aufmerksamkeit zu wecken.

"Eines Besseren belehrt"

Es dürfte für den Multi-Milliardär mehr als reizvoll sein, Nash wiederzubekommen. Der wurde 2005 und 2006 zum wertvollsten Spieler der Liga gewählt und habe ihn mit seinen konstanten Top-Leistungen "eines Besseren belehrt", gibt Cuban zu.

2004 bot er dem genialen Wirbelwind einen Vierjahresvertrag im Wert von etwa 36 Millionen Euro, den Phoenix (sechs Jahre, 63 Millionen) deutlich überbot.

Nun liegt es an Dirkules, dem in Johannesburg geborenen Kumpel klarzumachen, dass seine Aktien bei Fans und Verantwortlichen in seiner Abwesenheit noch mal gestiegen sind.

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