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Dirk Nowitzki (l.) erzielte in den vergangenen drei Partien nur 14,6 Punkte im Schnitt © getty

Die Mavericks verlieren auch bei den zuvor chronisch erfolglosen Sacramento Kings. Dirk Nowitzki steckt weiter im Formtief.

Von Matthias Becker

München - Jason Terry alleine konnte es am Ende doch nicht richten.

Bei den Sacramento Kings schwang sich Terry zwar zur Saisonbestleistung von 33 Punkten auf, die blamable 95:102-Niederlage der Dallas Mavericks konnte er aber nicht verhindern.

Selbst Dirk Nowitzki konnte dem Point Guard nicht unter die Arme greifen und lieferte mit 15 Punkten und acht Rebounds die dritte unterdurchschnittliche Leistung in Folge ab. In den letzten drei Partien brachte es Nowitzki im Schnitt nur auf 14,6 Punkte, traf nur knapp ein Drittel seiner Würfe.

Da mit Josh Howard zusätzlich die dritte Säule im Angriffsspiel wegen einer Handgelenksverletzung ausfiel, fehlten Dallas in der Offensive die Alternativen.

Mavs brechen in Halbzeit zwei ein

Und trotzdem, die bislang chronisch erfolglosen Kings wären für die Mavericks ein leichtes Opfer gewesen. Doch wie schon bei der Klatsche von Phoenix (Shaq nimmt Mavericks auseinander) brach Dallas in der zweiten Halbzeit ein.

Nach einer soliden ersten Hälfte gingen die Gäste mit einer 55:49-Führung in die Pause. Auch in der Anfangsphase des dritten Viertels lagen die Mavs noch mit 66:53 in Front. Doch ein 41:16-Lauf brachte Sacramento bis ins Schlussviertel hinein vorentscheidend mit 94:82 nach vorne.

Da nutzte auch der Schlussspurt von Nowitzki und Co. nichts mehr. Erstmals seit dem schwachen Saisonstart von zwei Siegen und sieben Niederlagen verlor Dallas wieder zwei Spiele in Folge.

Neunter Sieg für Sacramento

Jason Terry versuchte dennoch, die positiven Seiten der 15. Saisonniederlage zu sehen. "In Phoenix sind wir an allen Fronten untergegangen, aber heute haben wir uns zumindest alles versucht", sagte Terry: "Aber am Ende haben sie es mehr gewollt als wir."

Für Sacramento war es überhaupt erst der neunte Saisonsieg, elf der letzten zwölf Partien hatten die Kalifornier verloren.

"Unser Problem war die Dreier-Linie"

Mavs Coach Rick Carlisle sah vor allem einen Grund für die Niederlage seines Teams. "Unser Problem war die Dreier-Linie", erklärte er und meinte das gleich doppelt: "Wir haben selbst nicht gut geworfen und sie haben 50 Prozent getroffen. Das ist eine enttäuschende Niederlage."

In der Tat war die Quote der Mavericks aus der Distanz unterirdisch. Nur drei von 20 Versuchen fanden ihren Weg ins Ziel, was auch Nowitzki erregte. Der MVP der Saison 2006/07 gab sich aber auch selbstkritisch:

"Ich wurde oft gedoppelt, aber trotzdem muss ich mehr Würfe treffen", sagte er angesichts von sechs Treffern bei 18 Versuchen.

Entscheidende Woche für Mavs

Diese Quote sollte sich in dieser Woche deutlich verbessern, schließlich stehen für Dallas wegweisende Partien auf dem Programm. Am Dienstag geht es zu den Denver Nuggets, am Mittwoch kommen die New Orleans Hornets nach Texas.

Und am Sonntag gastieren die Utah Jazz bei den Mavs. Utah liegt momentan hauchdünn vor den Mavericks auf Platz acht der Western Conference. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Ob Josh Howard bei dieser entscheidenden Partien wieder dabei ist, ist derzeit noch unklar. In Denver wird er auf jeden Fall fehlen, da er in der Heimat am Handgelenk untersucht wird.

Nicht nur Jason Terry wird hoffen, dass Howard ganz schnell zurückkommt.

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