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Charlie Villanueva (r.) wechselte vor drei Jahren von den Toronto Raptors zu den Bucks © getty

Die Mavericks kassieren bei den Milwaukee Bucks die höchste Pleite seit sieben Jahren. Für Nowitzki ist nicht nur die Pleite schmerzhaft.

Von Rainer Nachtwey

München/Milwaukee - Mit gesenkten Köpfen machten sich Dirk Nowitzki und Jason Kidd bereits vor Ende der Partie auf den Weg in die Umkleidekabinen.

Denn was das Star-Duo der Dallas Mavericks im Bradley Center von Milwaukee erlebte, war alles andere als ein Augenschmaus - zumindest, wenn man zu den Texanern gehörte.

Mit 99:133 kassierten die Mavs eine richtige Abreibung und die höchste Niederlage seit über sieben Jahren. Am 17. November 2001 unterlag Dallas im texanischen Derby mit 87:124.

"Das war einfach nur beschämend", sagte Nowitzki, der mit 30 Punkten wieder einmal bester Werfer seiner Mannschaft war.

Daumenverletzung bei Nowitzki

"Sie haben machen können, was sie wollten. Ob offene Würfe, Korbleger, was auch immer", führte der 30-Jährige aus.

Neben der der schmerzhaften Niederlage setzte es für Nowitzki im zweiten Viertel auch noch eine Daumenverletzung an der linken Hand. Mit einem Tapeverband ging es nach kurzer Pause aber wieder weiter.

Bei den Gastgebern spielten sich Charlie Villanueva und Michael Redd in den Vordergrund. Power Forward Villanueva war mit 32 Punkten bester Werfer der Partie, Shooting Guard Redd kam auf 27 Zähler.

Lehrstunde für Nowitzki

Zudem gab der fast 20 Zentimeter kleinere Olympiasieger Nowitzki eine Lehrstunde in Sachen Abwehrarbeit. Zweimal verteidigte Power Forward Nowitzki gegen den Shooting Guard der Bucks, zweimal zog er den Kürzeren.

"Ich wusste, dass Dirk an mir hängt", beschrieb Redd seinen Fadeaway-Jumper über den 2,13-Meter-Mann Nowitzki, den er mit einem Crossover-Dribbling auf Distanz hielt. "Dirk ist ein guter Verteidiger, aber hier habe ich meine Stärken ausgespielt."

Die Aktion kam nur kurz nach einem 19:2-Laufs, der die Bucks mit 86:69 in Führung brachte. Es war der Genickbruch für die Mavs.

Vier von fünf Würfen sitzen

Dabei hatten die Mavericks die Gastgeber zu Beginn die Grenzen aufgezeigt, gingen mit einer Acht-Punkte-Führung in die zweiten zwölf Minuten.

"Im zweiten Viertel haben sie 83 Prozent ihrer Würfe aus dem Feld getroffen und im dritten waren es 74 Prozent", analysierte Mavericks-Coach Rick Carlisle. "Ich bin sehr enttäuscht."

Die starke Wurfquote nutzte Milwaukee zu 42 bzw. 37 Punkten in den Spielabschnitten zwei und drei. "Wenn man so gut trifft, kann man kaum verlieren", stellte Bankspieler Ramon Sessions fest, der auf 21 Punkte kam. "Kein Wunder, dass die gegnerische Mannschaft dann frustriert ist."

Nowitzki fehlt Unterstützung

Während die Bucks durch mannschaftliche Geschlossenheit auftraten - neben Villanueva, Redd und Sessions punktete auch noch Richard Jefferson mit 15 Zählern zweistellig -, fehlte Nowitzki die Unterstützung.

Vor allem Jason Terry enttäuschte. Der Antreiber von der Bank erwischte einen rabenschwarzen Tag und traf nur drei seiner 13 Würfe aus dem Feld.

Einzig Josh Howard (19 Punkte) und Jason Kidd (18) zeigten neben Nowitzki bei der 18. Saisonniederlage eine ansprechende Leistung. (DATENCENTER: Ergebnisse)

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