vergrößernverkleinern
Point Guard Jameer Nelson (l.) kam auf 17 Punkte, gab aber nur drei Assists © getty

Der Meister entscheidet das Topspiel der Eastern Cobnference für sich. Kobe Bryant hält sich beim Jahrestag seines größten Spiels zurück.

Von Rainer Nachtwey

München/Orlando - Laut 33:8-Bilanz waren die Orlando Magic das beste Team der Eastern Conference. Doch im direkten Vergleich mit Meister Boston hat die Mannschaft aus Florida erneut den Kürzeren ziehen müssen.

Beim 80:90 setzte es im zweiten Aufeinandertreffen mit den Celtics der laufenden Saison bereits die zweite Niederlage.

"Ich nehme die Spieler immer in die Verantwortung", sagte Orlandos Coach Stan Van Gundy, "aber diesmal muss ich mir an die eigene Nase fassen. Ich habe einfach keine Taktik gefunden, wie wir den Ball bewegen können und dadurch freie Würfe erhalten. Ich bin von mir selbst enttäuscht."

Mit 80 Zählern stellten die Magic einen Negativ-Rekord für ihre Punkteausbeute aus. Im Schnitt kommt die Mannschaft aus Florida auf 102,3 Punkte, die bisher niedrigste Ausbeute waren 82 Zähler bei der Niederlage in Detroit.

Vorzeitiges Ende für Howard

Vor allem die starke Verteidigung der Celtics stellte den Angriff Orlandos um Center Dwight Howard, der erstmals in der Geschichte der All-Star-Wahl über drei Millionen Stimmen erhielt (Meldung), immer wieder vor Probleme.

Der Starspieler kam lediglich auf elf Punkte und elf Rebounds und blieb damit deutlich unter seinem Saisondurchschnitt von 20,2 Zählern und 14,1 "Boards". Zudem brachte sich der 23-Jährige früh in Foulprobleme und musste 2:30 Minuten vor Ende der Partie nach seinem sechsten Foul vorzeitig zum Duschen.

"Ich denke nicht, dass es ein scheußliches Spiel war", sagte Howard, "aber wir haben lange nicht so gut gespielt, wie wir es können und gemusst hätten."

Aufwärtstrend bei den Celtics

"Unsere Abwehrarbeit ist unsere Grundlage", sagte Paul Pierce, der mit 27 Punkten und zehn Rebounds bester Akteur war. "Egal wie gut wir im Angriff sind, wir müssen uns Tag ein, Tag aus auf unsere Verteidigung verlassen können."

Nach einer Schwächephase von neun Partien, in denen sieben verloren gingen, haben sich die Celtics wieder gefangen. In den letzten sieben Spielen senkten sie die gegnerische Punkteausbeute und Wurfquote auf nur noch 88,3 Zähler bzw. 41,6 Prozent. Zudem erarbeitete sich Boston wieder ein Übergewicht unter dem Brett. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

"Wie ein Playoffspiel"

Trotz des Aufeinandertreffens des Ersten und Dritten im Osten sowie des dominanten Auftretens der Celtics wollte Bostons Kevin Garnett nichts von einem richtungweisenden Spiel wissen. "Nein, das war es definitiv nicht", meinte der Power Forward, der auf 16 Punkte und fünf Rebounds kam.

Dagegen war Howard von der Intensität und der Bedeutung sehr angetan. "Es hat sich kurzzeitig wie ein Playoffspiel angefühlt", gestand Orlandos Center.

Los Angeles Lakers - Washington Wizards 117:97

Vor genau drei Jahren hatte Kobe Bryant den bisher größten Auftritt seiner NBA-Karriere. Am Abend des 22. Januars 2006 erzielte der Superstar der Los Angeles Lakers 81 Punkte gegen die Toronto Raptors.

Exakt drei Jahre später hielt sich Bryant beim 117:97 über die Washington Wizards zurück. Er blieb mit elf Punkten, fünf Assists und vier Rebounds blass. Stattdessen überließ er erneut Andrew Bynum die Show. Einen Tag nach seinem Karrierebestwert von 42 Punkten bestätigte der Center mit 23 Zählern seine Leistung vom Vortag.

Jamison mit starkem Beginn

Bei den Wizards startete Antawn Jamison mit 13 Punkten im ersten Viertel vielversprechend in die Partie, kam am Ende aber nur auf 19 Punkte. Damit war er beim Hauptstadtklub, der acht der letzten zehn Spiele verloren hat, dennoch bester Werfer.

Während die Wizards mit einer Bilanz von 9:32 im Tabellenkeller der NBA dümpeln, sind die Lakers mit nun 34 Siegen bei acht Niederlagen das Topteam der Liga.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel