vergrößernverkleinern
Kevin Garnett spielt die zweite Saison für die Boston Celtics © getty

Seit Weihnachten läuft es bei den Boston Celtics nicht mehr rund. Garnett macht die Basketball-Götter dafür verantwortlich.

Von Jessica Pulter

München - Es fing so gut an, doch mittlerweile sind die Boston Celtics hart auf dem Boden der Tatsachen aufgeschlagen.

Die Mannschaft, die mit einer 27:2-Startbilanz für einen neuen NBA-Rekord sorgte und zudem 19 Spiele in Folge nicht verlor, steckt derzeit in einer tiefen Krise.

Seit dem Spiel am ersten Weihnachtstag, das der amtierende Meister mit 83:92 beim Erzrivalen den Los Angeles Lakers verlor, läuft es nicht mehr rund.

In sechs der letzten acht Spiele kassierten die Celtics eine Niederlage, Platz eins in der Eastern Conference haben sie bereits an die Cleveland Cavaliers verloren.

Kevin Garnett weiß auch genau, woran es liegt. "Die Basketball-Götter sind derzeit nur noch nett zu den anderen Teams", sagte er mit Sarkasmus in der Stimme.

Fehler in der Abwehr

Doch fehlendes Glück ist nur die halbe Wahrheit, denn die Celtics zeigten in den vergangenen zwei Wochen eine große Schwäche in der Abwehr.

"Momentan machen wir in der Verteidigung keinen guten Job", erklärte Bostons Paul Pierce.

"Darüber reden wir ständig, doch es bleibt unser Problem. Wenn wir hinten keine Körbe verhindern, können wir uns einfach auf dem Tableau nicht absetzen."

Schwächere Wurfquote

Das verdeutlicht auch die Wurfquote in den sechs Niederlagen, denn während die Celtics nur 43,7 Prozent ihrer Versuche aus dem Feld verwandelten, gewährte man den Gegnern durchschnittlich eine Erfolgsbilanz von 45,9 Prozent.

Dadurch verlor man auch drei Mal gegen Teams mit einer negativen Bilanz, wie die Charlotte Bobcats. (Die Besten der Besten)

Keine Überraschung für Rivers

Für Bostons Coach kommt die Durststrecke allerdings nicht ganz überraschend.

"Ich habe immer gesagt, dass wir nicht gut spielen. Jetzt glaubt ihr mir das endlich", sagte Doc Rivers Reportern des "Boston Globes". "Dem Team merkte man den Weg in die Krise bereits an, und nun stecken wir mittendrin."

"Bilanz können sich schnell ändern"

Die Aufgabe, sich aus dem Tief wieder zu befreien, wird für die Celtics aber nicht leichter, denn bereits in der Nacht zum Samstag (ab 2 Uhr LIVESCORES) müssen sie zum Topspiel nach Cleveland reisen, wo die Cavaliers seit 18 Spielen ungeschlagen sind.

Clevelands Coach Mike Brown will Boston aber trotz der Krise nicht unterschätzen.

"Sie sind der Meister, und da macht es keinen Unterschied, wer die bessere Bilanz hat", gab der Trainer zu verstehen.

"Boston ist das Team, das von allen gejagt wird, und Bilanzen können sich auch schnell wieder ändern."

Selbstvertrauen tanken

Trotzdem gilt es für die Celtics, mit einem Sieg nicht nur die Bilanz aufzubessern, sondern auch Selbstvertrauen zu tanken.

"Wir müssen einfach wieder mehr Vertrauen zueinander haben", meinte Rivers. "Dann wird auch alles wieder gut."

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel