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Raymond Felton (M.) im Duell mit Dirk Nowitzki (r.) und Erick Dampier © getty

Die Pleite in Sacramento macht deutlich: Dallas braucht Verstärkungen. Ein umfangreicher Deal soll bereits geplant sein.

Von Matthias Becker

München - Wenn es überhaupt noch eines Beweises bedurft hat, wurde der in Sacramento erbracht:

Die Dallas Mavericks müssen sich verstärken, wenn sie in diesem Jahr in den NBA-Playoffs eine bedeutende Rolle spielen wollen.

Nach der 95:102-Pleite bei den Sacramento Kings (zum Spielbericht) rutschte das Nowitzki-Team mit einer Bilanz von 22 Siegen und 15 Niederlagen sogar auf Platz neun der Western Conference ab - und damit aus den Playoff-Plätzen.

Ohne Josh Howard und mit einem nicht in Bestform befindlichen Dirk Nowitzki fehlen den Mavs auch gegen Liga-Kellerkinder wie die Kings die offensiven Antworten.

Kompliziertes Geschäft mit drei Teams

Kein Wunder also, dass Dallas wenige Wochen vor dem Ende der Transferperiode am 19. Februar kräftig an möglichen Trades arbeitet. Ein möglicher Drei-Team-Deal wird deshalb in der US-Gerüchteküche auch ganz heiß gekocht.

Wie der Sportsender "ESPN" berichtet, hätten die Mavericks starkes Interesse an der Verpflichtung von Guard Raymond Felton von den Charlotte Bobcats.

Um diesen Wechsel zustande zu bringen, ist aber offensichtlich ein kompliziertes Modell nötig: Dallas würde neben Felton noch Nazr Mohammed und Sean May aus Charlotte übernehmen, die bekämen im Gegenzug DeSagana Diop und ? von den Oklahoma City Thunder ? Earl Watson.

Als Kompensation für Watson würden die Mavs Routinier Jerry Stackhouse an Oklahoma City abgeben, zusammen mit einem Zweitrunden-Draftpick.

Diop-Pause nährt Spekulationen

Für Dallas würde der Trade durchaus Sinn machen. Mit Felton bekämen sie eine echte Verstärkung. Der Point Guard hat bei den Bobcats derzeit Konkurrenz durch den stark aufspielenden Rookie D.J. Augustin.

Diop ist dagegen mit im Schnitt 1,7 Punkten und 3,5 Rebound als Backup von Center Erick Dampier in Dallas nicht gerade unentbehrlich. Zumal wenn mit Mohammed und May zwei "Big Men" als Dampier-Entlastung mit im Paket wären.

Nahrung erhielten die Spekulationen dadurch, dass Diop in Sacramento überraschend nicht zum Einsatz kam ? obwohl er in der Halle und auch fit war.

Platz unter dem "Salary Cap"

Felton und Mohammed erfüllen zudem eine weitere zentrale Voraussetzung für Dallas: Keiner der beiden verfügt momentan über einen Vertrag, der über das Jahr 2010 hinausgeht.

Die Mavs arbeiten schon länger daran, für die hochinteressante Free-Agent-Saison 2010 Platz unter dem "Salary Cap" zu schaffen.

Augustin-Verletzung stoppt Gespräche

Momentan liegen die Gespräche aber wieder auf Eis. Feltons Rivale Augustin fällt bei den Bobcats noch mindestens zehn Tage aus, was einen kurzfristigen Trade seines Ersatzmannes Felton sehr unwahrscheinlich macht.

Vom Tisch muss er deshalb noch lange nicht sein. "Dallas spricht im Moment mit jedem", zitiert "ESPN" einen Liga-Insider.

Kein Wunder, die Mavericks haben allen Grund dazu. Das wurde in Sacramento überdeutlich.

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