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Matt Carroll (l.) soll wieder für mehr Gefahr von Außen bei den Mavericks sorgen © getty

Dallas tauscht Rückkehrer DeSagana Diop gegen Charlottes Dreier-Spezialisten Matt Carroll ein. Als Zugabe gibt es einen Big Man.

Von Michael Spandern

München - Mavericks-Rückkehrer DeSagana Diop muss nach rund einem Quartal seine Koffer schon wieder packen.

Dallas tauschte den Center aus dem Senegal am Freitag gegen Charlottes Dreier-Spezialisten Matt Carroll ein. Zudem geben die Bobcats Big Man Ryan Hollis an das Team von Dirk Nowitzki ab.

"Wir sind riesige DeSagana-Fans," beteuerte Donnie Nelson, President of Basketball Operations bei den Mavericks. "Es fällt uns schwer."

"Doch man kann nie genug Schützen haben", begründete Nelson die Entscheidung für den 28-Jährigen Shooting Guard, dessen Distanzwürfe jedoch in dieser Saison so oft wie nie ihr Ziel verfehlten.

Dreierquote schlechter denn je

Nur 26,7 Prozent ist Carrolls Dreierquote 2008/09, während sie über seine gesamte NBA-Karriere gesehen bei stolzen 40,3 Prozent liegt. Seine beste Spielzeit hatte er 2006/07, als er durchschnittlich 12,1 Punkte pro Partie erzielte. Aktuell sind es acht Punkte weniger.

Allerdings spielte er unter dem neuen Coach Larry Brown auch nur noch eine Nebenrolle.

Gegen Dallas in Szene gesetzt

Der 2,13 Meter große Hollins sei dagegen "ein sehr unterschätzter, vielseitiger und athletischer Center oder Power Forward", kommt Nelson ins Schwärmen. "Er kann unserem Spiel ein neues Gesicht geben.

Der 24-jährige UCLA-Abgänger bekam in dieser Saison ausgerechnet bei der Partie in Dallas seine längste Einsatzzeit (21 Minuten) und erzielte mit neun Punkten just beim Heimspiel gegen die Mavericks seine Bestleistung.

In seinem dritten NBA-Jahr kommt Hollins auf Karrierebestwere von 3,6 Punkten und 2,0 Rebounds pro Spiel.

"Einfach zu wenige Minuten" für Diop

Diop, für dessen Rückholaktion die Mavs in der Sommerpause eine Ausnahmeregelung nutzten und viel Geld auf den Tisch legten, brachte es in den vergangenen beiden Spielzeiten jeweils auf mehr als fünf Rebounds pro Partie.

Doch unter dem neuen Trainer Rick Carlisle sanken Spielzeit und Ertrag. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Erick Dampier, als dessen Ersatzmann Diop fungiert, blüht hingegen auf.

Er "hat so ein hervorragendes Jahr, dass für DeSagana einfach zu wenige Minuten bleiben", so Nelson.

Kommt noch mehr?

Carroll und Hollins werden am Samstag in Dallas erwartet, voraussichtlich aber gegen die Utah Jazz (2 Uhr LIVESCORES ) noch nicht eingesetzt, wenn die Mavericks ihre Flaute von vier Niederlagen nacheinander (Mit falscher Taktik in die Krise) beenden wollen.

Doch die Frage bleibt, ob dieser Trade der einzige der Mavericks vor Ablauf der Wechselfrist am 19. Februar ist.

"Dieser Deal schließt nicht aus, das wir unser Team noch anderweitig stärker machen", so Nelson. "Das werden wir tun, wann immer wir können. Das ist unser Job."

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