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Duell der Superstars: Kobe Bryant (l.) zieht an Miamis Dwyane Wade vorbei © getty

Auch ein blutiges Treffen mit Dwyane Wade stoppt Kobe Bryant und die Lakers nicht. Boston beendet derweil die Negativserie.

Von Matthias Becker

München - Das Duell mit Dwyane Wade hinterließ bei Kobe Bryant deutliche Spuren.

Kurz vor Ende der Partie zwischen Bryants L.A. Lakers und Wades Miami Heat rasselten die Superstars mit den Köpfen zusammen.

Den härteren Schädel hatte offensichtlich Wade, Bryant erlitt einen Cut und über dem rechten Auge und musste mit vier Stichen genäht werden.

Das bessere Ende hatten aber Bryant und die Lakers für sich: Sie gewannen mit 108:105 und fuhren als erstes Team der Western Conference den 30. Saisonsieg ein. Mit einer Bilanz von 30:6 sind die Kalifornier derzeit das beste Team der NBA.

Bynum mit Saisonbestleistung

Und das, obwohl die Schlüsselspieler Bryant und Pau Gasol gegen Miami ungewohnt schwache Trefferquoten ablieferten. Während Wade bei den Heat mit 27 Punkten bester Werfer war, traf Bryant nur fünf von 14 Würfen und kam auf 19 Punkte. Gasol schnappte sich immerhin 18 Rebounds, erzielte aber auch nur 14 Punkte.

Zum Sieg kamen die Lakers vor allem, weil andere in die Bresche sprangen. Center Andrew Bynum war mit der Saisonbestleistung von 24 Punkten bester Werfer. Auch Vladimir Radmanovic, der L.A. 6,6 Sekunden vor Schluss mit zwei verwandelten Freiwürfen zu einer vorentscheidenden Vier-Punkte-Führung verhalf, lieferte mit 18 Zählern einen Saisonbestwert ab.

"Das ist ein gutes Zeichen", freute sich Gasol über die auftrumpfenden Kollegen: "Wir haben zwar vielleicht mal in der Offensive Probleme, aber wir finden trotzdem noch einen Weg, das Spiel zu gewinnen."

Toronto Raptors - Boston Celtics 88:94

Aufatmen beim Meister: Die Boston Celtics haben ihre Negativserie beendet und nach vier Niederlagen in Folge erstmals wieder gewonnen.

Matchwinner beim 94:88-Erfolg bei den Toronto Raptors war Guard Ray Allen, der mit 36 Punkten seine beste Saisonleistung ablieferte. Vor allem von jenseits der Dreier-Linie lief Allen heiß. Acht seiner zehn Distanzwürfe fanden ihr Ziel.

"Wenn Ray heiß läuft, dann fokussieren wir uns auf ihn", kommentierte Celtics-Coach Doc Rivers den starken Auftritt seines Führungsspielers.

Boston, das sieben der letzten zehn Spiele verloren hat, liegt mit einer Bilanz von 30:9 weiter an der Spitze der Atlantic Division. Die Raptors, bei denen Andrea Bargnani mit 17 Punkten und neun Rebounds noch am ehesten überzeugte, bleiben Vierter.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

San Antonio Spurs - Orlando Magic 98:105

Die Orlando Magic bleiben den Celtics in der Eastern Conference weiter voraus. Durch einen überzeugenden 105:98-Erfolg erreichten die Magic wie auch Boston ihren 30. Saisonsieg, haben aber eine Niederlage weniger kassiert.

In San Antonio profitierte Orlando, das 13 seiner letzten 15 Spiele gewonnen hat, davon, dass den Spurs zum Spielende einmal mehr die Luft ausging. Während die Magic die wichtigen Würfe trafen, ließ San Antonios Bester, Tony Parker (31 Punkte), entscheidende Chancen ungenutzt.

"Das ist mein Wurf, aber diesmal ist er nicht reingegangen", ärgerte sich Parker über einen vergebenen Korbleger kurz vor dem Ende.

Orlandos Superstar Dwight Howard, mit 24 Punkten und 14 Rebounds einmal mehr überragend, lobte dagegen die Entwicklung seines Teams: "Ein starkes San Antonio so zu schlagen zeigt, wie sehr wir erwachsen geworden sind."

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