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Dirk Nowitzki gewann beim All-Star Game 2006 den Dreipunkte-Wettbewerb © getty

Dwight Howards Berater steht in Kontakt mit den Mavs, doch Nowitzki bricht lieber für "Matrix" eine Lanze und schwärmt von Nash.

Aus Orlando berichtet Michael Spandern

Orlando - Das All-Star Game in Orlando stand ganz in seinem Zeichen - ebenso wie die Träume vieler Mavericks-Fans (Bericht).

Seit durchgesickert ist, dass Dwight Howard seinen Agenten Dan Fegan beauftragt hat, ein Tauschgeschäft mit den New Jersey Nets, Los Angeles Lakers oder eben Dallas auszuloten, hat die Hoffnung auf das Traumduo Dirk Nowitzki und "Superman" eine feste Grundlage.

Doch Nowitzki selbst lässt der Gedanke an den besten Center der NBA kalt: "Keiner weiß genau, was da läuft", sagte er im Interview mit SPORT1 während des All-Star Weekends: "Von daher übt der Gedanke, Howard im Team zu haben, keine Faszination aus!"

Zuspruch für Odom

Stattdessen macht sich der elfmalige All-Star für den wegen seines 8,65-Millionen-Dollar-Gehalts in der nächsten Saison oft als Tradekandidaten gehandelten Shawn Marion stark (523845DIASHOW: Das All-Star Game 2012).

Und auch vom bislang enttäuschenden Zugang Lamar Odom, der statt wie zuletzt bei den L.A. Lakers 14,4 Punkte und 8,6 Rebounds nur noch 7,7 Zähler und 4,5 Rebounds pro Spiel abliefert, verspricht er sich noch Einiges.

Gegenüber SPORT1 spricht Dirkules zudem über seinen alten Kumpel Steve Nash, dessen Wechsel nach Dallas ebenfalls denkbar ist (Bericht) und über die Meldungen, er wolle die amerikanische Staatsbürgerschaft annehmen.

SPORT1: Herr Nowitzki, nach rund der Hälfte der regulären Saison liegt Dallas auf dem vierten Platz im Westen. Wie fällt Ihr Fazit aus?

Dirk Nowitzki: Wir sind anfangs gestrauchelt und sind nicht in die Gänge gekommen. Aber wir haben einige Schritte in die richtige Richtung gemacht. Unsere Neuen passen ganz gut zu uns. Wir dürfen uns noch Einiges erwarten in der zweiten Saisonhälfte, zum Beispiel von Lamar Odom. Das Ziel ist, wie im letzten Jahr unseren besten Basketball in den Playoffs zu zeigen.

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SPORT1: Wie sehen Sie die Chancen, erneut in die Finals einzuziehen?

Nowitzki: Wir sind da, wo wir zu diesem Zeitpunkt sein wollten: mitten im Rennen im Westen. Und das ist völlig offen. Klar, Oklahoma City spielt richtig gut, die Thunder sind sicherlich die Favoriten auf Platz 1 im Westen.

SPORT1: Shawn Marion gehört zu den Leistungsträgern im Team. Trotzdem taucht sein Name immer wieder in Trade-Gerüchten auf, da ihm in der kommenden Saison das zweithöchste Gehalt aller Mavs zustünde. Glauben Sie, dass "The Matrix" gehen muss, um mehr Spielraum unter der Gehaltsobergrenze zu schaffen?

Nowitzki: Ich glaube nicht, dass da was in der Mache ist. Er wird von vielen unterbewertet. Er ist ein Kämpfer und ein großer Teil unseres Erfolgs.

SPORT1: Dwight Howards Zukunft ist ein großes Thema - nicht nur während des All-Star Weekends und nicht nur in Orlando. Glauben Sie, dass er früher oder später in Dallas landet?

Nowitzki: An den Spekulationen beteiligte ich mich nicht, da keiner genau weiß, was da läuft. Auch unser Coach sagt: man muss sich auf die konzentrieren, die da sind, und mit denen arbeiten. Von daher übt der Gedanke, Howard im Team zu haben, keine Faszination auf mich aus!

SPORT1: Ihr alter Kumpel Steve Nash ist dieses Jahr wieder ein All-Star. Was zeichnet ihn aus?

Nowitzki: Er macht all seine Mitspieler besser, da er die richtigen Spielzüge für sie einleitet. Er ist einer der besten Spielmacher aller Zeiten. Seinen Blick für das ganze Spielfeld habe ich immer bewundert, er findet immer die richtigen Spielzüge, ist schlau und vor allem: uneigennützig. In der Beziehung ist er old school. Es macht Spaß, mit ihm zu spielen.

SPORT1: Glauben Sie, dass Mark Cuban vor Ende des Transferfensters am 15. März noch einen Trade macht?

Nowitzki: Nein, das glaube ich nicht. Cuban hat sehr klar gesagt, dass er im Sommer Spielraum unter der Gehaltsobergrenze haben möchte. Da gibt er jetzt wohl kein Geld aus, das diesen Plan durchkreuzt.

SPORT1: Es gab vor Kurzem die Meldung, dass Sie die amerikanische Staatsbürgerschaft annehmen wollen. Wie konkret ist dieser Plan?

Nowitzki: Das ist nur aufgeblasen worden, wie so vieles. Ich wurde gefragt, ob ich mir vorstellen könne, die Staatsbürgerschaft anzunehmen und ich sagte, vielleicht in zehn Jahren, wenn ich dann noch hier lebe. Und als ich zurück in Deutschland war, hieß es gleich, ich beantrage einen Pass. Wer weiß, was nach meiner Karriere wird? Ich mag es hier in Amerika, aber ich mag es auch in Deutschland.

SPORT1: Was unterscheidet das Leben hier von dem in Deutschland?

Nowitzki: Weiß ich nicht genau. Ich fühle mich hier und da wohl. In Deutschland ist meine Familie, bei der ich gerne bin. Hier habe ich meinen Beruf. Nur das Wetter in Dallas ist definitiv besser.

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