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Dirk Nowitzki kam 1999 aus Würzburg zu den Dallas Mavericks © getty

Der Würzburger wird nach seinem Buzzer-Beater mit Lob überschüttet. Aber er selbst grübelt. Jason Kidd bleibt bescheiden.

Von Felix Götz

München - Nach seinem goldenen Wurf zum 95:93-Sieg in letzter Sekunde bei den Philadelphia 76ers war Dirk Nowitzki froh und nachdenklich zugleich.

"Ich bin sehr glücklich, dass der letzte Wurf drin war. Aber es hätte erst gar nicht zu dieser Situation kommen dürfen", sagte der Würzburger. (Spielbericht: Buzzer-Beater zum Sieg)

Der Grund: Nicht zum ersten Mal in dieser Saison gaben die Mavs eine deutliche Führung leichtfertig aus der Hand.

Gut zwei Minuten vor dem Ende stand es 93:81 aus Sicht der Mavericks. Dann geriet das Team von Trainer Rick Carlisle in einen Tiefschlaf - die 76ers erzielten zwölf Punkte in Serie und glichen aus.

Lobeshymnen auf Nowitzki

Zwar rettete Nowitzkis Buzzer-Beater die Texaner vor einer weiteren herben Enttäuschung.

Aber in Dallas weiß offensichtlich zumindest Nowitzki, dass sich ein Spitzenteam solche unerklärlichen Unkonzentriertheiten wie zuvor nicht erlauben darf.

Die Lobeshymnen auf seine Leistung im entscheidenden Moment dürften dem 30-Jährigen trotzdem gefallen haben, auch wenn Nowitzki selbst vor allem zu Beginn der Partie (die ersten 12 von 13 Würfen verfehlten ihr Ziel) eine ungewohnt schauderhafte Wurfquote vorzuweisen hatte.

"Keiner macht das besser"

"Wir mussten den Ball zu Dirk passen. Und er hat das großartig gemacht. Und wie er dann schnell aus einer Drehung zum Sprungwurf ansetzt - das macht keiner besser", jubelte Carlisle.

Die Mavs wissen was sie am Deutschen haben. Das stellte auch Jason Kidd nach der Partie wieder klar: "Er macht so etwas das ganze Jahr. Er ist ein All-Star und ein MVP. Er genießt solche Momente." (DATENCENTER: Ergebnisse)

Wichtiger Sieg für Kidd

Trotz erneuter Mängel war der zweite Sieg in Folge natürlich ein enorm wichtiger Erfolg - vor allem für den viel kritisierten Kidd.

Dem Guard wurde häufig vorgeworfen, er wäre von außen zu ungefährlich - was bisher in dieser Saison auch durchaus zutraf.

Auch deshalb verpflichteten die Mavericks Matt Carroll, der wie Ryan Hollins in Philadelphia sein Debüt gab.

Gute Ansätze bei Hollins

Center Hollins zeigte in 19 Minuten gute Ansätze und erzielte vier Punkte. Carroll stand lediglich drei Minuten auf dem Parkett.

Trotzdem schienen die Neuen Kidd zu beflügeln. Der 35-Jährige war wie aufgedreht und spielte überragend.

Kidd versenkte unglaubliche 6 von 8 Dreier. Insgesamt erzielte er 22 Punkte. Dazu kamen zwölf Rebounds und sechs Assists - eine erstklassige Quote.

Kidd bleibt bescheiden

Trotz seiner bärenstarken Leistung blieb Kidd äußerst bescheiden und sagte nur: "Sie haben mir freie Würfe von der Dreierlinie gegeben. Das habe ich genutzt."

Wer wie Kidd bereits seit 14 Jahren in der NBA spielt der weiß eben, dass so eine Leistung im nächsten Spiel bei den Milwaukee Bucks bestätigt werden muss.

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