

Nächste Pleite: Heat verglühen in Indiana
Von Björn Seitner
München/Indiana - Zum ersten Mal in der laufenden Saison haben die Miami Heat zwei Mal in Folge mit zweistelligem Punkteabstand verloren.
Nach der Pleite gegen die Oklahoma City Thunder ( Bericht) musste der Vizemeister auch in Indiana eine 90:105 (46:49)-Niederlage einstecken ( DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).
Verunsichern lassen will sich in Miami aber niemand. "Es ist alles okay. In einem Monat werden wir uns nicht einmal mehr daran erinnern. Es wird sich alles wieder einrenken", sagte Chris Bosh trotzig.
Auch Heat-Coach Erik Spoelstra sparte an kritischen Tönen: "Auch wenn es anstrengend ist, da müssen wir durch."
Wieder zu viele Ballverluste
LeBron James erzielte 24 Zähler und holte neun Rebounds, leistete sich aber auch sechs Ballverluste. Bereits gegen OKC waren es vier. Insgesamt kamen die Heat in dieser Statistik auf 17.
"Mit manchen Ballverlusten kann man leben, aber ich hatte heute wieder ein paar unnötige. So etwas gefällt niemandem", erklärte LBJ (DIASHOW: Die Bilder der 14. NBA-Woche).
"D-Wade", der ebenfalls 24 Punkte für die Heat erzielte, machte in der ersten Halbzeit den 600. Block seiner Karriere - das schaffte nur ein weiterer Spieler in der NBA-Geschichte, der nicht größer als 1,93 Meter war: Der dreimalige Champion Dennis Johnson.
George-Dreier setzt den Kurs
Bis zum Ertönen der Halbzeit-Sirene war die Partie ausgeglichen, doch dann landete der Buzzer Beater von Pacers-Guard Paul George im Korb.
Aus der eigenen Spielhälfte feuerte der 21-Jährige den Ball ab. Über die drei Punkte war er selbst erstaunt:
"Ich wusste, dass die Zeit abläuft, aber ich wollte es einfach versuchen. Das war ein wichtiger Treffer, denn alleine dadurch nimmt man Schwung mit in die zweite Hälfte."
Starke Pacers-Defensive
In den ersten drei Minuten des dritten Spielabschnitts baute Indiana seine Führung zum ersten Mal auf eine zweistellige Punkteanzahl aus.
Am Ende des Viertels waren es dann sogar 13 Punkte, weil die Heat nur 6 ihrer 19 Würfe aus dem Feld trafen.
"Wir spielen auf hohem Niveau", erklärte Pacers-Coach Frank Vogel: "Wir wollen mit dem Ende der Saison einen starken Lauf hinlegen und als eines der heißesten Teams in die Playoffs einziehen."
Alle Starter punkten zweistellig
Zieht Indiana seine starke Teamleistung weiterhin durch, dürfte diese Ansage durchaus zur Realität werden.
Gegen das drittbeste Team der Liga punkteten alles fünf Starter der Pacers zweistellig. Bester Werfer des Abend war Forward Danny Granger mit 25 Punkten.
Aber auch Darren Collison (20 Zähler), Paul George (16), Roy Hibbert (11) und David West (10) überzeugten beim 29. Saisonsieg. Shooting Guard Leandro Barbosa komplettierte die starke Leistung mit 14 Punkten von der Bank.
Indiana hat Spaß
Auch unter den Brettern überzeugte das fünftbeste Team im Osten: Mit 49:33 ging das Rebound-Duell ganz klar an Gastgeber Indiana.
George Hill, der vor der Saison von den San Antonio Spurs zu den Pacers wechselte, sieht den Erfolg vor allem in der passenden Chemie des Teams begründet:
"Vor einer Weile haben wir noch viel eigensinniger gespielt. Jetzt vertrauen wir uns und haben richtig Spaß auf dem Court."