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Dirk Nowitzki wurde 2007 zum wertvollsten Spieler der Liga gekürt © getty

Nowitzki und Co. laden Chris Paul zum Punkten ein. Doch die Mavs zeigen auch abseits des Platzes eine merkwürdige Strategie.

Von Jessica Pulter

München - Die Dallas Mavericks rutschen immer tiefer in die Krise, denn die vierte Niederlage in Folge ist nicht nur einfach passiert - sie war die logische Konsequenz verschiedener Problemstellen.

Die Texaner verloren mit 97:104 in eigener Halle gegen die New Orleans Hornets (zum Spielbericht) und dümpeln weiter außerhalb der Playoff-Plätze auf Platz neun im Westen herum.

Der erneute Ausfall von Josh Howard ist dabei nicht der einzige Grund gewesen.

Sport1.de analysiert die Schwachstellen der Dallas Mavericks.

Schwachpunkt Taktik

Nowitzki hatte die Strategie nach der Niederlage selbst erläutert: "Wir wollten Chris Paul nicht doppeln, damit nicht die anderen guten Werfer freistehen."

Doch spätestens als Paul allein im dritten Viertel zehn Punkte, vier Rebounds, drei Assists und zwei Steals gelangen, hätten die Mavericks diese Taktik ändern müssen. Dallas hat einen Gegenspieler stark gemacht, der es ihnen fast mit einem Quadruple-Double gedankt hätte.

Trainer Rick Carlisle muss sich diesen Fehler vorwerfen lassen, auch weil die Mavericks wieder da sind, wo sie im vergangenen Jahr unter Avery Johnson standen. Und sogar noch schlechter: Denn die 17. Saisonpleite ereilte das Team erst rund einen Monat später. Da hatte Dallas statt 22 bereits 34 Siege auf dem Konto.

Schwachpunkt Einstellung

In Dallas bleibt man noch ruhig, insbesondere Carlisle, der sich immer noch hinter seine Mannschaft stellt, anstatt deutliche Worte zu gebrauchen.

"Ich möchte unsere Anstrengungen nicht vergessen. Wir haben gegen New Orleans einfach nicht so gut gespielt, wie wir hätten spielen müssen", war seine lapidare Aussage nach der Niederlage.

Diese Unterstützung vom Coach zahlen die Spieler ihm derzeit nicht mit Erfolgen zurück. (DATENCENTER: Ergebnisse)

Schwachpunkt Abwehr

Die Verteidigung bleibt die Achillesferse der Texaner. Wenn zudem ein gegnerischer Spieler heiß läuft, dann finden sie kaum ein Mittel dagegen.

Insgesamt gewährten die Mavericks den Hornets eine Wurfquote von fast 50 Prozent, und das in eigener Halle.

Hinzu kamen die leichtfertigen Turnovers, während sich die Gäste nur sechs Stück leisteten, waren es bei Dallas 14, aus denen 19 Punkte resultierten.

Schwachpunkt Offensive

Die Playoffs sind noch ein ganzes Stück (Mitte April) weg, doch wie ein Team, das ernsthaft um die Meisterschaft mitkämpfen will, präsentieren sich die Mavericks derzeit nicht.

Es fehlt an Konstanz - und an guten Werfern. Nach Howards Ausfall rückte erneut Antoine Wright in die Startformation.

Zwar gelangen ihm gegen New Orleans auch dank drei Dreiern 15 Punkte, doch als Verteidiger von Paul war er hoffnungslos überfordert.

Außer Nowitzki und ohne Howard kommt zudem kein Spieler der Starting Five im Schnitt über die Zehn-Punkte-Marke, auch nicht Routinier Jason Kidd.

Schwachpunkt Teamstruktur

Ohne Howard bekommt Nowitzki derzeit nur Unterstützung von Jason Terry, der von der Bank immer für 20 Punkte und mehr gut ist.

Raymond Felton von den Charlotte Bobcats soll da in einem komplizierten Drei-Teams-Trade Abhilfe schaffen (zum Artikel) .

Immerhin liegt er mit 13,5 Punkten über dem Schnitt der Dallas-Nebenakteure.

Doch die Mavericks sollten sich möglichst bald eine Verstärkung suchen, denn bis Ende Februar stehen für die Texaner noch neun schwere Auswärtsspiele an. Allesamt gegen Mannschaften, die mitten im Kampf um die Playoff-Plätze stecken.

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